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| + | Daneben gab es noch den Nutzviehmarkt, dem eine Bodenfläche von 10 000 m<sup>2</sup> zur Verfügung stand. Mangels eines Schleppgeleises, musste der wöchentliche Viehtrieb über belebte Straßen geleitet werden, was mit zunehmenden Wohnungsbauten zu einer argen Unannehmlichkeit wurde. <ref>[[Das Buch der Stadt Salzburg]]: ''Städtische Betriebe, Unternehmungen und Anstalten (Bürgermeister-Stellvertreter [[Michael Dobler]])'', [[1932]], Seite 147 </ref> | ||
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Der vierte und aktuelle Schlachthof: Vor dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] übersiedelte bereits ein Teil des Schlachthofes nach [[Bergheim]] an seinen heutigen Standort, da der Schlachthofbetrieb im zunehmend dicht besiedelten [[Froschheim]] vielfach zum Ärgernis geworden war. [[1950]] tauschte die Stadt mit der Gemeinde Bergheim zur Sicherung seiner Viehverwertung das Gebiet des Schlachthofes gegen den flächenmäßig viel größeren [[Plainberg]]. Bereits [[1951]] wurde der Neubau des Schlachthofes in Bergheim im [[Salzburger Gemeinderat]] beschlossen, es sollten aber bis zur Umsetzung noch Jahre vergehen. Der Bau des neuen Schlachthofes wurde zunächst [[1961]] begonnen und erst [[1968]] das alte Schlachthofgelände am Gebirgsjägerplatz aufgelassen. Der Betrieb nächst dem Ortszentrum von Bergheim war stark erweitert und als moderner Bau neu errichtet worden. | Der vierte und aktuelle Schlachthof: Vor dem Ende des [[Zweiter Weltkrieg|Zweiten Weltkrieges]] übersiedelte bereits ein Teil des Schlachthofes nach [[Bergheim]] an seinen heutigen Standort, da der Schlachthofbetrieb im zunehmend dicht besiedelten [[Froschheim]] vielfach zum Ärgernis geworden war. [[1950]] tauschte die Stadt mit der Gemeinde Bergheim zur Sicherung seiner Viehverwertung das Gebiet des Schlachthofes gegen den flächenmäßig viel größeren [[Plainberg]]. Bereits [[1951]] wurde der Neubau des Schlachthofes in Bergheim im [[Salzburger Gemeinderat]] beschlossen, es sollten aber bis zur Umsetzung noch Jahre vergehen. Der Bau des neuen Schlachthofes wurde zunächst [[1961]] begonnen und erst [[1968]] das alte Schlachthofgelände am Gebirgsjägerplatz aufgelassen. Der Betrieb nächst dem Ortszentrum von Bergheim war stark erweitert und als moderner Bau neu errichtet worden. | ||
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Version vom 5. Januar 2017, 16:29 Uhr
der dritte Schlachthof in Froschheim
Der Schlachthof Salzburg befand sich zunächst in der Stadt Salzburg und ist heute in Bergheim angesiedelt.
Geschichte
Der erste Salzburger Schlachthof der Stadt - die Städtische Fleischbank - wurde – soweit bekannt – von Fürsterzbischof Wolf Dietrich erbaut und lag im Griesstöckl am Gries, heute das Haus Griesgasse Nr.19.
Der zweite Schlachthof entstand 1816 im "Rösslstadel" des Mödlhamerwirtes in Lehen.
Der dritte Schlachthof samt Schlachtviehmarktanlage stammte aus dem Jahr 1878. Er lag im Bereich des heutigen Gebirgsjägerplatzes. Damals lag der Komplex noch außerhalb des Stadtgebietes. Der auf einem Areal von 12 800 m2 stehende Schlachthof umfasste eine Großschlachthalle, zwei Schweinestechhallen, einen Pferde- und einen Kontumaz[1] schlachtraum, die verschiedenen Stallungen, Kuttelei und Häuteübernahmestellen. Im Verwaltungsgebäude waren Kanzlei und Dienstwohnungen. Ein Anbau beherbergte die Räume für die Trichinenbeschau, das bakterologische Laboratorium und das Laboratorium für Milchuntersuchungen. Im städtischen Schlachthof wurde in den 1930er Jahren jährlich 6000 Großrinder, 1 500 Kälber, 10 000 Schweine und 150 Pferde geschlachtet.
Auf dem Schlachthof angegliederten Fleischmarkt, dem eine Bodenfläche von 7 500 m2 zur Verfügung stand, wurden jährlich durchschnittlich 8 000 Kälber, 8 000 Schweine, 700 Schafe und Ziegen und 700 Lämmer und Kitze geschlachtet angeliefert.
Daneben gab es noch den Nutzviehmarkt, dem eine Bodenfläche von 10 000 m2 zur Verfügung stand. Mangels eines Schleppgeleises, musste der wöchentliche Viehtrieb über belebte Straßen geleitet werden, was mit zunehmenden Wohnungsbauten zu einer argen Unannehmlichkeit wurde. [2]
Dieser Schlachthof wurde etwa 1930 organisatorisch neu gegründet, um neue Absatzmärkte für die damals stagnierende Viehverwertung zu schaffen.
Der vierte und aktuelle Schlachthof: Vor dem Ende des Zweiten Weltkrieges übersiedelte bereits ein Teil des Schlachthofes nach Bergheim an seinen heutigen Standort, da der Schlachthofbetrieb im zunehmend dicht besiedelten Froschheim vielfach zum Ärgernis geworden war. 1950 tauschte die Stadt mit der Gemeinde Bergheim zur Sicherung seiner Viehverwertung das Gebiet des Schlachthofes gegen den flächenmäßig viel größeren Plainberg. Bereits 1951 wurde der Neubau des Schlachthofes in Bergheim im Salzburger Gemeinderat beschlossen, es sollten aber bis zur Umsetzung noch Jahre vergehen. Der Bau des neuen Schlachthofes wurde zunächst 1961 begonnen und erst 1968 das alte Schlachthofgelände am Gebirgsjägerplatz aufgelassen. Der Betrieb nächst dem Ortszentrum von Bergheim war stark erweitert und als moderner Bau neu errichtet worden.
Weblink
Quelle
Fußnoten
- ↑ Wikipedia.de/Kontumaz
- ↑ Das Buch der Stadt Salzburg: Städtische Betriebe, Unternehmungen und Anstalten (Bürgermeister-Stellvertreter Michael Dobler), 1932, Seite 147