Seuchenspital St. Rochus: Unterschied zwischen den Versionen
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== Geschichte == | == Geschichte == | ||
=== Pestlazarett === | === Pestlazarett === | ||
Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich]] erwarb in der [[Riedenburg]] - die | Fürsterzbischof [[Wolf Dietrich]] erwarb in der [[Riedenburg]] - die damals weit von der Stadt entfernt lag - ein Haus verlegte das Pesthaus dorthin. Eine verheerende [[Die Pest in Salzburg|Seuche (Pest)]] war im Jahr [[1626]] der zwingende Anlass zu Errichtung eines Spitals außerhalb der Stadt. [[1636]] kaufte [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron|Paris Lodron]] in Maxglan an der Glan eine Bauernkeusche und ließ an diesem Ort ein neues Pesthaus erbauten. [[1637]] wurde das alte Pestlazarett aus dem Bereich vor dem [[Linzertor]] dorthin an die [[Glan]] übersiedelt. Das neue Lazarett sollte weit vom Siedlungsraum der Stadt entfernt liegen um die Ansteckungsgefahr für die städtische Bevölkerung entscheidend zu vermindern, das alte Pestlazarett war uu nahe an der Stadt gelegen. Das Pestlazarett besaß ein Lazarettbad an der Glan und seit [[1640]] einen eigenen Pestfriedhof. In der Mitte dieses Friedhofes stand auf einem großen Steinsockel ein Holzkreuz, Pestkreuz genannt. | ||
=== Rochuskapelle === | === Rochuskapelle === | ||
:''Hauptartikel [[Rochuskapelle (Seuchenspital St. Rochus)]] | :''Hauptartikel [[Rochuskapelle (Seuchenspital St. Rochus)]] | ||
Im Innenhof des einstigen Seuchenspitals | Im Innenhof des einstigen Seuchenspitals wurde [[1649]] eine Kapelle erbaut, die den beiden Pestheiligen Rochus und Sebastian gewidmet ist. | ||
=== Zucht- und Arbeitshaus === | === Zucht- und Arbeitshaus === | ||
Nachdem mehr als hundert Jahre keine Seuche mehr aufgetreten war und das Pestspital auch baufällig geworden war, baute es Fürsterzbischof [[Sigismund III. Christoph Graf Schrattenbach|Schrattenbach]] 1735 zu einem Zucht- und Arbeitshaus um. Das Zucht- und Arbeitshaus wurde [[1755]] eingerichtet und hatte bis etwa [[1815]] Bestand. Hier wurden 'arbeitsscheue Leute', das waren [[Betteln|Bettler]], Unterstandslose und Kleinkriminelle, sowie auch 'liederlicher Leute' (Dirnen) eingesperrt und mussten sich ihre Verpflegung selbst erarbeiten. Oberhalb des Tores ließ der Fürsterzbischof eine ovale Steintafel mit der Inschrift ''"abstine aut sustine"'' (Entbehre oder ertrage, genauer: "''Meide [die Straftat] oder leide [die Folgen]''") anbringen. Im Giebel befindet sich ein [[Wappen der Fürsterzbischöfe|Wappen]] und die Jahreszahl 1758. Auch auf der [[Salzburg Landkarte#Historische Landkarten|Schmitt'sche Karte von Südwestdeutschland aus 1797]] ist das Arbeitshaus verzeichnet.<ref>siehe [http://mapire.eu/de/map/schmittsche-karte/?bbox=1451638.6942099174%2C6087550.033545335%2C1503615.8734438372%2C6108417.342267188 schmittsche-karte]</ref> | |||
Im [[Franciszäischer Kataster|Franciszäischen Kataster]] | Im [[Franciszäischer Kataster|Franciszäischen Kataster]] von [[1829]] ist das Gebäude als ''ehemaliges Lazareth St. Rochus'' verzeichnet<ref>siehe [https://www.salzburg.gv.at/sagisonline/init.aspx?hotspot=landsbg|default|1:2412|426471.3|295313.1|mp2.png|Lazareth%20zu%20St.%20Rochus&redliningid=ly5p0pswefj3u5biswx4sdkn SAGIS/Hintergrund: "Franciszäischer Kataster" markieren]</ref>. | ||
=== Rochuskaserne === | === Rochuskaserne === | ||
Nach der Säkularisation | Nach der Säkularisation und den Jahrne der Napoleonischen Kriege kamen [[1816]] alle öffentlichen Gebäude des Fürsterzbistums ins Eigentum des damaligen Kaisertumes Österreich. Das Gebäude wurde nun als Kaserne genutzt, kurzzeitig war es auch Notlazarett und das Gebäude, nun Rochus-Kaserne umgebaut. 1859, 1864 und 1866 waren Invalide darin untergebracht. 1870 wurde die österreichische Landwehr errichtet Von [[1887]] bis 1898 diente es als Kaserne für die k.k. Landwehr. Damals waren etwa 100 bis 150 Soldaten stationiert. In der Zeit des [[Nationalsozialismus]] war in der Rochuskaserne die Hunde-Ersatz- und Ausbildungsstaffel 18 untergebracht. | ||
In der Zeit des [[Nationalsozialismus]] war in der Rochuskaserne die Hunde-Ersatz- und Ausbildungsstaffel 18 untergebracht. | |||
== Stieglbrauerei == | == Stieglbrauerei == | ||
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== Quellen == | == Quellen == | ||
* Führung, 525 Jahr-Jubiläum der Stieglbrauerei, 18. Juni 2017 | * Führung, 525 Jahr-Jubiläum der Stieglbrauerei, 18. Juni 2017 | ||
* [[Josef Eder (Baumeister und Historiker)|Josef Eder]]: ''Das Pestkreuz'' [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno?aid=svb&datum=19251212&query=%22eder%22&seite=3 [[ANNO]]], [[Salzburger Volksblatt]], 12. Dezember 1925, Seite | |||
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