Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt Weildorf: Unterschied zwischen den Versionen

Aus SALZBURGWIKI
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Zeile 6: Zeile 6:
  
 
==Geschichte ==
 
==Geschichte ==
Die ersten Nennungen  von Weildorf als „''Uuildorf''“ liegen in der „[[Notitia Arnonis]]“ und den „[[Breves Notitiae]]“ im späten [[8. Jahrhundert]] vor. Das Vorhandensein einer Kirche geht aus einer Besitzbestätigung des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Erzstifts St. Peter]] im Jahr [[1141]] hervor. Bereits im [[15. Jahrhundert]] bewirkte eine blühende Wallfahrt den Neubau einer stattlichen Kirche. Aus dieser Zeit ist auch noch das Gnadenbild, die „Schöne Madonna von Weildorf“ (um [[1430]]), erhalten. In der Folge zählte die  Wallfahrtskirche zu den meistbesuchten Wallfahrtsstätten im ehemaligen [[Salzburggau]]. [[1427]] wurden „Kirche und Turm von Grund auf neu erbaut“.
+
Die ersten Nennungen  von Weildorf als „''Uuildorf''“ liegen in der „[[Notitia Arnonis]]“ und den „[[Breves Notitiae]]“ im späten [[8. Jahrhundert]] vor. Das Vorhandensein einer Kirche geht aus einer Besitzbestätigung des [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Erzstifts St. Peter]] im Jahr [[1141]] hervor. Bereits im [[15. Jahrhundert]] bewirkte eine blühende Wallfahrt den Neubau einer stattlichen Kirche. Aus dieser Zeit ist auch noch das Gnadenbild, die „Schöne Madonna von Weildorf“ (um [[1430]]), erhalten. In der Folge zählte die  Wallfahrtskirche zu den meistbesuchten Wallfahrtsstätten im ehemaligen [[Salzburggau]]. [[1429]] wurden „Kirche und Turm von Grund auf neu erbaut“.
  
Bei der Entstehung des Hochaltares waren die in Salzburg tätigen Bildhauer [[Heinrich Dieffeld]] und die dortigen Maler [[Niclas Grueber]]  und [[Christoph Grueber]] beteiligt. Weiters wirkten beim Hochaltar  der Salzburger Hoftischler [[Simon Thaddäus Baldauf]] und der Bildhauer [[Georg Joseph Frieß]] (Sohn von [[Simeon Frieß]]) mit.  
+
Bei der Entstehung des Hochaltares waren die in Salzburg tätigen Bildhauer [[Heinrich Dieffeld]] und die dortigen Maler [[Niclas Grueber]]  und [[Christoph Grueber]] beteiligt. Weiters wirkten beim Hochaltar  der Salzburger Hoftischler [[Simon Thaddäus Baldauf]] und der Bildhauer [[Georg Joseph Frieß]] (Sohn von [[Simeon Frieß]]) mit.  
  
 
Die im Seitenaltäre im „corintischen Styl“ wurden [[1851]] vom ortsansässigen Bildhauer Matthäus Kern gefertigt.  [[1644]] Neubau der Marienkapelle und des Portalvorbaues an der Südseite der Kirche.  
 
Die im Seitenaltäre im „corintischen Styl“ wurden [[1851]] vom ortsansässigen Bildhauer Matthäus Kern gefertigt.  [[1644]] Neubau der Marienkapelle und des Portalvorbaues an der Südseite der Kirche.  
  
Die „Schöne Madonna“ von einem namentlich unbekannten Meister befindet sich seither ([[1645]]) in der neu geschaffenen Portalkapelle.
+
Die „Schöne Madonna“ von einem namentlich nicht bekannten Meister befindet sich seither ([[1645]]) in der neu geschaffenen Portalkapelle.
  
 
Die Kirche wurde am einem erhöhten Geländepunkt errichtet und ist daher weitum sichtbar.
 
Die Kirche wurde am einem erhöhten Geländepunkt errichtet und ist daher weitum sichtbar.
  
==Heimkehrerwallfahrt nach Weildorf==
+
== Heimkehrerwallfahrt nach Weildorf ==
 
Seit [[1871]] pilgern alljährlich am letzten Sonntag im Juli die im „Kriegergelöbnisverein Weildorf und Umgebung“ vereinigten Veteranen und Reservisten zur Gnadenmutter nach Weildorf, um das Versprechen der am 1. und 2. September [[1870]] in Sedan und Bazeilles (Deutsch-Französischer Krieg von 1870/71) kämpfenden Vorfahren und Begründer fortzusetzen. Bis zu 15 Vereine und Fahnenabordnungen mit 1500 Wallfahrern nehmen gewöhnlich daran teil.
 
Seit [[1871]] pilgern alljährlich am letzten Sonntag im Juli die im „Kriegergelöbnisverein Weildorf und Umgebung“ vereinigten Veteranen und Reservisten zur Gnadenmutter nach Weildorf, um das Versprechen der am 1. und 2. September [[1870]] in Sedan und Bazeilles (Deutsch-Französischer Krieg von 1870/71) kämpfenden Vorfahren und Begründer fortzusetzen. Bis zu 15 Vereine und Fahnenabordnungen mit 1500 Wallfahrern nehmen gewöhnlich daran teil.
  
==Bildergalerie==
+
== Bildergalerie ==
 
<gallery>
 
<gallery>
 
Datei:DSC03233.JPG|Mariä Himmelfahrt Weildorf, Westseite  
 
Datei:DSC03233.JPG|Mariä Himmelfahrt Weildorf, Westseite  
Zeile 36: Zeile 36:
 
</gallery>
 
</gallery>
  
==Quelle==
+
== Quelle ==
 
* Kirchenfüher von Mariä Himmelfahrt Weildorf
 
* Kirchenfüher von Mariä Himmelfahrt Weildorf
  
Zeile 46: Zeile 46:
 
[[Kategorie:Geschichte (Erzdiözese)]]
 
[[Kategorie:Geschichte (Erzdiözese)]]
 
[[Kategorie:Architektur]]
 
[[Kategorie:Architektur]]
 
 
[[Kategorie:Religion]]
 
[[Kategorie:Religion]]
 
 
[[Kategorie:Katholische Kirche]]
 
[[Kategorie:Katholische Kirche]]
 
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
 
[[Kategorie:Kirche (Bauwerk)]]
 
[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
 
[[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]]
 
[[Kategorie:Geschichte (Fürsterzbistum)]]
 
[[Kategorie:Geschichte (Fürsterzbistum)]]

Version vom 9. September 2020, 11:47 Uhr

Vorlage:Salzburgbezug

Wallfahrtskirche Maria Himmelfahrt Weildorf, Gemeinde Teisendorf

Die Pfarr- und Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt Weildorf befindet sich ca. fünf Kilometer nordöstlich des Gemeindezentrums von Teisendorf.

Patrozinium

Patrozinium: 15. August

Geschichte

Die ersten Nennungen von Weildorf als „Uuildorf“ liegen in der „Notitia Arnonis“ und den „Breves Notitiae“ im späten 8. Jahrhundert vor. Das Vorhandensein einer Kirche geht aus einer Besitzbestätigung des Erzstifts St. Peter im Jahr 1141 hervor. Bereits im 15. Jahrhundert bewirkte eine blühende Wallfahrt den Neubau einer stattlichen Kirche. Aus dieser Zeit ist auch noch das Gnadenbild, die „Schöne Madonna von Weildorf“ (um 1430), erhalten. In der Folge zählte die Wallfahrtskirche zu den meistbesuchten Wallfahrtsstätten im ehemaligen Salzburggau. 1429 wurden „Kirche und Turm von Grund auf neu erbaut“.

Bei der Entstehung des Hochaltares waren die in Salzburg tätigen Bildhauer Heinrich Dieffeld und die dortigen Maler Niclas Grueber und Christoph Grueber beteiligt. Weiters wirkten beim Hochaltar der Salzburger Hoftischler Simon Thaddäus Baldauf und der Bildhauer Georg Joseph Frieß (Sohn von Simeon Frieß) mit.

Die im Seitenaltäre im „corintischen Styl“ wurden 1851 vom ortsansässigen Bildhauer Matthäus Kern gefertigt. 1644 Neubau der Marienkapelle und des Portalvorbaues an der Südseite der Kirche.

Die „Schöne Madonna“ von einem namentlich nicht bekannten Meister befindet sich seither (1645) in der neu geschaffenen Portalkapelle.

Die Kirche wurde am einem erhöhten Geländepunkt errichtet und ist daher weitum sichtbar.

Heimkehrerwallfahrt nach Weildorf

Seit 1871 pilgern alljährlich am letzten Sonntag im Juli die im „Kriegergelöbnisverein Weildorf und Umgebung“ vereinigten Veteranen und Reservisten zur Gnadenmutter nach Weildorf, um das Versprechen der am 1. und 2. September 1870 in Sedan und Bazeilles (Deutsch-Französischer Krieg von 1870/71) kämpfenden Vorfahren und Begründer fortzusetzen. Bis zu 15 Vereine und Fahnenabordnungen mit 1500 Wallfahrern nehmen gewöhnlich daran teil.

Bildergalerie

Quelle

  • Kirchenfüher von Mariä Himmelfahrt Weildorf