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Stoiber gehörte der Freidenkerbewegung an und begann als Jugendlicher eine Tischlerlehre. Am [[3. Oktober]] [[1941]] kam der Befehl zum Einrücken. Stoiber war erst 19 Jahre jung. Politisch betätigte er sich in der kommunistischen Jugendgruppe, der auch [[Franz Ofner]] und [[Rosa Hofmann]] angehörten und leitete diese von Februar 1941 bis Oktober 1941 auch. 1942 wurde diese Gruppe jedoch zerschlagen und die Angehörigen verhaftet. | Stoiber gehörte der Freidenkerbewegung an und begann als Jugendlicher eine Tischlerlehre. Am [[3. Oktober]] [[1941]] kam der Befehl zum Einrücken. Stoiber war erst 19 Jahre jung. Politisch betätigte er sich in der kommunistischen Jugendgruppe, der auch [[Franz Ofner]] und [[Rosa Hofmann]] angehörten und leitete diese von Februar 1941 bis Oktober 1941 auch. 1942 wurde diese Gruppe jedoch zerschlagen und die Angehörigen verhaftet. | ||
| − | Stoiber war zunächst im [[Gefangenenhaus Salzburg|Gefangenenhaus]] des [[Landesgericht Salzburg|Landesgerichtes]] Salzburg interniert. Um den Verhör zu entgehen, stürzte er sich am [[24. April]] [[1942]] aus dem zweiten Stock des Stiegenhauses in die Tiefe, überlebte jedoch schwer verletzt. Nach seiner Genesung erfolgte am [[2. November]] desselben Jahres das Todesurteil, welches auf "Vorbereitung zum Hochverrat" lautet und am [[10. Juni]] [[1943]] in München-Stadelheim durch Köpfen durchgeführt wurde. | + | Stoiber war zunächst im [[Gefangenenhaus Salzburg|Gefangenenhaus]] des [[Landesgericht Salzburg|Landesgerichtes]] Salzburg interniert. Um den Verhör zu entgehen, stürzte er sich am [[24. April]] [[1942]] aus dem zweiten Stock des Stiegenhauses in die Tiefe, überlebte jedoch schwer verletzt. Nach seiner Genesung erfolgte am [[2. November]] desselben Jahres das Todesurteil, welches auf "Vorbereitung zum Hochverrat" lautet und am [[10. Juni]] [[1943]] in [[Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim]] durch Köpfen durchgeführt wurde. |
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Im Stadtteil [[Maxglan West]] ist der [[Ernst-Stoiber-Weg]] nach ihm benannt worden. | Im Stadtteil [[Maxglan West]] ist der [[Ernst-Stoiber-Weg]] nach ihm benannt worden. | ||
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
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Aktuelle Version vom 20. November 2024, 22:05 Uhr
Ernst-Paul Stoiber (* 10. Mai 1922 in der Stadt Salzburg; † 10. Juni 1943 in Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim, ermordet) war aus Salzburg deportiertes Opfer des Nationalsozialismus.
Leben
Stoiber gehörte der Freidenkerbewegung an und begann als Jugendlicher eine Tischlerlehre. Am 3. Oktober 1941 kam der Befehl zum Einrücken. Stoiber war erst 19 Jahre jung. Politisch betätigte er sich in der kommunistischen Jugendgruppe, der auch Franz Ofner und Rosa Hofmann angehörten und leitete diese von Februar 1941 bis Oktober 1941 auch. 1942 wurde diese Gruppe jedoch zerschlagen und die Angehörigen verhaftet.
Stoiber war zunächst im Gefangenenhaus des Landesgerichtes Salzburg interniert. Um den Verhör zu entgehen, stürzte er sich am 24. April 1942 aus dem zweiten Stock des Stiegenhauses in die Tiefe, überlebte jedoch schwer verletzt. Nach seiner Genesung erfolgte am 2. November desselben Jahres das Todesurteil, welches auf "Vorbereitung zum Hochverrat" lautet und am 10. Juni 1943 in Justizvollzugsanstalt München-Stadelheim durch Köpfen durchgeführt wurde.
Ehrungen
Im Stadtteil Maxglan West ist der Ernst-Stoiber-Weg nach ihm benannt worden.
Am 18. April 2013 wurde zum Andenken an Ernst-Paul Stoiber in der Fanny-von-Lehnert-Straße Nr. 6 ein Stolperstein verlegt.
Quellen
- Stolperstein: Ernst-Paul Stoiber
- Martin, Franz: Salzburger Straßennamen. Verzeichnis der Straßen, Gassen, Plätze, Wege, Brücken, Tore und Parks mit Erklärung ihrer Namen. 5., wesentlich überarbeitete Auflage von Leitner-Martin, Willa und Martin, Andreas. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 25. Ergänzungsband, Selbstverlag der Gesellschaft, Salzburg 2006