Bierjodlgasse: Unterschied zwischen den Versionen

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Der Name der Straße hat nichts mit dem Wort "Jodeln" zu tun. "Jodl" bedeutet vielmehr "Jakob". Inwieweit ein "Jakob" das [[Bierjodlhaus]], ein Wirtshaus aus dem [[18. Jahrhundert]], an dessen Stelle heute das [[Gasthaus zum weißen Kreuz]] steht, betrieben hat, konnte quellenmäßig hier im Salzburgwiki noch nicht erforscht werden. Der Beschluss zur Namensgebung ist nicht dokumentiert.   
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Die Bierjodlgasse führt von der [[Festungsgasse]] – am Fuß des [[Festungsberg]]s - zur [[Herrengasse]] und ist etwa 100 Meter lang.
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Der Name der Gasse ist abgeleitet von einem Eckhaus am Ende der Gasse, das in seiner Geschichte wechselnd entweder der einen oder der anderen Gasse zugeordnet war.
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* '''Bierjodlgasse Nr.6 / Herrengasse Nr.8''' - [[Gasthaus zum weißen Kreuz]]
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Das Eckhaus wurde 1376 erstmals erwähnt. Es wurde 1526 "Aller geglawbigen Seelenhaus", 1647 "Bapistenhaus" und 1652 "Benefiziathaus" genannt. [[1682]] verkaufte es das [[Domkapitel]] auf Erbrecht um 1000 [[Gulden]] rheinische Währung und 2 Dukaten an Wilhelm Christoff Kolberer, der die Bierzapfler-[[Erklärungen früherer Bezeichnungen und Ausdrücke#Gerechtsame|Gerechtsame]] erhielt und sein Haus ''"zum Bierjodlwirth"'' nannte. 1713 Kolberer'sche Behausung. [[1775]] "Bierjodlhaus".
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Im [[18. Jahrhundert]] übertrug sich der Name des Wirtshauses dann auf die Gasse.
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Die ''"Bierjodlgasse"'' oder ''"Bierjodlwirtsgasse"'' ist in den historischen [[Hausnummer|Hausverzeichnissen]] mehrfach angeführt, und zwar 1808 "Bierjodlwirtshaus" (Mathias Wänzler besaß es 1804-1813), 1816 "Wirtshaus zur Goldenen Schlange" und 1858 "Gasthaus zum weißen Kreuz" (Besitzer: Franz Kobernauser).
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''"Bierjodl"'' hat mit dem "Jodeln"<ref>[https://de.wikipedia.org/wiki/Jodeln wikipedia.de/Jodeln]</ref> nichts zu tun. "Jodl" heißt soviel wie "Jakob".<ref>[http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19290831&query=%22Bierjodlgasse%22&seite=10 ANNO], [[Salzburger Wacht]], Ausgabe vom 31. August 1929, Seite 10, zur Wortbedeutung</ref>
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"Jodl" oder "Jockel" war eine lokal gebräuchlich Kurz- bzw. Koseform für den Vornamen "Jakob". Im übertragenen Wortsinn war der "Jockel" jeder einfache Arbeiter, Knecht oder Bauer, der zur damaligen Zeit in einem einfachen Wirtshaus ein bescheidenes Essen oder auch nur ein Bier konsumierte.  
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Ein formeller Beschluss zur Namensgebung ist nicht dokumentiert.   
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* '''Nr.&nbsp;4. und 6. ''': Das frühere Nr. 195 bestand aus einem Haupt- und Nebenhaus. 1713 heißt es Caldonerziehhaus samt Stöckl, 1719 gehört es dem [[Domkapitel]] und heißt Beichtvaterhaus. 1800 kauft es ein gewisser Steiner, der Kastenknecht (Kastenknechthaus), 1889 wird das Stöckl (Nebenhaus) abgetrennt und verkauft.
  
== Verlauf ==
 
Die Bierjodlgasse ist knapp 100 Meter lang und führt von der [[Festungsgasse]] zur [[Herrengasse]]. Sie befindet sich also an den Abhängen des [[Festungsberg]]s in Richtung Altstadt.
 
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* [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=sbw&datum=19290831&query=%22M%c3%b6nchsbergscharte%22&ref=anno-search&seite=10 ANNO], [[Salzburger Wacht]], Ausgabe vom 31. August 1929, Seite 10, über die Wortherkunft
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* [[Josef Eder (Baumeister und Historiker)|Josef Eder]]: ''"Die Herren und Bierjodlgasse"'' [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19231210&query=%22Eder%22&seite=6 ANNO], [[Salzburger Volksblatt]], 10. Dezember 1923, Seite 6
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* [[Franz Valentin Zillner]]: [[Geschichte der Stadt Salzburg (Buch I.)]], Seite [https://archive.org/details/geschichtederst01zill/page/311 311, Herrengasse 8]
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== Fußnoten ==
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[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
 
[[Kategorie:Stadt Salzburg]]

Version vom 27. Mai 2019, 21:14 Uhr

Bild
Bierjodlgasse.jpg
Bierjodlgasse
Länge: ca. 100 m
Startpunkt: Festungsgasse
Endpunkt: Herrengasse
Karte: Googlemaps

Die Bierjodlgasse ist eine Straße in der Salzburger Altstadt.

Verlauf

Die Bierjodlgasse führt von der Festungsgasse – am Fuß des Festungsbergs - zur Herrengasse und ist etwa 100 Meter lang.

Name

Der Name der Gasse ist abgeleitet von einem Eckhaus am Ende der Gasse, das in seiner Geschichte wechselnd entweder der einen oder der anderen Gasse zugeordnet war.

Das Eckhaus wurde 1376 erstmals erwähnt. Es wurde 1526 "Aller geglawbigen Seelenhaus", 1647 "Bapistenhaus" und 1652 "Benefiziathaus" genannt. 1682 verkaufte es das Domkapitel auf Erbrecht um 1000 Gulden rheinische Währung und 2 Dukaten an Wilhelm Christoff Kolberer, der die Bierzapfler-Gerechtsame erhielt und sein Haus "zum Bierjodlwirth" nannte. 1713 Kolberer'sche Behausung. 1775 "Bierjodlhaus".

Im 18. Jahrhundert übertrug sich der Name des Wirtshauses dann auf die Gasse.

Die "Bierjodlgasse" oder "Bierjodlwirtsgasse" ist in den historischen Hausverzeichnissen mehrfach angeführt, und zwar 1808 "Bierjodlwirtshaus" (Mathias Wänzler besaß es 1804-1813), 1816 "Wirtshaus zur Goldenen Schlange" und 1858 "Gasthaus zum weißen Kreuz" (Besitzer: Franz Kobernauser).

"Bierjodl" hat mit dem "Jodeln"[1] nichts zu tun. "Jodl" heißt soviel wie "Jakob".[2]

"Jodl" oder "Jockel" war eine lokal gebräuchlich Kurz- bzw. Koseform für den Vornamen "Jakob". Im übertragenen Wortsinn war der "Jockel" jeder einfache Arbeiter, Knecht oder Bauer, der zur damaligen Zeit in einem einfachen Wirtshaus ein bescheidenes Essen oder auch nur ein Bier konsumierte.

Ein formeller Beschluss zur Namensgebung ist nicht dokumentiert.

Gebäude

  • Nr. 4. und 6. : Das frühere Nr. 195 bestand aus einem Haupt- und Nebenhaus. 1713 heißt es Caldonerziehhaus samt Stöckl, 1719 gehört es dem Domkapitel und heißt Beichtvaterhaus. 1800 kauft es ein gewisser Steiner, der Kastenknecht (Kastenknechthaus), 1889 wird das Stöckl (Nebenhaus) abgetrennt und verkauft.

Bildergalerie

Bilder

 Bierjodlgasse – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI

Quellen

Fußnoten

  1. wikipedia.de/Jodeln
  2. ANNO, Salzburger Wacht, Ausgabe vom 31. August 1929, Seite 10, zur Wortbedeutung