Wallistrakt: Unterschied zwischen den Versionen
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== Lage == | == Lage == | ||
Er schließt an die [[Alte Residenz]] im Süden an und überspannt mit einer markanten Arkadenhalle aus Rundenbogen und Pfeilern die [[Franziskanergasse]]. Nach Osten grenzt er an den [[Domplatz]] und im Süden an die [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]]. | Er schließt an die [[Alte Residenz]] im Süden an und überspannt mit einer markanten Arkadenhalle aus sechs Rundenbogen und zwölf Pfeilern die [[Franziskanergasse]]. Nach Osten grenzt er an den [[Domplatz]] und im Süden an die [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]]. | ||
== Geschichte == | == Geschichte == | ||
[[Datei:Franziskanergasse Arkaden bei Nacht 20160909.jpg|thumb|Arkadenhalle aus Rundenbogen und Pfeilern im Wallistrakt]] | [[Datei:Franziskanergasse Arkaden bei Nacht 20160909.jpg|thumb|Arkadenhalle aus Rundenbogen und Pfeilern im Wallistrakt]] | ||
Das ''„Hofbogengebäude“'' wurde [[1606]] unter [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] erbaut und wird seine erste Planung dem venezianischen Architekten [[Vincenzo Scamozzi]] zugeschrieben. Seine Lage und Gestaltung spielten bei den Erneuerungsplänen des Domes von [[Santino Solari]] ([[1614]]) eine wesentliche Rolle. Im Rahmen der [[barock]]en, fürsterzbischöflichen Prunkentfaltung hatten die Bögen in der Funktion als „''porta triumphalis''“, als Ende der fürsterzbischöflichen Prozessionen auf der „''via triumphalis''“, der Prachtstraße der Stadt, eine bedeutsame Rolle | Das ''„Hofbogengebäude“'' wurde [[1606]] unter [[Fürsterzbischof]] [[Wolf Dietrich von Raitenau]] erbaut und wird seine erste Planung dem venezianischen Architekten [[Vincenzo Scamozzi]] zugeschrieben. Seine Lage und Gestaltung spielten bei den Erneuerungsplänen des Domes von [[Santino Solari]] ([[1614]]) eine wesentliche Rolle. Im Rahmen der [[barock]]en, fürsterzbischöflichen Prunkentfaltung hatten die Bögen in der Funktion als „''porta triumphalis''“, als Ende der fürsterzbischöflichen Prozessionen auf der „''via triumphalis''“, der Prachtstraße der Stadt, eine bedeutsame Rolle. | ||
Das Gebäude wurde [[1690]] aufgestockt und in die heutige Form gebracht. Dieser seither original erhaltene Flügel enthält über der zweigeschossigen Arkadenhalle einen Saal mit einer toskanischen Mittelsäule aus der Domsakristei des [[Konradinischer Dom]]s. | |||
Etwa um [[1770]] wurden die Hofbögen als ''Gusshütte'' für die von Johann Baptist und Wolfgang Hagenauer errichtete [[Mariensäule auf dem Domplatz]] genutzt. | |||
Zwei [[Römer|römische]] Mosaike aus dem [[3. Jahrhundert]] n. Chr wurden beim Umbau des Gebäudes [[1964]]/[[1965|1965]] gefunden und im südlichen Teil des Wallistrakts an der Nordseite unter den Arkaden angebracht. | Zwei [[Römer|römische]] Mosaike aus dem [[3. Jahrhundert]] n. Chr wurden beim Umbau des Gebäudes [[1964]]/[[1965|1965]] gefunden und im südlichen Teil des Wallistrakts an der Nordseite unter den Arkaden angebracht. | ||