"Kleines Konzert" von Georg Trakl
"Kleines Konzert" ist ein Gedicht von Georg Trakl (* 1887 in der Stadt Salzburg; † 1914 in Krakau, Galizien).
Das Gedicht als Marmortafel
Als Schüler des k.k. Staatsgymnasiums in den Gebäuden der Alten Universität war Georg Trakl beim Furtwänglergarten - zu seiner Zeit war es der Botanische Garten - ein- und ausgegangen. Nun erinnert eine Marmortafel beim Arkadeneingang der Alten Universität an den Dichter. Bedruckt ist sie mit dem Werk "Kleines Konzert" aus 1912. Die Zeilen sind inspiriert von der Kunsttheorie des Malers Wassily Kandinskys. So schreibt Trakl darin von einem "Rot, das traumhaft dich erschüttert" und "gelben Feldern."
Am 7. April 2025 wurde diese zehnte Trakl-Tafel in der Stadt Salzburg von SPÖ-Stadträtin Andrea Brandner, Sabine Veits-Falk (Stadtarchiv) und Hans Weichselbaum (Georg Trakl Forschungs- und Gedenkstätte) enthüllt.
Seit 1985 werden Tafeln mit Trakl-Gedichten an Orten in Salzburg angebracht, die prägend für den Dichter waren. 21 Jahre seines Lebens verbrachte Trakl in Salzburg, bevor er zunächst nach Wien ging und 1914 nach Galizien zum Kriegsdienst zog. Im selben Jahr starb er mit 27 Jahren an einer Überdosis Kokain.
Trakl-Tafeln in Salzburg erinnern an das Leben des Dichters
Weitere Gedichttafeln finden sich am Waagplatz, wo Trakl 1887 geboren wurde, in der Linzer Gasse, wo er in der Engel-Apotheke lernte, an der evangelischen Christuskirche, wo er konfirmiert wurde. Das Gedicht "Am Mönchsberg" erinnert an seine Spaziergänge auf den Stadtberg. Das "Naturtheater" ist passenderweise im Heckentheater im Mirabellgarten zu finden, ebenso an einer Mauer das Gedicht "Musik im Mirabell". Und es gibt Tafeln in der Elisabeth-Vorstadt, im Petersfriedhof und in Hellbrunn. Außerdem ist das Gedicht "Anif" bei der Anifer Gemeindebibliothek zu lesen.
Quelle
- www.sn.at, "Salzburger Nachrichten", Ausgabe vom 7. April 2025