Pferdeschwemme (Hofmarstallschwemme): Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
K
Zeile 7: Zeile 7:
  
 
Der ''Rossebändiger'', ein sich aufbäumendes fürsterzbischöfliches Pferd bändigend, befindet sich in der Mitte der Schwemme. Diese Skulptur wurde von [[Bernhard Michael Mandl]] geschaffen. Die aus Marmor bestehende, besonders hochwertige Skulptur mit ihrem hohen Maß an Dynamik war ursprünglich auf den Hofmarstall hin ausgerichtet. [[1732]] wurde diese Pferdeschwemme unter Erzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian|Firmian]] in seine heutige Gestalt gebracht. Sein Wappen ziert den damals noch prunkvoller neu gestalteten Sockel der Skulptur.
 
Der ''Rossebändiger'', ein sich aufbäumendes fürsterzbischöfliches Pferd bändigend, befindet sich in der Mitte der Schwemme. Diese Skulptur wurde von [[Bernhard Michael Mandl]] geschaffen. Die aus Marmor bestehende, besonders hochwertige Skulptur mit ihrem hohen Maß an Dynamik war ursprünglich auf den Hofmarstall hin ausgerichtet. [[1732]] wurde diese Pferdeschwemme unter Erzbischof [[Leopold Anton Freiherr von Firmian|Firmian]] in seine heutige Gestalt gebracht. Sein Wappen ziert den damals noch prunkvoller neu gestalteten Sockel der Skulptur.
 
  
 
==Quellen==
 
==Quellen==

Version vom 26. Januar 2011, 15:25 Uhr

die Marstallschwemme
nachts während der Festspielzeit

Die Marstallschwemme, eine der beiden erhaltenen Salzburger Pferdeschwemmen, wurde im Zuge der Neugestaltung des Hofmarstalles durch Johann Bernhard Fischer von Erlach angelegt. Sie befindet sich in der Salzburger Altstadt unmittelbar neben dem Sigmundstor. In der Bevölkerung wird diese Schwemme in Unkenntnis einer zweiten Pferdeschwemme oft schlicht als "Pferdeschwemme" bezeichnet.

Geschichte

Erzbischof Johann Ernst Graf Thun ließ 1696 hier eine zum hochfürstlichen Pferdemarstall gehörende Schwemme (Bad) für die Pferde errichten. Da aber zwischen der Pferdeschwemme und dem Mönchsberg schon das Magazinsgebäude für den Marstall stand, wurde die Pferdeschwemme mit einer eigenen Rückwand versehen. Die Schauwand mit den kunstvollen Pferdefresken stammt in der Erstanlage ebenfalls aus der Zeit Fischer von Erlachs und wurde von diesem in dieser Form geplant. Neu gestaltet wurden die Gliederung der Schauwand und ihre Seccomalerei unter Erzbischof Firmian. Gegen Ende des 19. Jahrhundertwurde die Seccomalerei übertüncht und Fensterdurchbrüche für die dahinter gelegene Militärbäckerei angfelegt. Diese Malerei des namhaften Salzburger Barockmalers Franz Anton Ebner aus dem Jahr 1732 wurde in den Jahren 1915 bis 1917 durch den aus Vorarlberg stammenden Restaurator Florus Scheel wieder freigelegt und Fehlstellen anhand der im SalzburgMuseum erhaltenen Entwürfe rekonstruiert.

Der Rossebändiger, ein sich aufbäumendes fürsterzbischöfliches Pferd bändigend, befindet sich in der Mitte der Schwemme. Diese Skulptur wurde von Bernhard Michael Mandl geschaffen. Die aus Marmor bestehende, besonders hochwertige Skulptur mit ihrem hohen Maß an Dynamik war ursprünglich auf den Hofmarstall hin ausgerichtet. 1732 wurde diese Pferdeschwemme unter Erzbischof Firmian in seine heutige Gestalt gebracht. Sein Wappen ziert den damals noch prunkvoller neu gestalteten Sockel der Skulptur.

Quellen

Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974