Susanne Kerschbaumer (EZA): Unterschied zwischen den Versionen

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'''Susi Kerschbaumer''' (* [[29. Juni]] [[1976]]) ist EZA-Mitarbeiterin in Mosambik.
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'''Susanne ''Susi'' Kerschbaumer''' (* [[29. Juni]] [[1976]]) ist [[EZA]]-Mitarbeiterin in Mosambik.
  
 
==Vorgestellt==
 
==Vorgestellt==
Dass sie ein Faible für Afrika hat, ist unübersehbar: Schon zwischen [[1996]] und [[1999]] betreute Susi Kerschbaumer im Sommer Straßenkinder in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. [[1999]] gründete sie gemeinsam mit anderen den Verein Mathari Children Fund, Inc. (USA). Seit [[2001]] fungiert sie als ehrenamtliche Obfrau des Salzburger Vereins [[Panairobi]]. Beruflich war sie nach ihrem Studium vier Jahre Geschäftsführerin bei [[AMREF]] in [[Salzburg]], unter anderem bekannt durch die Benefiz-Laufevents für Ostafrika.
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Dass sie ein Faible für Afrika hat, ist unübersehbar: Schon zwischen [[1996]] und [[1999]] betreute Susi Kerschbaumer im Sommer Straßenkinder in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. [[1999]] gründete sie gemeinsam mit anderen den Verein Mathari Children Fund, Inc. (USA). Seit [[2001]] fungiert sie als ehrenamtliche Obfrau des Salzburger Vereins [[Panairobi]]. Beruflich war sie nach ihrem Studium vier Jahre Geschäftsführerin bei [[AMREF]] in der [[Stadt Salzburg]], unter anderem bekannt durch die Benefiz-Laufevents für Ostafrika.
  
Seit [[30. Juni]] [[2009]] ist Kerschbaumer nun für zwei Jahre in Mosambik - als Projektmitarbeiterin im Bereich Entwicklungszusammenarbeit (EZA): "Von unserem Büro in Beira aus managen wir vier Missionen am Land: Dort gibt es jeweils eine Gesundheitsstation, eine Volks- und Hauptschule und eine Landwirtschaft", sagt sie.
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Seit [[30. Juni]] [[2009]] ist Kerschbaumer nun für zwei Jahre in Mosambik - als Projektmitarbeiterin im Bereich Entwicklungszusammenarbeit (EZA): "''Von unserem Büro in Beira aus managen wir vier Missionen am Land: Dort gibt es jeweils eine Gesundheitsstation, eine Volks- und Hauptschule und eine Landwirtschaft''", sagt sie.
  
Beira, Mosambiks zweitgrößte Stadt (500.000 Einwohner), erinnert die Kommunikationswissenschafterin oft an Salzburg: "Auch dort habe ich ein Fahrrad und bin in 30 Minuten überall." Inhaltlich ist sie als Fundraiserin tätig: "Gemeinsam mit einer lokalen Mitarbeiterin fahre ich in die Dörfer, wir fragen die Leute, was sie brauchen. Daraus entwickeln wir dann Projekte." Ziel der Arbeit sei, dass auch Einheimische befähigt werden, solche Hilfsaktionen selbstständig durchzuführen. "Das Potenzial an Leuten wäre da, es fehlt eine entsprechende Ausbildung."
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Beira, Mosambiks zweitgrößte Stadt (500 000 Einwohner), erinnert die Kommunikationswissenschafterin oft an Salzburg: "''Auch dort habe ich ein Fahrrad und bin in 30 Minuten überall.''" Inhaltlich ist sie als Fundraiserin tätig: "''Gemeinsam mit einer lokalen Mitarbeiterin fahre ich in die Dörfer, wir fragen die Leute, was sie brauchen. Daraus entwickeln wir dann Projekte''." Ziel der Arbeit sei, dass auch Einheimische befähigt werden, solche Hilfsaktionen selbstständig durchzuführen. "''Das Potenzial an Leuten wäre da, es fehlt eine entsprechende Ausbildung.''"
  
So wie Kerschbaumer überhaupt findet, dass Europa Afrika auf Augenhöhe gegenübertreten solle, weil man viel von den Afrikanern lernen könne: "Man kann mit Improvisieren, Optimismus, positivem Denken und Kreativität vieles schaffen." In Afrika werde man automatisch gelassener und sei "zufrieden, mit dem, was man hat, und weiß menschliche Beziehungen zu schätzen, nur die geben dauerhaft Sicherheit".
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So wie Kerschbaumer überhaupt findet, dass Europa Afrika auf Augenhöhe gegenübertreten solle, weil man viel von den Afrikanern lernen könne: "''Man kann mit Improvisieren, Optimismus, positivem Denken und Kreativität vieles schaffen.''" In Afrika werde man automatisch gelassener und sei "''zufrieden, mit dem, was man hat, und weiß menschliche Beziehungen zu schätzen, nur die geben dauerhaft Sicherheit.''"
  
In Mosambik wird Kerschbaumer noch bis Oktober [[2011]] bleiben, was danach kommt, ist noch nicht fix: "Aber irgendwie zieht es mich in meine zweite Heimat Kenia", sagt sie. Dort hat Kerschbaumer [[2010]] auch eine ihrer fünf Urlaubswochen verbracht: "Wir haben im Matahare-Slum in Nairobi ein Center eröffnet." Dort wird für 130 ehemalige Straßenkinder Förderunterricht angeboten und Schulgeld finanziert.
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In Mosambik wird Kerschbaumer noch bis Oktober [[2011]] bleiben, was danach kommt, ist noch nicht fix: "''Aber irgendwie zieht es mich in meine zweite Heimat Kenia''", sagt sie. Dort hat Kerschbaumer [[2010]] auch eine ihrer fünf Urlaubswochen verbracht: "''Wir haben im Matahare-Slum in Nairobi ein Center eröffnet''." Dort wird für 130 ehemalige Straßenkinder Förderunterricht angeboten und Schulgeld finanziert.
  
Was ihr ehren- und ihr hauptamtliches Engagement verbindet, ist auch die Bekämpfung von AIDS, das in Mosambik wie in Kenia ein wichtiges Thema ist – bei dem es aber erste Erfolge zu verzeichnen gibt: "In der Stadt Mangunde in Mosambik haben wir erreicht, dass kein Baby einer HIV-positiven Schwangeren mehr mit dem Virus angesteckt wird."
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Was ihr ehren- und ihr hauptamtliches Engagement verbindet, ist auch die Bekämpfung von AIDS, das in Mosambik wie in Kenia ein wichtiges Thema ist – bei dem es aber erste Erfolge zu verzeichnen gibt: "''In der Stadt Mangunde in Mosambik haben wir erreicht, dass kein Baby einer HIV-positiven Schwangeren mehr mit dem Virus angesteckt wird.''"
  
 
==Quelle==
 
==Quelle==
* Salzburger Nachrichten (Stefan Veigl)
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* [[Salzburger Nachrichten]], ein Beitrag von [[Stefan Veigl]]
  
[[Kategorie:Person|Kerschbaumer, Susi]]
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{{SORTIERUNG: Kerschbaumer (EZA), Susanne}}
[[Kategorie:Salzburger des Tages|Kerschbaumer, Susi]]
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[[Kategorie:Person]]
[[Kategorie:Frauen|Kerschbaumer, Susi]]
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[[Kategorie:Salzburger des Tages]]
[[Kategorie:Soziales|Kerschbaumer, Susi]]
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[[Kategorie:Geboren 1976]]
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[[Kategorie:Gesellschaft]]
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[[Kategorie:Ausgroaste]]

Aktuelle Version vom 23. November 2020, 21:45 Uhr

Susi Kerschbaumer

Susanne Susi Kerschbaumer (* 29. Juni 1976) ist EZA-Mitarbeiterin in Mosambik.

Vorgestellt

Dass sie ein Faible für Afrika hat, ist unübersehbar: Schon zwischen 1996 und 1999 betreute Susi Kerschbaumer im Sommer Straßenkinder in der kenianischen Hauptstadt Nairobi. 1999 gründete sie gemeinsam mit anderen den Verein Mathari Children Fund, Inc. (USA). Seit 2001 fungiert sie als ehrenamtliche Obfrau des Salzburger Vereins Panairobi. Beruflich war sie nach ihrem Studium vier Jahre Geschäftsführerin bei AMREF in der Stadt Salzburg, unter anderem bekannt durch die Benefiz-Laufevents für Ostafrika.

Seit 30. Juni 2009 ist Kerschbaumer nun für zwei Jahre in Mosambik - als Projektmitarbeiterin im Bereich Entwicklungszusammenarbeit (EZA): "Von unserem Büro in Beira aus managen wir vier Missionen am Land: Dort gibt es jeweils eine Gesundheitsstation, eine Volks- und Hauptschule und eine Landwirtschaft", sagt sie.

Beira, Mosambiks zweitgrößte Stadt (500 000 Einwohner), erinnert die Kommunikationswissenschafterin oft an Salzburg: "Auch dort habe ich ein Fahrrad und bin in 30 Minuten überall." Inhaltlich ist sie als Fundraiserin tätig: "Gemeinsam mit einer lokalen Mitarbeiterin fahre ich in die Dörfer, wir fragen die Leute, was sie brauchen. Daraus entwickeln wir dann Projekte." Ziel der Arbeit sei, dass auch Einheimische befähigt werden, solche Hilfsaktionen selbstständig durchzuführen. "Das Potenzial an Leuten wäre da, es fehlt eine entsprechende Ausbildung."

So wie Kerschbaumer überhaupt findet, dass Europa Afrika auf Augenhöhe gegenübertreten solle, weil man viel von den Afrikanern lernen könne: "Man kann mit Improvisieren, Optimismus, positivem Denken und Kreativität vieles schaffen." In Afrika werde man automatisch gelassener und sei "zufrieden, mit dem, was man hat, und weiß menschliche Beziehungen zu schätzen, nur die geben dauerhaft Sicherheit."

In Mosambik wird Kerschbaumer noch bis Oktober 2011 bleiben, was danach kommt, ist noch nicht fix: "Aber irgendwie zieht es mich in meine zweite Heimat Kenia", sagt sie. Dort hat Kerschbaumer 2010 auch eine ihrer fünf Urlaubswochen verbracht: "Wir haben im Matahare-Slum in Nairobi ein Center eröffnet." Dort wird für 130 ehemalige Straßenkinder Förderunterricht angeboten und Schulgeld finanziert.

Was ihr ehren- und ihr hauptamtliches Engagement verbindet, ist auch die Bekämpfung von AIDS, das in Mosambik wie in Kenia ein wichtiges Thema ist – bei dem es aber erste Erfolge zu verzeichnen gibt: "In der Stadt Mangunde in Mosambik haben wir erreicht, dass kein Baby einer HIV-positiven Schwangeren mehr mit dem Virus angesteckt wird."

Quelle