Bucculatrix demaryella: Unterschied zwischen den Versionen
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==Biologie und Gefährdung== | ==Biologie und Gefährdung== | ||
Version vom 1. März 2025, 09:58 Uhr
Bucculatrix demaryella (Elachista demaryella Duponchel, [1840]: 547, Taf. CCCIX, Fig. 5)) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Bucculatricidae.
Diagnose
Während die Bestimmung übe die Mine an Betula-Arten meist einfach und problemlos ist (Minen der Stigmella-Arten sind länger und nicht rechtwinkelig abgeknickt), sind die Imagines anderen Buccuatrix-Arten sehr ähnlich und ohne Genitaluntersuchung oft nicht sicher zu erkennen.
Verbreitung, Lebensraum und Phänologie[1]
B. demaryella ist bisher nur von wenigen Fundorten aus den Zonen I (Alpenvorland und Flyschzone), Ia (Stadt Salzburg) und II (nördliche Kalkalpen) nach Embacher et al. (2024) bekannt geworden, wurde bisher aber nicht gezielt gesucht und ist sicherlich viel weiter verbreitet (erster Fund für Zone II siehe auch Kurz 2011d). Die bisher dokumentierte Höhenverbreitung ist mit rund 420 bis 860 m ebenfalls sehr gering (Kurz & Kurz 2025). Lebensraum der Art sind nach den spärlichen Funden Birkenbestände auf Hochmooren, in Moorrandwäldern, aber auch in Galeriewäldern und an Waldrändern. Die ’’Imagines’’ fliegen vermutlich in zwei Generationen im Jahr, und zwar im April, Mai sowie von Juni bis August. Überwinterungsstadium ist die Puppe.
Nachbarfaunen
Nach Huemer (2013) fehlt B. demaryella in Nordtirol, Niederösterreich und dem Burgenland. In Oberösterreich meldet Klimesch (1990) die Art nur aus dem Mühlviertel. In Bayern wird sie rezent allerdings aus allen vier Naturräumen angegeben (Haslberger & Segerer 2016).
Biologie und Gefährdung
Über die Biologie der Imagines ist in Salzburg nichts bekannt. Die Raupen leben an Birken-Arten und wurden sowohl an der Moorbirke (Betula pubescens), als auch an der gewöhnlichen Hängebirke (Betula pendula) festgestellt. Im Jugendstadium erzeugen sie in den Blättern durch ihre Fraßtätigkeit kurze, weitgehend mit Kot gefüllte Gangminen, die zu Beginn eng gewunden sind, dann gerade an einer Blattader entlang laufen und am Ende rechtwinkelig in die Blattfläche abbiegen. Nach Verlassen der Mine leben die Raupen frei auf der Blattunterseite, wo sie das Blattgewebe von dieser Seite her abschaben. Vor der Verpuppung seilen sich die Raupen an einem Seidenfaden auf den Boden ab, wo sie auch den für die Bucculatricidae typischen Kokon herstellen. Eine Gefährdung der Art ist in Salzburg vermutlich nicht gegeben, doch erlaubt die zu geringe Datenlage keine verbindliche Beurteilung.
Weiterführende Informationen
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Quellen
- Embacher, Gernot; Gros, Patrick; Kurz, M. A.; Kurz, M. E. & Zeller-Lukashort, Christof, 2011: Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematisches Verzeichnis mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur 19: 5-89.
- Kurz, M. A. 2011d. Interessante Funde von Blattminierern im Bundesland Salzburg, Österreich (Lepidoptera: Nepticulidae, Bucculatricidae). Mitteilungen der Naturkundlichen Gesellschaft. – URL: http://www.nkis.info/MittnatGes/ [online 19 September 2011].
- Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2011. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 19 September 2011].
- ↑ siehe Phänologie