Königsgässchen: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 13. Dezember 2019, 12:27 Uhr
| Bild | |
|---|---|
| Königsgässchen | |
| Länge: | ca. 50 m |
| Startpunkt: | Linzer Gasse |
| Endpunkt: | Dreifaltigkeitsgasse |
| Karte: | Googlemaps |
Das Königsgässchen ist eine Gasse in der rechtsufrigen Altstadt in der Stadt Salzburg.
Verlauf
Das Gässchen führt von der Linzer Gasse in einem Winkel zur Dreifaltigkeitsgasse.
Geschichte
Im Mittelalter verlief entlang des Königsgässchens (d. h. hinter den dortigen Häusern) die Stadtmauer aus der Zeit der Ersten Stadtbefestigung, davor lag ursprünglich ein Graben. Im Zuge der Zweiten Stadtbefestigung wurde die Stadtmauer dann bis zur heutigen Paris-Lodron-Straße hinaus verlegt, die Stadtmauer am Königsgässchen verlor ihre wehrhafte Aufgabe. Das Königsgässchen lässt auch heute noch die Enge der Behausungen in einem mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Arme-Leute-Viertel erahnen.
Name
Namensgebend war kein Herrscher, sondern ein dort wohnender sogenannter Nachtkönig, dessen Aufgabe es war, zur Nachtzeit die übelriechenden „Schwindgruben“ (Sickergruben) zu säubern und den Unrat abzuführen.
Gebäude
Am Ende des Königsgässchen befindet sich nördlich das Goldschlagerhaus mit dem Sauterbogen.
Bildergalerie
- Königsgässchen 01.jpg
Königsgässchen bei Nacht im Regen.
Königsgässchen, Ansicht von der Dreifaltigkeitsgasse aus.
Stolperstein für Friedrich Tischer; im Königsgässchen Nr. 4, an der Kreuzung zur Linzer Gasse.
weitere Bilder
Königsgässchen – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Quellen
- Karl Heinz Ritschel: Die Geschichte der Bergstraße. In: Von Salzburg und Salzburgern. Verlag Alfred Winter, Salzburg 1984, ISBN 3-85380-045-9, S. 71 ff (73).
- Martin, Franz: Salzburger Straßennamen. Verzeichnis der Straßen, Gassen, Plätze, Wege, Brücken, Tore und Parks mit Erklärung ihrer Namen. 5., wesentlich überarbeitete Auflage von Leitner-Martin, Willa und Martin, Andreas. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 25. Ergänzungsband, Selbstverlag der Gesellschaft, Salzburg 2006