Friedhof Zell am See

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Der Friedhof Zell am See befindet sich nördlich außerhalb des Ortes.

Geschichte

Der ursprüngliche Friedhof befand sich südlich der Zeller Stadtpfarrkirche St. Hippolyth im Ortszentrum von Zell am See. Er war von einer Steinmauer umgeben, die in Teilen noch bis 1945 zu sehen war. 1907 kaufte die Gemeinde Zell am See das Einödgut, auf dessen Gründen der heutige Friedhof angelegt wurde. Es dauerte jedoch noch bis zum Jahr 1908, bis man den Friedhof einweihen und die ersten Bestattungen durchführen konnte. Der Grund für die Verzögerung war ein Streit über die von Bürgermeister Dr. Müller beabsichtigte interkonfessionelle Nutzung der neuen Begräbnisstätte.

Anlage

Der Friedhof liegt aus Platzgründen nördlich außerhalb des Hauptortes, oberhalb der B 311, neben der Einödsiedlung und nahe dem Nordufer des Zeller Sees. Der Ausblick vom oberen Friedhofsteil umfasst beinahe den ganzen Zeller See, Berggipfel des Steinernes MeerSteinernen Meeres im Norden, Erhebungen der Hundsteingruppe, wie Hönigkogel und Schwalbenwand im Osten und Gipfel der Hohen Tauern im Südosten.

Das Friedhofsareal, das sich in Stufen den Abhang hinaufzieht, ist von einer Mauer umgeben, die im Norden und im Süden je einen Eingang, mit einigen wenigen davor liegenden Parkplätzen hat. An der Ostmauer, die den Friedhof gegenüber der Bundesstraße abgrenzt, befindet sich die Leichenhalle. An der Westmauer – sie steht an der höchsten Stelle des Areals – befindet sich die Anlage für die Urnengräber.

Einzelgräber

Unter den zahlreichen Grabstätten finden sich die von Persönlichkeiten wie Architekt Fidelius Schmid, von Altbürgermeistern wie Anton Werber, sowie von anderen Zellern, deren Namen aufgrund ihrer beruflichen oder politischen Tätigkeit örtlich oder regionalgeschichtlich von Bedeutung ist.

Bemerkenswertes

Im Südbereich des Friedhofs befinden sich drei Reihen mit Soldatengräbern, die vom Schwarzen Kreuz betreut werden. Es fällt auf, dass alle dort begrabenen Soldaten in den letzten Monaten vor Ende des Zweiten Weltkrieges, in den Tagen rund um das Kriegsende, oder in den ersten Monaten danach verstorben sind. Sie waren alle Angehörige deutscher Militärverbände und vor ihrem Tod Patienten in einer Isolier-Lazarett-Baracke, die sich wegen der Ansteckungsgefahr außerhalb des Ortes und oberhalb der heutigen Einödsiedlung befunden hat. Die hier Begrabenen hatten alle hoch infektiöse Leiden, wie Wundbrand nach einer Kriegsverletzung oder Krankheiten wie Typhus. In der Nähe dieser Gräber befindet sich auch ein Kriegerdenkmal.

Quellen

Auskunft des Totengräbers betreffend die Kriegergräber