Gletscher im Nationalpark Hohe Tauern: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 19. Dezember 2015, 10:16 Uhr
Dieser Artikel informiert über Gewässer und Gletscher im Nationalpark Hohe Tauern in allen drei Bundesländern.
Übersicht Gewässer
Die Landschaft wird von Wasser in Form von Gletschern, Gletscherbächen, Wasserfällen oder Gebirgsseen geprägt.
Der Nationalpark Hohe Tauern umfasst 279 Bäche, davon 57 Gletscherbäche, 26 bedeutende Wasserfälle (die weltberühmten Krimmler Wasserfälle stürzen in drei Stufen über 400 m in die Tiefe) sowie zehn Klammen.
Im Nationalpark Hohe Tauern gibt es 551 Seen mit einer Größe zwischen 27,03 ha und 35 m² Meter. Davon sind 131 mit einem amtlichen Namen versehen.
- Größter See: Kratzenbergsee im Hollersbachtal mit 27 ha
- Tiefster See: Schwarzsee, Lungau mit 56,8 m
- Höchstgelegener Seen: Eissee im Stubachtal am Hochfürlegg in 2 943 m ü. A.
- Periodische Seen: Schödersee, 1 450 m ü. A. im Großarltal
- Sandersee: im Vorfeld der Pasterze mit weitverzweigtem Rinnensystem und Deltabildung
| Bundelsand | Kernzone | Außenzone | Gesamt |
|---|---|---|---|
| Salzburg | 140 | 60 | 200 |
| Kärnten | 123 | 15 | 138 |
| Tirol | 122 | 91 | 213 |
| gesamt | 385 | 166 | 551 |
Gletscher
Etwa 130 km² des Nationalparks sind derzeit vergletschert. Die 342 Gletscher sind mit allen Gletschertypen vertreten und allgegenwärtige, visuell herausragende Landschaftselemente.
Der tiefstherabreichende Gletscher ist das Boggeneikees, der vom Teufelsmühlkees gespeist wird. Er reicht bis auf 1 750 m ü. A. herab. Eine Besonderheit sind die 126 Blockgletscher, davon 67 aktive in der Schobergruppe, eine auffallende Erscheinung des alpinen Permafrostes.
Auch heute kann die landschaftsformende Wirkung der Gletscher beobachtet werden.
Größter Gletscher der Ostalpen
Die Pasterze ist mit ihrer einer Länge von 7,5 km und einer Fläche von 18,5 km² (Zahlen 2002) der größte Gletscher der Ostalpen. Sie ist ein herausragendes Beispiel für einen alpinen Talgletscher in dessen Umgebung eiszeitliche Landschaftsformen und alle biologischen Sukzessionsstufen der Wiederbesiedelung des Gletschervorfeldes zu beobachten sind. Von besonderer Bedeutung ist die riesige, in ihrem Vorfeld durch Frostverwitterung und Kalklösung aus Kalkglimmerschiefern entstandene periglaziale Sanderfläche.
Quelle
- Basisdaten zum Nationalpark Hohe Tauern, PDF der Nationalpark-Verwaltung