Serpentinit: Unterschied zwischen den Versionen
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Auch die [[Axt vom Radhausberg]], ein Einzelfund aus der späten Jungsteinzeit, besteht aus Serpentin. | Auch die [[Axt vom Radhausberg]], ein Einzelfund aus der späten Jungsteinzeit, besteht aus Serpentin. | ||
==Architekturteile aus Serpentin== | ==Architekturteile aus Serpentin== | ||
In der [[Filialkirche | In der [[Filialkirche hl. Nikolaus]] in [[Bad Hofgastein]] wurde bereits im [[14. Jahrhundert]] die Kanzel aus Lungauer Serpentingestein gefertigt. Sie stammt aus der Zeit der Erbauung der Kirche und gilt als älteste ihrer Art. Im [[16. Jahrhundert]] kam Serpentin in der Architektur richtig in Mode. Viele Torgewände, vor allem im der [[Rauris]] und in der [[Gastein]], wurden damals aus dem grünen Stein verfertigt. Im letzten Viertel des [[18. Jahrhundert]]s wurde die Tradition der Serpentin-Steinbearbeitung wieder belebt. Aus dieser Zeit stammt als schönstes Beispiel das Badeschloss in Gastein, das [[1791]] errichtet wurde und bei dessen Bau auch bearbeiteter Serpentin in Form von Architekturteilen Verwendung fand. | ||
Bemühungen aus der Zeit um 1805 – 1810, um in der Gastein eine Serpentinindustrie zur Erzeugung von Geschirr und von Vasen zu schaffen, blieben ohne Erfolg. | Bemühungen aus der Zeit um 1805 – 1810, um in der Gastein eine Serpentinindustrie zur Erzeugung von Geschirr und von Vasen zu schaffen, blieben ohne Erfolg. | ||
In neuester Zeit kam ebenfalls in einer Kirche, nämlich in der Pfarrkirche Going in [[Tirol]], bearbeiteter Serpentin zum Einsatz. Der Salzburger Künstler [[Josef Zenzmaier]] [[1971]] hat dort Serpentin in Kombination mit Bronze als Material für die Gestaltung des Volksaltars gewählt. Auch der bildende Künstler [[Anton Thuswaldner]] hat für Skulpturen mehrfach Serpentin gewählt, wobei er bei der Auswahl seines Rohmaterials gerne auf ein Vorkommen in [[Osttirol]] zurückgreift. | In neuester Zeit kam ebenfalls in einer Kirche, nämlich in der Pfarrkirche Going in [[Tirol]], bearbeiteter Serpentin zum Einsatz. Der Salzburger Künstler [[Josef Zenzmaier]] [[1971]] hat dort Serpentin in Kombination mit Bronze als Material für die Gestaltung des Volksaltars gewählt. Auch der bildende Künstler [[Anton Thuswaldner]] hat für Skulpturen mehrfach Serpentin gewählt, wobei er bei der Auswahl seines Rohmaterials gerne auf ein Vorkommen in [[Osttirol]] zurückgreift. | ||
==Quellen== | ==Quellen== | ||
*Wolley, Alan R., Bishop, A. Clive, Hamilton W. Roger 1997: Der Kosmos-Steinführer, 8. Auflage, S. 124, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart | *Wolley, Alan R., Bishop, A. Clive, Hamilton W. Roger 1997: Der Kosmos-Steinführer, 8. Auflage, S. 124, Franckh-Kosmos Verlags-GmbH & Co., Stuttgart | ||