Kirche St. Laurentius Mauthausen (Piding): Unterschied zwischen den Versionen
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| − | Der Hochaltar im Stil des [[Rokoko]] stammt aus der Mitte des [[18. Jahrhundert]]s. Er zeigt in der Mitte die Figur des Kirchenpatrons | + | Der Hochaltar im Stil des [[Rokoko]] stammt aus der Mitte des [[18. Jahrhundert]]s. Er zeigt in der Mitte die Figur des Kirchenpatrons Laurentius von Rom aus dem [[16. Jahrhundert]]. Seitlich stehen links der hl. Sebastian und rechts der hl. Florian. Im Auszug ist die Steinigung des hl. Stephanus dargestellt. Die beiden Seitenaltäre sind einfache Arbeiten, die Architektur und Plastik in Malerei nachahmen. Am linken Altar ist Maria, am rechten Jesus am Kreuz zu sehen. An der Westseite befindet sich über dem Eingang eine hölzerne Empore, die mit [[1661]] datiert ist. Die Kirche wurde [[1986]] renoviert und ist tagsüber für Besucher geöffnet. |
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| + | Die St. Laurentiuskirche wird von anerkannten Kunsthistorikern zu den "''kunsthistorisch bedeutendsten Perlen des Rupertiwinkels''" gezählt. | ||
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Das Kirchlein ist umgeben von einem kleinen Friedhof auf dem vorwiegend Heimatvertriebene (vor allem aus dem Durchgangslager Piding) bestattet sind. Ein Denkmal erinnert an Gefallene und Vermisste. | Das Kirchlein ist umgeben von einem kleinen Friedhof auf dem vorwiegend Heimatvertriebene (vor allem aus dem Durchgangslager Piding) bestattet sind. Ein Denkmal erinnert an Gefallene und Vermisste. | ||
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| − | * Brugger | + | * Brugger, Walter; [[Heinz Dopsch|Dopsch, Heinz]]; Wild, Joachim(Hg.): ''Höglwörth. Das Augustiner-Chorherrenstift mit den Pfarreien Anger und Piding'', Salzburg 2008 |
* [[Andreas Hirsch]], Artikelgestaltung | * [[Andreas Hirsch]], Artikelgestaltung | ||
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Aktuelle Version vom 14. Januar 2026, 14:23 Uhr
Die Kirche St. Laurentius in Mauthausen befindet sich in der Gemeinde Piding im Rupertiwinkel in Bayern.
Allgemeines
Die Kirche steht am Rand einer Geländeterrasse, die ein nacheiszeitliches Hochufer des Flusses Saalach bildete. Von der Südseite der Kirche bietet sich ein malerischer Blick auf den Untersbergstock und das Lattengebirge. Die Kirche zählt zu den denkmalgeschützten Objekten in der Gemeinde.
Äußeres
Die Kirche wurde im romanischen Stil um 1200 vermutlich auf dem Platz eines Vorgängerbaus errichtet. An den Außenmauern aus Kalksteinquadern sind an der Süd- und Ostseite noch die originalen romanischen Fensteröffnungen zu erkennen, die später zugemauert wurden. Der obere verputzte Bereich der Fassade wurde bei der Errichtung des Gewölbes um 1500 aufgemauert. Das steile Holzschindeldach der Kirche trägt einen hölzernen Dachreiter.
Inneres
An Stelle einer flachen Holzdecke wurde um 1500 ein Gewölbe eingezogen. Die gotischen Gewölberippen sind im Chorraum noch erhalten. Im Langhaus wurden sie in der Zeit des Barock abgeschlagen und im 19. Jahrhundert in Malerei nachgeahmt. An den Wänden und am Gewölbe wurden 1951 bedeutende spätgotische Fresken entdeckt und freigelegt: Die Malereien im Chorraum entstanden um 1420 und zeigen unter anderem auf der linken Seite Jesus Christus als Schmerzensmann, eine Schutzmantelmadonna und den hl. Rupert von Salzburg (ehemaliger Bistums- und Landespatron). Hinter dem Hochaltar ist eine Anbetung der Heiligen Drei Könige zu sehen. Im Gewölbe des Chorraums ist Christus als Weltenrichter dargestellt, umgeben von den Symbolen für die vier Evangelisten Markus, Lukas, Matthäus und Johannes. Auf den Schlusssteinen sind Wappen angebracht. Unter anderem findet sich das Wappen des Augustinerchorherrenstifts Höglwörth mit den gekreuzten Schlüsseln (das Kloster war für die Seelsorge zuständig). An der Nordwand des Langhauses befinden sich beinahe lebensgroß dargestellt die 14 Nothelfer, welche um 1500 entstanden sind. Der unbekannte Maler hat hier den hl. Cyriakus weggelassen, dafür aber die Gruppe um die Heiligen Nikolaus und Leonhard erweitert.
Ausstattung
Der Hochaltar im Stil des Rokoko stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Er zeigt in der Mitte die Figur des Kirchenpatrons Laurentius von Rom aus dem 16. Jahrhundert. Seitlich stehen links der hl. Sebastian und rechts der hl. Florian. Im Auszug ist die Steinigung des hl. Stephanus dargestellt. Die beiden Seitenaltäre sind einfache Arbeiten, die Architektur und Plastik in Malerei nachahmen. Am linken Altar ist Maria, am rechten Jesus am Kreuz zu sehen. An der Westseite befindet sich über dem Eingang eine hölzerne Empore, die mit 1661 datiert ist. Die Kirche wurde 1986 renoviert und ist tagsüber für Besucher geöffnet.
Kunsthistorisches Kleinod
Die St. Laurentiuskirche wird von anerkannten Kunsthistorikern zu den "kunsthistorisch bedeutendsten Perlen des Rupertiwinkels" gezählt.
Friedhof für Heimatvertriebene
Das Kirchlein ist umgeben von einem kleinen Friedhof auf dem vorwiegend Heimatvertriebene (vor allem aus dem Durchgangslager Piding) bestattet sind. Ein Denkmal erinnert an Gefallene und Vermisste.
Bildergalerie
weitere Bilder
- Kirche St. Laurentius Mauthausen (Piding) – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Weblink
- Lage auf www.openstreetmap.org
Quellen
- Brugger, Walter; Dopsch, Heinz; Wild, Joachim(Hg.): Höglwörth. Das Augustiner-Chorherrenstift mit den Pfarreien Anger und Piding, Salzburg 2008
- Andreas Hirsch, Artikelgestaltung