Judendorf: Unterschied zwischen den Versionen
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[[Datei:Judenhof Goldegg.jpg|thumb|Judenhof Goldegg]] | [[Datei:Judenhof Goldegg.jpg|thumb|Judenhof Goldegg]] | ||
[[Datei:Judendorf Fuschertal.jpg|thumb|Judendorf Fuscher Tal]] | [[Datei:Judendorf Fuschertal.jpg|thumb|Judendorf Fuscher Tal]] | ||
Im heutigen [[Salzburger Land]] existieren drei Örtlichkeiten mit dem Namen '''Judendorf''' , die uns an die Geschichte des [[Judentum]]s - und damit zusammenhängend – an alte Handelswege erinnern. | Im heutigen [[Salzburger Land]] existieren drei Örtlichkeiten mit dem Namen '''Judendorf bzw. Judenhof''' , die uns an die Geschichte des [[Judentum]]s - und damit zusammenhängend – an alte Handelswege erinnern. | ||
==Allgemeines== | ==Allgemeines== | ||
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[[Judendorf (Tamsweg)|Judendorf]] ist ein Ortsteil im Westen der [[Lungau]]er Marktgemeinde [[Tamsweg]]. | [[Judendorf (Tamsweg)|Judendorf]] ist ein Ortsteil im Westen der [[Lungau]]er Marktgemeinde [[Tamsweg]]. | ||
== | ==Der Judenhof in Goldegg== | ||
Der Judenhof in der Ortschaft March in [[Goldegg]] im [[Pongau]] ist ein adeliger Ansitz. Er liegt am Übergang von Goldegg nach Goldegg-Weng. Urkundlich wird er erstmals als ein erzbischöfliches Ritterlehen des Konrad Prünlinger im Jahr [[1429]] genannt: | :''Hauptartikel [[Judenhof (Goldegg)]] | ||
Der Judenhof in der Ortschaft [[March (Goldegg)|March]] in [[Goldegg]] im [[Pongau]] ist ein adeliger Ansitz. Er liegt am Übergang von Goldegg nach Goldegg-Weng. Urkundlich wird er erstmals als ein erzbischöfliches Ritterlehen des Konrad Prünlinger im Jahr [[1429]] genannt: ''Ain hof genannt datz Judendorf". Die Familie Prünlinger, eine Familie niederen ritterlichen Adels, blieb bis zum Aussterben im Mannesstamm im Jahr [[1553]] im Besitz des Gutes. Nachfolgend hatten das Gut verschiedene Familien im Beamtenadelsstand inne. Im [[17. Jahrhundert]] wurde der "Sitz Judendorf" Eigentum einer bäuerlichen Familie und damit wandelte sich nach Salzburger Brauch das bisherige Ritterlehen zum Beutellehen. Im [[18. Jahrhundert]] kam die Bezeichnung Judendorf ab und wandelte sich in Judenhof. | |||
==Judendorf im Fuscher Tal== | ==Judendorf im Fuscher Tal== | ||
An dem Wegstrang, der von der Fuscher Wegscheid durch das [[Fuscher Tal]] nach Norden Richtung Zell am See und weiter über das [[Saalachtal]] nach Salzburg führt, liegt ebenfalls ein Judendorf. Es besteht aus zwei Bauerngütern namens Vorder- und Hinterjudendorf, die früher auch Örtlehen und Vogllehen genannt wurden und liegt im vorderen nördlichen Teil des Fuscher Tales auf dem Westhang, etwa 20 m über der Talsohle. Dieses Judendorf gehört zur Gemeinde [[Fusch an der Großglocknerstraße]] und zwar zur sog. Zeller Fusch (Gerichtsbezirk Zell am See). Die frühere Landstraße verlief direkt am Judendorf, während die heutige Straße, die [[Großglockner Hochalpenstraße]], gerade und ohne Steigung am Fuß der kleinen Anhöhe vorbei führt. Die heutige Zufahrt von der Glocknerstraße nach Judendorf ist Teil der ehemaligen Landstraße. | An dem Wegstrang, der von der Fuscher Wegscheid durch das [[Fuscher Tal]] nach Norden Richtung Zell am See und weiter über das [[Saalachtal]] nach Salzburg führt, liegt ebenfalls ein Judendorf. Es besteht aus zwei Bauerngütern namens Vorder- und Hinterjudendorf, die früher auch Örtlehen und Vogllehen genannt wurden und liegt im vorderen nördlichen Teil des Fuscher Tales auf dem Westhang, etwa 20 m über der Talsohle. Dieses Judendorf gehört zur Gemeinde [[Fusch an der Großglocknerstraße]] und zwar zur sog. Zeller Fusch (Gerichtsbezirk Zell am See). Die frühere Landstraße verlief direkt am Judendorf, während die heutige Straße, die [[Großglockner Hochalpenstraße]], gerade und ohne Steigung am Fuß der kleinen Anhöhe vorbei führt. Die heutige Zufahrt von der Glocknerstraße nach Judendorf ist Teil der ehemaligen Landstraße. | ||
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== Bilder == | == Bilder == | ||
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
* "Judendörfer im Salzburgischen", Mitteilungen der | * "Judendörfer im Salzburgischen", [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]], Salzburg [[1960]], 5. Ergänzungsband, Festschrift zum 65. Geburtstag von [[Herbert Klein]], S. 631 | ||
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