Riedenburgkaserne
Die Riedenburgkaserne befindet sich im Salzburger Stadtteil Riedenburg und beherbergt das Militärkommando Salzburg.
Geschichte
Urkundlich ist das Gelände erstmals 1662 als militärischer Schießplatz erwähnt. 1730 wurden für durchmarschierende kaiserliche (österreichische) Truppen fünf Holzbaracken erbaut. 1831 stimmte der Salzburger Magistrat dem Vorschlag zu, tausend Mann in den Riedenburgbaracken unterzubringen, woraus 1852 eine Kavallerie-Kaserne wurde, der 1888 der Neubau für die Artillerie folgte.
1936/37 wurden ein Mannschafts- und Kommandogebäude neu errichtet. Beim Anschluss 1938 übernahm das NS-Regime die Kaserne mit sechzehn Gebäuden. Die Kaserne wurde bei Kriegsende 1945 von der United States Forces-Army beschlagnahmt, bis am 6. August 1955 ein Vorkommando der Gendarmerieschule aus Kufstein in das Kasernengelände einziehen konnte. Später wurde das Kommando der neu gegründeten 8. Gebirsgsjägerbrigade dort untergebracht.
Seit 1966 befindet sich das Militärkommando Salzburg in Kaserne. Dort hat der diensthabende Militärkommandant, Brigadier Heinz Hufler, seinen Dienstort und mit ihm eine Reihe von Mitarbeitern in den Stabsstellen, angefangen von der Ergänzungsführung bis hin zur Öffentlichkeitsarbeit.
Das Kasernenareal umfasst heute zehn Gebäude.
Verwertung im 21. Jahrhundert
2012 wurde das Areal mit einer weiteren Liegenschaft Neutorstraße 25 (2 200 m²) an die Stadt und Land Salzburg gehörende Gemeinnützige Salzburger Wohnbaugesellschaft (GSWB) verkauft. Gemeinsam mit dem zum Porr-Konzern gehörenden Immobilienentwickler UBM AG aus Wien will sie dort 160 geförderte Miet- und Eigentumswohnungen errichten. Der Kaufpreis betrug 16 Millionen Euro.
Daten
Die Riedenburgkaserne hat eine Fläche von 34 700 Quadratmeter und umfasst 14 Gebäude.
Quellen
- Salzburger Nachrichten online
- {{Quelle SN|31. Oktober 2013]]