Fürstenwege waren Straßen, die im gesamten Land Salzburg als Parallelstraßen errichtet und die nur der politischen Spitze des Landes vorbehalten waren, also hauptsächlich den Salzburger Erzbischöfen bzw der Aristokratie und deren Gefolge.

Geschichte

Fürstenwege waren in fürsterzbischöflicher Zeit und den Jahrzehnten danach eine Bezeichnung für Wege, die im Wesentlichen dem Fürsterzbischof und seinem Gefolge bzw. der Aristokratie und deren Bedienten vorbehalten waren.

  • Ein noch bestehender allgemein befahrbarer Weg führte von der Stadt Salzburg vom Kajetanertor über die Nonntaler Hauptstraße durch die Vorstadt Nonntal und ab dem Beginn der Fürstenallee als Fürstenweg weiter.
  • Die Hofhaymer Allee war ebenso Fürstenweg (Früher eine echte Alle unter dem Namen Freisaalallee.
  • Der wichtigste Fürstenweg war natürlich die Hellbrunner Allee von Freisaal nach Hellbrunn.
  • einen weitereen Fürstenweg bildete der Weg entlang der Wasserspiele Hellbrunn. Er wird auch heute noch so genannt.
  • auch die Hellbrunner Straße vom Raum Südlich des Kajetanertores bis zum Schloss Freisaal war einst ein Fürstenweg.
  • Die heutige Vogelweiderstraße mit ihrem einst eindrucksvollen Alleebestand und den herrschaftlichen Schlösschen und Höfen war ebenfalls ein Fürstenweg und hieß auch bis zur Eingemeindung so.
  • Die Allee vom Schloss Hellbrunn nach Osten zur Salzach war ebenfalls ein Fürstenweg.
  • Ein weiterer Weg führte durch den Schlosspark Hellbrunn durchquerte Anif, um als Fürstenweg um Schloss Anif herum vorbei, am Überackerhof nach Niederalm zu führen.

In der Quelle wird eine belegte Ausfahrt des Fürsterzbischofs Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach am 2. April 1764 angeführt. Er fuhr zum Dürrnberg und war in Begleitung von Graf Auersperg, Fürst Lobkowitz, Graf Thun, Karl Graf von Zinzendorf und anderen Persönlichkeiten. Die dabei befahrenen Wege waren allerdings nicht Fürstenwege.

Fürstenwege heute

Heute ist darunter vor allem eine Straße zwischen dem Salzburger Stadtteil Morzg und dem Landschaftsraum Hellbrunn zu sehen, der Fürstenweg (Salzburg).

Landschaftsschutzgebiet

Der heutige Teil des Fürstenwegs in der Stadt Salzburg führt in seinen wesentlichen Teilen durch das Landschaftsschutzgebiet Salzburg-Süd. Er bildet die Grenze zwischen dem Stadtteil Morzg und dem südlich anschließenden Landschaftsraum Hellbrunn. Gemeinsam mit der Hellbrunner Allee ist die 1615 von Fürsterzbischof Markus Sittikus gepflanzte Lindenallee des Fürstenweges die älteste Allee Europas und daher von besonderer kulturhistorischer Bedeutung.

Quellen

  • Steiner, Gertraud: Salz als Attraktion - der Dürrnberg in seiner Geschichte, Otto Müller Verlag, 1998, ISBN 3-7013-0969-8
  • Homepage der Stadt Salzburg, Naturschutz (v. R. Medicus)