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[[Datei:Burgruine_Klausegg_Seetal_Lungau_20250818_1_(79).jpg|miniatur|Burgruine Klausegg]]
Die '''Burgruine Klausegg''' ist eine ehemalige Grenzbefestigung gegen die [[Steiermark]] in [[Seetal (Tamsweg)|Seetal]] im [[Lungau]].  
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Die '''Burgruine Klausegg''' ist eine ehemalige Grenzbefestigung gegen die [[Steiermark]] in [[Seetal (Tamsweg)|Seetal]] in der Marktgemeinde [[Tamsweg]] im [[Lungau]].  
    
== Einleitung ==
 
== Einleitung ==
Sie wurde im [[Mittelalter]] von den [[Salzburger Erzbischöfe]]n zusammen mit einer das Tal teilenden Sperrmauer errichtet. Die Anlage besteht aus Burgruine, Befestigungsmauer und Klausentor samt Passhaus und Klauswirt. Die Anlage steht unter [[Denkmalgeschützte Objekte in Tamsweg|Denkmalschutz]].
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Sie wurde im [[Mittelalter]] von den [[Salzburger Erzbischöfe]]n zusammen mit einer das Tal teilenden Sperrmauer errichtet. Die Anlage besteht aus Burgruine, Befestigungsmauer und [[Klause von Seetal|Klausentor]] samt [[Maut- oder Paßhaus Seetal|Paßhaus]] und [[Gasthaus zur Klause|Klauswirt]]. Die Anlage steht unter [[Denkmalgeschützte Objekte in Tamsweg|Denkmalschutz]].
    
==Lage==
 
==Lage==
Die Ruine der Höhenburg befindet sich unweit der Grenze der Bundesländer Salzburg und Steiermark in Seetal am steilen Nordabhang des [[Gstoder]] in ca. 1 280 [[M ü. A.|m Seehöhe]] etwa 70 Höhenmeter über der Talsohle des Seetals. Klausegg befestigte den östlichsten Grenzübergang des Bundeslandes Salzburg.
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Die Ruine der Höhenburg befindet sich etwa 300 Meter westlich der Grenze der Bundesländer [[Salzburg (Bundesland)|Salzburg]] und [[Steiermark]] in Seetal am steilen Nordabhang des [[Gstoder]] in ca. 1 280 [[M ü. A.|m Seehöhe]] etwa 70 Höhenmeter über der Talsohle des Seetals. Klausegg befestigte den östlichsten Grenzübergang des [[Erzstift Salzburg|Erzstifts Salzburg]].
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[[Datei:Burgruine Klausegg Seetal Lungau 20250818 1 (40).jpg|thumb|Lage der Ruine, gesehen vom Seetal.]]
    
==Geschichte==
 
==Geschichte==
Über den Bau der Burg ist nichts bekannt, die Entstehung ist im Zeitraum [[1000]] bis [[1200]] anzunehmen. Der Bau der Burg selbst dürfte im [[13. Jahrhundert]] stattgefunden haben. Das Seetal, wie auch in [[Ramingstein]] und am [[Mandlingpass]], wurden mit einer Talsperre befestigt. Die über vier Meter hohe Mauer mit Wehrgängen sperrte das gesamte Tal über ca. 400 m Länge an der Klause ab und verband die Burg mit dem Klausentor, wo die Durchreise kontrolliert wurde und Zölle zu entrichten waren. Daneben steht das "Passhaus", das als Maut- und Wachhaus diente. Auf der Salzburger Seite des Tors konnten sich die Reisenden in einer Taverne stärken. Noch heute besteht diese Taverne als [[Gasthaus zur Klause]]. Das Gebäude ist das Heimathaus des Salzburger Erzbischofs [[Eduard Macheiner]].
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Über den Bau der Burg ist nichts bekannt, die Entstehung ist im Zeitraum [[1000]] bis [[1200]] anzunehmen. Der Bau der Burg selbst dürfte im [[13. Jahrhundert]] stattgefunden haben. [[Ignaz Kürsinger]] und [[Franz Michael Vierthaler]] nahmen an, dass Klausegg unter Erzbischof [[Eberhard II. von Regensberg|Eberhard II.]] [[1246]] vom [[Erzstift]] erworben wurde. [[Lorenz Hübner]] schreibt [[1796]], dass das "uralte Pflegschloß Klauseck [...] das nun mit großen [[Lärche]]n und [[Fichte]]n bewachsen sei [...] einst den Grafen von Pettau gehörte und von E.B. [[Gebhard |Gebhard]] eingetauscht wurde."
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Das [[Seetal (Tal)|Seetal]], wie auch in [[Ramingstein]] und am [[Mandlingpass]], wurden mit einer Talsperre befestigt. Die über vier Meter hohe Mauer mit Wehrgängen sperrte das gesamte Tal über ca. 400 m Länge an der Klause ab und verband die Burg mit dem Klausentor, wo die Durchreise kontrolliert wurde und Zölle zu entrichten waren. Daneben steht das Paßhaus, das als Maut- und Wachhaus diente. Auf der Salzburger Seite des Tors konnten sich die Reisenden in einer Taverne stärken. Noch heute besteht diese Taverne als Gasthaus zur Klause. Das Gebäude ist das Heimathaus des Salzburger Erzbischofs [[Eduard Macheiner]].
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[[Datei:Burgruine Klausegg Seetal Lungau 20250818 1 (130).jpg|thumb|Im Inneren der Burgruine.]]
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Die zu Klausegg eingerichtete Pflege war mit militärischen Aufgaben betraut. Die [[Pfleger]] stammten aus bedeutenden Lungauer Adelsfamilien (z. B. Mooshaimer und Thannhauser). Der erste Pfleger, der namentlich bekannt ist, war [[1354]] Wulfing der Mooshaimer. Besonders in den Ungarnkriegen Ende des [[15. Jahrhundert]]s kam es wiederholt zu militärischen Auseinandersetzungen an der Befestigungsanlage. Mit Ende des [[17. Jahrhundert]]s ist das Ende des Pflegeamts anzusetzen, es wurde mit der Hauptpflege in [[Moosham (Unternberg)|Moosham]] vereinigt. Mit Auflassung der Pflege verfielen die Burg und die Verteidigungsanlage. [[1999]] wurde die Ruine samt Grenzmauer restauriert. Die erhaltungswürdigen Mauerteile wurden versiegelt und mit einem Schutzdach versehen.  
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Die zu Klausegg eingerichtete Pflege war mit militärischen Aufgaben betraut. Die [[Pfleger]] stammten aus bedeutenden Lungauer Adelsfamilien (z. B. Mooshaimer und Thannhauser). [[1354]] hatte etwa Wulfing der Mooshaimer dieses Amt inne. Besonders in den Ungarnkriegen Ende des [[15. Jahrhundert]]s kam es wiederholt zu militärischen Auseinandersetzungen an der Befestigungsanlage. Mit Ende des [[17. Jahrhundert]]s ist das Ende des Pflegeamts anzusetzen, es wurde mit der Hauptpflege in [[Moosham (Unternberg)|Moosham]] vereinigt. Mit Auflassung der Pflege verfielen die Burg und die Verteidigungsanlage. [[1999]] wurde die Ruine samt Grenzmauer restauriert. Die erhaltungswürdigen Mauerteile wurden versiegelt und mit einem Schutzdach versehen.  
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Die Anlage hat eine Größe von etwa 30 Mal 15 Metern. Bemerkenswert ist ihre Mauerstärke von 2,5 Metern. Die noch stehenden vier Stockwerke des Turmes sind dreigeteilt. Der Eingang ist auf allen vier Seiten von einem Graben gesichert.  
    
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* Lage auf [https://www.openstreetmap.org/?mlat=47.155310&mlon=13.962336#map=17/47.155310/13.962336 www.openstreetmap.org]
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* Lage auf [https://maps.bev.gv.at/#/center/13.9618,47.156/zoom/15.7 AMap], aktualisierter Datenlink 19. August 2025
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==Quellen==
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* [https://wehrbauten.at/slbg/salzburg.html?/slbg/klausegg/klausegg.html wehrbauten.at]
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* "[[Burgen und Schlösser in Salzburg (Zaisberger, Schlegel)]]",  1978: "Pongau, Pinzgau, Lungau", Birken-Verlag, Wien, Seite 74f
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{{SORTIERUNG: Klausenegg, Burgruine}}
 
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[[Kategorie:Lungau]]
 
[[Kategorie:Lungau]]