Filialkirche Prielau zur Hl. Dreifaltigkeit: Unterschied zwischen den Versionen
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Die ''' | Die '''Filialkirche Prielau zur Hl. Dreifaltigkeit''' steht in unmittelbarer Nähe von [[Schloss Prielau]] am Nordufer des [[Zeller See (Pinzgau)|Zeller Sees]] im Gemeindegebiet von [[Maishofen]] im [[Pinzgau]]. | ||
==Vorgeschichte== | ==Vorgeschichte== | ||
Vor der Erbauung der Prielauer Kirche im Jahr [[1730]] bestand im Schloss Prielau, im zweiten Stock des Turmes eine Schlosskapelle. Diese wurde aber vom damaligen Schlossbesitzer, Dietrich von [[Kuen-Belasy]], Freiherr von [[Schloss Lichtenberg]], stark vernachlässigt. Das Dach war so schlecht, dass bei Regenwetter Altar und Priester nass wurden. Da sich in der Schlosskapelle ein Bild der Dreifaltigkeit befand, das in der Bevölkerung hohe Wertschätzung genoss, gab es einen großen Zulauf zur Kapelle, die damit zu einem kleinen [[Wallfahrt|Wallfahrtsort]] wurde. Der Wunsch nach einer eigenen Kirche bestand Jahre vor seiner Verwirklichung. Nach [[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner]] kam das Schloss [[1722]] in den Besitz des [[Bischöfe von Chiemsee| | Vor der Erbauung der Prielauer Kirche im Jahr [[1730]] bestand im Schloss Prielau, im zweiten Stock des Turmes eine Schlosskapelle. Diese wurde aber vom damaligen Schlossbesitzer, Dietrich von [[Kuen-Belasy]], Freiherr von [[Schloss Lichtenberg]], stark vernachlässigt. Das Dach war so schlecht, dass bei Regenwetter Altar und Priester nass wurden. Da sich in der Schlosskapelle ein Bild der Dreifaltigkeit befand, das in der Bevölkerung hohe Wertschätzung genoss, gab es einen großen Zulauf zur Kapelle, die damit zu einem kleinen [[Wallfahrt|Wallfahrtsort]] wurde. Der Wunsch nach einer eigenen Kirche bestand Jahre vor seiner Verwirklichung. Nach [[Josef Lahnsteiner|Lahnsteiner]] kam das Schloss [[1722]] in den Besitz des [[Bischöfe von Chiemsee|Bischofs vom Chiemsee]] und er führt die nun mögliche Umsetzung des lang gewünschten Kirchenbaues auf diesen Umstand zurück. | ||
==Kirchenbau== | ==Kirchenbau== | ||
Der Kirchenbaumeister Oswald Stuelebner aus [[St. Johann im Pongau]] erbaute auch die Prielauer Kirche, die im Jahr [[1730]] fertig gestellt wurde. Der Bau kostete 3326 [[Florin|fl]]. Der Dechant behauptete allerdings, dass das Bauvorhaben | Der Kirchenbaumeister Oswald Stuelebner aus [[St. Johann im Pongau]] erbaute auch die Prielauer Kirche, die im Jahr [[1730]] fertig gestellt wurde. Der Bau kostete 3326 [[Florin|fl]]. Der Dechant behauptete allerdings, dass das Bauvorhaben 5.000 fl. verschlungen habe. Das Geld musste großteils von den Kirchenfonds aufgebracht werden. Der Kirchenbau ist nach Süden hin orientiert. Es ist eine einschiffige [[Barock]]kirche. Der Turm ist zur Hälfte in die Nordseite des Langhauses eingebaut. Das Dach wurde mit Schindeln eingedeckt. | ||
=====Einrichtung===== | =====Einrichtung===== | ||
Die Einrichtung der Kirche erfolgte in den Jahren von [[1733]] bis [[1736]]. Die kleine Kirche bekam drei Altäre. Der Hauptaltar weist ein großes Bild von [[ | Die Einrichtung der Kirche erfolgte in den Jahren von [[1733]] bis [[1736]]. Die kleine Kirche bekam drei Altäre. Der Hauptaltar weist ein großes Bild von [[Jakob Zanusi]] aus Salzburg auf. Es stellt die Gottesmutter dar, von Heiligen und Engeln umgeben. Das schon vorher hoch verehrte kleine Bild der Dreifaltigkeit aus der vormaligen Schlosskapelle bekam seinen neuen Platz oberhalb des Tabernakels. Die Kirche trägt auch eine große Kanzel. | ||
Die Kirche hat einige bemerkenswerte Bilder aus der Zeit zwischen [[1734]] und [[1770]]. Weiters gibt es etwa 40 Votivtafeln, die vor allem zur Abwendung befürchteter Viehverluste gespendet wurden. Die älteste und größte stammt aus [[1714]] und zeigt in Tracht gekleidete Menschen mit Rindern. | Die Kirche hat einige bemerkenswerte Bilder aus der Zeit zwischen [[1734]] und [[1770]]. Weiters gibt es etwa 40 Votivtafeln, die vor allem zur Abwendung befürchteter Viehverluste gespendet wurden. Die älteste und größte stammt aus [[1714]] und zeigt in Tracht gekleidete Menschen mit Rindern. | ||
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
* Ferdinand Hölzl | * [[Ferdinand Hölzl]]: „1 200 Jahre Zell am See“, Selbstverlag, Zell am See, [[1975]] | ||
* Josef Lahnsteiner | * [[Josef Lahnsteiner]]: „[[Mitterpinzgau]]“, Selbstverlag, [[Hollersbach im Pinzgau]] [[1962]] | ||
* Friederike Zaisberger | * [[Friederike Zaisberger]], [[Walter Schlegel]]: "Burgen und Schlösser in Salzburg, Pongau, Pinzgau, Lungau", [[1978]] Birken-Verlag Wien | ||
* [http://www.kirchen.net/wen-finde-ich-wo/institutionenpfarren-suchergebnisse/institutionen-details/?tx_fawpersonen_fawpersonen%5Binstitutionen%5D=178&tx_fawpersonen_fawpersonen%5Bcontroller%5D=Institutionen www.kirchen.net] Name der Kirche | |||
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Version vom 12. April 2019, 16:27 Uhr



Die Filialkirche Prielau zur Hl. Dreifaltigkeit steht in unmittelbarer Nähe von Schloss Prielau am Nordufer des Zeller Sees im Gemeindegebiet von Maishofen im Pinzgau.
Vorgeschichte
Vor der Erbauung der Prielauer Kirche im Jahr 1730 bestand im Schloss Prielau, im zweiten Stock des Turmes eine Schlosskapelle. Diese wurde aber vom damaligen Schlossbesitzer, Dietrich von Kuen-Belasy, Freiherr von Schloss Lichtenberg, stark vernachlässigt. Das Dach war so schlecht, dass bei Regenwetter Altar und Priester nass wurden. Da sich in der Schlosskapelle ein Bild der Dreifaltigkeit befand, das in der Bevölkerung hohe Wertschätzung genoss, gab es einen großen Zulauf zur Kapelle, die damit zu einem kleinen Wallfahrtsort wurde. Der Wunsch nach einer eigenen Kirche bestand Jahre vor seiner Verwirklichung. Nach Lahnsteiner kam das Schloss 1722 in den Besitz des Bischofs vom Chiemsee und er führt die nun mögliche Umsetzung des lang gewünschten Kirchenbaues auf diesen Umstand zurück.
Kirchenbau
Der Kirchenbaumeister Oswald Stuelebner aus St. Johann im Pongau erbaute auch die Prielauer Kirche, die im Jahr 1730 fertig gestellt wurde. Der Bau kostete 3326 fl. Der Dechant behauptete allerdings, dass das Bauvorhaben 5.000 fl. verschlungen habe. Das Geld musste großteils von den Kirchenfonds aufgebracht werden. Der Kirchenbau ist nach Süden hin orientiert. Es ist eine einschiffige Barockkirche. Der Turm ist zur Hälfte in die Nordseite des Langhauses eingebaut. Das Dach wurde mit Schindeln eingedeckt.
Einrichtung
Die Einrichtung der Kirche erfolgte in den Jahren von 1733 bis 1736. Die kleine Kirche bekam drei Altäre. Der Hauptaltar weist ein großes Bild von Jakob Zanusi aus Salzburg auf. Es stellt die Gottesmutter dar, von Heiligen und Engeln umgeben. Das schon vorher hoch verehrte kleine Bild der Dreifaltigkeit aus der vormaligen Schlosskapelle bekam seinen neuen Platz oberhalb des Tabernakels. Die Kirche trägt auch eine große Kanzel.
Die Kirche hat einige bemerkenswerte Bilder aus der Zeit zwischen 1734 und 1770. Weiters gibt es etwa 40 Votivtafeln, die vor allem zur Abwendung befürchteter Viehverluste gespendet wurden. Die älteste und größte stammt aus 1714 und zeigt in Tracht gekleidete Menschen mit Rindern.
Kirchweihe
Die Kirche wurde im Jahr 1745 geweiht. Sie erfreute sich großer Beliebtheit und wurde mit Stiftungen bedacht. Es wurden auch sog. Kreuzgänge in die Prielau durchgeführt. Bis 1745 wurde die Kirche von Zell am See aus betreut, später vom Benefiziaten im Schloss Kammer.
Quellen
- Ferdinand Hölzl: „1 200 Jahre Zell am See“, Selbstverlag, Zell am See, 1975
- Josef Lahnsteiner: „Mitterpinzgau“, Selbstverlag, Hollersbach im Pinzgau 1962
- Friederike Zaisberger, Walter Schlegel: "Burgen und Schlösser in Salzburg, Pongau, Pinzgau, Lungau", 1978 Birken-Verlag Wien
- www.kirchen.net Name der Kirche