Herta Lonski
Schulrätin[1] Herta Lonski (* 18. Juni 1922 im Blühnbachtal, Werfen; † 31. Mai 2014 in Kuchl) war Lehrerin und Alpinistin.
Leben
Der erste in Salzburg lebende Vorfahr der Familie Lonski[2], Julius Lonczky von Pelawa – seine Nachkommen waren später vorwiegend im Pongau und im Pinzgau zu Hause - stammte aus dem damals zu Österreich gehörenden Teil Polens und war im 19. Jahrhundert nach Salzburg emigriert, wo er als k.k. Finanzoberaufseher tätig war.
Eine seiner Nachfahrinnen war Herta Lonski, eheliche Tochter des Berufsjägers Alexander Lonski (* 18. August 1887 in Werfen; † 18. September 1973 in Golling) und dessen Frau Maria, geborene Schider (* 11. Dezember 1884 in Sulzau)[3]. Sie widmete ihr Leben neben der Berufstätigkeit als Pädagogin, die sie vorwiegend in Zell am See ausgeübt hatte, dem Reisen und Bergsteigen.
Im August 1972 wurde sie an die Hauptschule Kuchl berufen.[4]
Sie war in ihrem Erwachsenenleben an unzähligen Orten und hat in aller Welt eine Reihe namhafter Gipfel bestiegen.
Dazu zählen u. a.:
- Noshag, 7 480 m ü A., Hindukusch, Pakistan, 1971; der Noshag wurde von Herta Lonski als erste Frau der Welt ohne Höhenträger und ohne künstliche Sauerstoffzufuhr erklommen;
- Aconcagua, 6 959 m ü. A., argentinische Anden, Südamerika, 1974;
- Kilimandscharo, 5 895 m ü. A., Tansania, Afrika, 1968;
- Demavend, 5 671 m ü. A., Iran, 1970;
- Kasbek, 5 047 m ü. A., Kaukasus, Georgien, 1967;
- Elbrus, 5 642 m ü. A., Kaukasus, Russland, 1967;
- Kungi La, 5 155 m ü. A., Indien, 1986;
- Ararat, 5 137 m ü. A., Ostanatolien, Türkei, 1970;
- Citlaldepetl, 5 700 m ü. A., Mexiko, 1968;
- Uhuru Peak, 6 010 m ü. A., Tansania, Afrika, 1968;
Darüber hinaus erklomm Herta Lonski zahlreiche Gipfel in den europäischen Alpen und in den anderen Gebirgen des Kontinents. Das waren beispielsweise:
- Ortler, 3 905 m ü. A., Südtirol, Italien, 1965;
- Königsspitze, 3 851 m ü. A., Südtirol, Italien, 1965;
- Grand Pic de la Meije, 3 983 m ü. A., Frankreich, 1964; u.v.a. mehr.
Quellen
- herta-lonski.at/
- Ilse Neubacher, geborene Lonski
- Markus Neureiter
Einzelnachweis
- ↑ www.sn.at, 18. Juni 2012
- ↑ Anm.: Vor Inkrafttreten des Adelsaufhebungsgesetztes am 10. April 1919 hieß die Familie Lonski von Pilawa.
- ↑ Trauungsbuch der Pfarre Werfen, Band V, S. 183.
- ↑ www.sn.at, Archiv der Salzburger Nachrichten, Ausgabe vom 17. August 1972, Seite 6