Stiftsbäckerei St. Peter: Unterschied zwischen den Versionen

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Die ''' Stiftsbäckerei St. Peter ''' ist der älteste durchgehend betriebene [[Salzburger Bäcker|Bäckereibetrieb]] Salzburgs und befindet sich im [[Mühlenhof der Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Mühlenhof]] im [[St.-Peter-Bezirk]] in der [[Salzburger Altstadt]].  
  
==Geschichte==
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== Geschichte ==
Die Bäckerei des [[Erzstift St. Peter|Erzstifts St. Peter]] ist noch heute in Betrieb, wenn auch der Mühlenbetrieb vor Ort bereits 1966 eingestellt wurde (die Bäckerei bezieht das Mehl aus der [[Stifts- und Salzachmühle St. Peter]]).  
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Die Bäckerei der [[Benediktiner-Erzabtei St. Peter]] steht für etwa 700 Jahre Bäckerhandwerk im Zentrum der Salzburger Altstadt. Das erste Schriftzeugnis bezüglich der ältesten Bäckerei Salzburgs am Kapitelplatz stammt aus dem [[12. Jahrhundert]].<ref>Quelle [https://www.salzburg.info/de/kulinarik-shopping/traditionsbetriebe/stiftsbaeckerei-st-peter www.salzburg.info], abgefragt am 4. Oktober 2018</ref> Vermutlich haben die Mönche von St. Peter schon seit der Klostergründung Brot gebacken. Der Betrieb des Mühlrades und die Vermahlung von Getreide sind aber erst mit [[1160]] gesichert. Und ist somit die älteste Bäckerei Salzburgs. <ref>Quelle [https://www.salzburg.info/de/magazin/schauplaetze/der-salzburger-taeglich-brot_a_276016 www.salzburg.info/de/magazin], abgefragt am 4. Oktober 2018</ref>
  
==Mühle==
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[[Datei:Stiftsbäckerei St. Peter 03.JPG|thumb|In der Stiftsbäckerei.]]
Bis zur Einstellung des Mühlenbetriebs sorgte eine Francis-Turbine<ref>siehe [http://de.wikipedia.org/wiki/Francis-Turbine Wikipedia Deutschland Francis-Turbine]</ref>, mit dem Wasser des [[Almkanal]]s betrieben, für die nötige Energie.
 
  
==Das Wasserrad==
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[[1455]] wurde sie durch einen [[Brände Stadt Salzburg|Brand]] zerstört. [[Äbte der Benediktiner-Erzabtei St. Peter|Abt]] [[Wolfgang Walcher]] errichtete daraufhin einen Neubau, der noch heute steht.<ref>* [[Adolf Hahnl|Hahnl, Adolf]]: ''St. Peter und die Stadt Salzburg'', in: ''Das älteste Kloster im deutschen Sprachraum - St. Peter in Salzburg''. [[St. Peter in Salzburg|Katalog zur]]  3. [[Landesausstellung]] 15. Mai–26. Oktober 1982, Red.: [[Heinz Dopsch]] und [[Roswitha Juffinger]] (Salzburg 1982) S. 46.</ref>
Ein Wasserrad am Almkanal ist noch neben der Stiftsbäckerei  in Betrieb. Es handelt sich dabei um ein so genanntes ''Oberschlächtiges'' Wasserrad, das die Kraftwerksnummer 15 am Almkanal trägt. Der Raddurchmesser beträgt vier Meter, die Breite zwei Meter und es macht sechs Umdrehungen in der Minute. Die Leistung beträgt 10 kWh bei einem Verbrauch von 400 l/sec.
 
  
[[Franz Grabmer]], Müller- und Bäckermeister sowie ehemaliger Geschäftsführer der ''Stifts- und Salzachmühle St. Peter'', heute Pächter der Stiftsbäckerei, erfüllte sich seinen Wunsch, in dem er [[2007]] dieses Wasserad neu errichten ließ und damit wieder Strom für die Bäckerei erzeugt.
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[[Datei:Stiftsbäckerei St. Peter 01.JPG|thumb|In der Stiftsbäckerei.]]
  
==Weblink==
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[[Datei:Stiftsbäckerei St. Peter Mühlrad.JPG|thumb|Das durch das Wasser des [[Stiftsarmstollen]]s des [[Almkanal]]s angetriebene Mühlrad der Stiftsbäckerei St. Peter im Hof vor der Bäckerei.]]
* [http://members.aon.at/stiftsbaeckerei/html/ über die Stiftsbäckerei]
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Bis [[1966]] erhielt sie das Mehl aus der [[Pfistermühle St. Peter]], die sich neben der Bäckerei befand. Seither wird sie von der [[Stifts- und Salzachmühle St. Peter]] beliefert. Seit [[2007]] ist [[Franz Grabmer junior]] Pächter der Stiftsbäckerei St. Peter.
  
==Fußnoten==
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=== Mühlrad ===
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Seit [[2010]] vermahlt die Stiftsbäckerei das Roggenmehl vor Ort wieder selbst und nutzt dazu den Strom aus der Wasserkraft. Franz Grabmer hat damals 120&nbsp;000 Euro investiert, um am Almkanal neben der Bäckerei ein Kleinkraftwerk zu betreiben, das - so wie früher - durch ein hölzernes Mühlenrad angetrieben wird. Mit dem Wasserrad werden jährlich etwa 90&nbsp;000 Kilowattstunden Strom erzeugt, zwei Drittel davon wird ins Netz eingespeist und versorgt etwa 20 Haushalte. Ein Drittel wird zum Mahlen von Getreide in der Bäckerei verwendet. Nach zwölf Jahren ist das Mühlrad morsch geworden und es funktionierte nicht mehr. [[2018]] wurde das Wasserrad um EUR 30&nbsp;000 bis 35&nbsp;000 erneuert. <ref>Quelle [[Salzburger Nachrichten]]|18. Dezember 2018</ref>
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[[Datei:Stiftsbäckerei St. Peter 04.JPG|thumb|In der Stiftsbäckerei.]]
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=== Hausbrunnen ===
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Es gibt auch einen alten [[Hausbrunnen (Stiftsbäckerei St. Peter)|Hausbrunnen]].
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[[Datei:Stiftsbäckerei St. Peter 05.JPG|thumb|Eingangsbereich]]
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== Produkte ==
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Charakteristisch für die Produkte der Stiftsbäckerei sind Mehl aus der Stifts- und Salzachmühle St. Peter Holz aus den Wäldern der Erzabtei St. Peter, Energie aus dem [[Almkanal]] und ein altes Gewölbe, das kein Museum ist, sondern in dem - sowie früher üblich - sich Verkaufslokal und Backstube in einem einzigen Raum befinden. 
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Das Hauptprodukt der Stiftsbäckerei ist Schwarzbrot aus Natursauerteig. Dieser wird schon am Vortag angesetzt und entwickelt das typische Aroma, das man beim Betreten der Bäckerei sofort wahrnimmt. Dazu kommt am nächsten Morgen nur Roggenmehl, Wasser und Salz. Sonst nichts. Das Brot wird dann in einem mit Holz befeuerten Ofen gebacken. Im Backofen wird Holz vorher abgebrannt, dann werden die Glut und Asche entfernt. Zuletzt wird das Brot "eingeschossen" und dort gebacken, wo zuerst geheizt worden ist.
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Es werden Laibe (rund) in den Größen  ein halbes, ein und zwei Kilogramm hergestellt, Wecken (länglich) in der Größe von einem Kilogramm.
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Schwarzbrot aus Natursauerteig, hierorts auch ''St.-Peterer-Brot'' genannt, entwickelt erst nach 24 Stunden seine typische Konsistenz und den typischen Geschmack; es lässt sich über viele Tage hinweg genießen. Brot vom Vortag, das mitunter übrig bleibt, ist für den Verzehr sogar besser geeignet als das Ofenfrische. Der Sauerteig schützt es auf natürliche Weise vor frühzeitiger Schimmelbildung. Deswegen ist es bei Einheimischen und bei Reisenden gleichermaßen beliebt.
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== Adresse ==
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:''Stiftsbäckerei St. Peter''
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:''[[Kapitelplatz]] 8''
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:''5020 Salzburg''
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:''Telefon: (06 62) 84 78 98''
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:''[[Bürotechnik einst und jetzt#Telefax hält Einzug|Telefax]]: (06 62) 84 13 32  4''
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:''E-Mail: stiftsbaeckerei@aon.at''
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== Weblink ==
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* [https://www.stift-stpeter.at/de/wirtschaft/index.asp?dat=Stiftsbaeckerei www.stift-stpeter.at über die Stiftsbäckerei]
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* [https://redaktion42.com/2014/07/10/stiftsbackerei-st-peter-salzburgs-alteste-backerei/ redaktion42.com] ''Stiftsbäckerei St. Peter – Salzburgs älteste Bäckerei''
  
==Quellen==
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== Quellen ==
* Internet
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* [https://www.almkanal.at/projekt-stiftsmuehle.html www.almkanal.at]
 
* Schautafel
 
* Schautafel
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* [[SALZBURGWIKI]]-Artikel [[Wolfgang Walcher]]
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== Einzelnachweise ==
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Aktuelle Version vom 3. Februar 2025, 14:58 Uhr

In der Stiftsbäckerei.

Die Stiftsbäckerei St. Peter ist der älteste durchgehend betriebene Bäckereibetrieb Salzburgs und befindet sich im Mühlenhof im St.-Peter-Bezirk in der Salzburger Altstadt.

Geschichte

Die Bäckerei der Benediktiner-Erzabtei St. Peter steht für etwa 700 Jahre Bäckerhandwerk im Zentrum der Salzburger Altstadt. Das erste Schriftzeugnis bezüglich der ältesten Bäckerei Salzburgs am Kapitelplatz stammt aus dem 12. Jahrhundert.[1] Vermutlich haben die Mönche von St. Peter schon seit der Klostergründung Brot gebacken. Der Betrieb des Mühlrades und die Vermahlung von Getreide sind aber erst mit 1160 gesichert. Und ist somit die älteste Bäckerei Salzburgs. [2]

 
In der Stiftsbäckerei.

1455 wurde sie durch einen Brand zerstört. Abt Wolfgang Walcher errichtete daraufhin einen Neubau, der noch heute steht.[3]

 
In der Stiftsbäckerei.
 
Das durch das Wasser des Stiftsarmstollens des Almkanals angetriebene Mühlrad der Stiftsbäckerei St. Peter im Hof vor der Bäckerei.

Bis 1966 erhielt sie das Mehl aus der Pfistermühle St. Peter, die sich neben der Bäckerei befand. Seither wird sie von der Stifts- und Salzachmühle St. Peter beliefert. Seit 2007 ist Franz Grabmer junior Pächter der Stiftsbäckerei St. Peter.

Mühlrad

Seit 2010 vermahlt die Stiftsbäckerei das Roggenmehl vor Ort wieder selbst und nutzt dazu den Strom aus der Wasserkraft. Franz Grabmer hat damals 120 000 Euro investiert, um am Almkanal neben der Bäckerei ein Kleinkraftwerk zu betreiben, das - so wie früher - durch ein hölzernes Mühlenrad angetrieben wird. Mit dem Wasserrad werden jährlich etwa 90 000 Kilowattstunden Strom erzeugt, zwei Drittel davon wird ins Netz eingespeist und versorgt etwa 20 Haushalte. Ein Drittel wird zum Mahlen von Getreide in der Bäckerei verwendet. Nach zwölf Jahren ist das Mühlrad morsch geworden und es funktionierte nicht mehr. 2018 wurde das Wasserrad um EUR 30 000 bis 35 000 erneuert. [4]

 
In der Stiftsbäckerei.

Hausbrunnen

Es gibt auch einen alten Hausbrunnen.

 
Eingangsbereich

Produkte

Charakteristisch für die Produkte der Stiftsbäckerei sind Mehl aus der Stifts- und Salzachmühle St. Peter Holz aus den Wäldern der Erzabtei St. Peter, Energie aus dem Almkanal und ein altes Gewölbe, das kein Museum ist, sondern in dem - sowie früher üblich - sich Verkaufslokal und Backstube in einem einzigen Raum befinden.

Das Hauptprodukt der Stiftsbäckerei ist Schwarzbrot aus Natursauerteig. Dieser wird schon am Vortag angesetzt und entwickelt das typische Aroma, das man beim Betreten der Bäckerei sofort wahrnimmt. Dazu kommt am nächsten Morgen nur Roggenmehl, Wasser und Salz. Sonst nichts. Das Brot wird dann in einem mit Holz befeuerten Ofen gebacken. Im Backofen wird Holz vorher abgebrannt, dann werden die Glut und Asche entfernt. Zuletzt wird das Brot "eingeschossen" und dort gebacken, wo zuerst geheizt worden ist.

Es werden Laibe (rund) in den Größen ein halbes, ein und zwei Kilogramm hergestellt, Wecken (länglich) in der Größe von einem Kilogramm.

Schwarzbrot aus Natursauerteig, hierorts auch St.-Peterer-Brot genannt, entwickelt erst nach 24 Stunden seine typische Konsistenz und den typischen Geschmack; es lässt sich über viele Tage hinweg genießen. Brot vom Vortag, das mitunter übrig bleibt, ist für den Verzehr sogar besser geeignet als das Ofenfrische. Der Sauerteig schützt es auf natürliche Weise vor frühzeitiger Schimmelbildung. Deswegen ist es bei Einheimischen und bei Reisenden gleichermaßen beliebt.

Adresse

Stiftsbäckerei St. Peter
Kapitelplatz 8
5020 Salzburg
Telefon: (06 62) 84 78 98
Telefax: (06 62) 84 13 32 4
E-Mail: stiftsbaeckerei@aon.at

Weblink

Quellen

Einzelnachweise

  1. Quelle www.salzburg.info, abgefragt am 4. Oktober 2018
  2. Quelle www.salzburg.info/de/magazin, abgefragt am 4. Oktober 2018
  3. * Hahnl, Adolf: St. Peter und die Stadt Salzburg, in: Das älteste Kloster im deutschen Sprachraum - St. Peter in Salzburg. Katalog zur 3. Landesausstellung 15. Mai–26. Oktober 1982, Red.: Heinz Dopsch und Roswitha Juffinger (Salzburg 1982) S. 46.
  4. Quelle Salzburger Nachrichten|18. Dezember 2018