Richard Ritter Strele-Bärwangen

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Dr. Richard Ritter Strele-Bärwangen (* 1849 in Bozen, Südtirol; † 1919) war Direktor der Studienbibliothek der Universität Salzburg.

Leben

Dr Strele-Bärwangen stammte aus einer Lech­taler Familie, aber 1849 in Bozen geboren. Zunächst war er Mittelschulprofessor in Pancsova und Sereth im Osten der Habsburgermonarchie. 1866 war er Mitglied der Akade­mischen Legion, daher auch Besitzer von Kriegsmedaillen, ohne je ausgerückt zu sein. Er war auch Dichter in der Art Josef Viktor von Scheffels aktiv und soll diesem auch im Äußern nicht unähnlich gewesen sein. Seine Stärke lag auf dem Gebiet der Dialekt- und Ge­legenheitsdichtung, die er bei den Fest­abenden auch selbst vortrug.

Die von ihm uner­müdlich gesammelten Notizen zur Kulturgeschichte konnte er jedoch nur zu einem geringen Teil verwerten. Aus der langen Reihe seiner Veröffentlichungen, meistens in Zeitungen ("Wiener Zeitung" z. B. über einzelne Alpenpflanzen) werden seine Arbeiten im Jahrbuch des Deutschen und Oesterreichischen Alpenvereins über "Wetterläuten und Wetterschießen" und den "Palmesel" hervorgehoben.

Strele war eine statt­liche, vornehme Erscheinung, ein guter Gesellschafter, Chorphilister mit Leib und Seele, der sogar in seinem 68. Lebensjahr noch eine Exzellenz zum Duell forderte, beschreibt ihn der Autor dieser Quelle, Hofrat Dr. Franz Martin.

Strele Ritter der Eisernen Krone und Träger des Franz-Josef-Ordens. Er starb unverheiratet.

Quelle