Marienkapelle (St.-Veits-Kapelle): Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 17. November 2018, 12:28 Uhr
Die Marienkapelle (St.-Veits-Kapelle[1]) ist eines der ältesten gotischen[2] Gebäude in der Altstadt von Salzburg.
Lage
Sie befindet sich in der Erzabtei St. Peter in der Stiftskirche zum hl. Petrus im Bereich der Klosteranlage.
Geschichte
Als eines der ältesten romanischen Bauwerke Salzburgs entstand sie 1130 und wurde als Marienkapelle geweiht. 1319, nach einem frühgotischen Ausbau fand eine neuerliche Weihe zu Ehren des hl. Veit statt. Seit Mitte des 20. Jahrhunderts aber wird sie wieder Marienkapelle genannt.[2]
Zwischen 1952 und 1956 ließ Abt Jakob Reimer die Veitskapelle mit nachexpressionistischen Wandmalereien von Lydia Roppolt versehen. Damals angefeindet, heute ein leider viel zu selten zugängliches Gesamtkunstwerk[3].
Unter dem stark erhöhten Chor befindet sich die Konventgruft, in der mehrere Äbte des 16. Jahrhunderts begraben liegen. Hier liegt auch Abt Johann IV. von Staupitz († 1524) begraben, der einst der Ordensobere (als ehemaliger Augustiner) von Martin Luther war[4].
Freskenreste der Darstellung der hl. Katharina, der hl. Barbara, des hl. Vitus und eines Apostels hinter dem Hochaltar stammen noch aus der Erbauungszeit. Die Statue der hl. Maria mit dem Kind stammt ebenfalls aus 1319 und ist das älteste Stück der aus Gussstein[5] gearbeiteten Plastiken in Salzburg.
Gräber
- Matthäus Weiss (* 1589 in Elchingen, Schwaben; † 1638 in Salzburg), zweiter Rektor der Benediktineruniversität Salzburg
Bildergalerie
Quelle
- Franz Martin: Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst, S. 70, 75, Salzburg 1952, Verlag "Das Bergland-Buch"
Fußnote
- ↑ laut Dr. Franz Martin in Salzburg, ein Führer durch seine Geschichte und Kunst, S. 70, soll es jedoch umgekehrt gewesen sein: früher Marienkapelle
- ↑ 2,0 2,1 Quelle: Franz Fuhrmann: Die Baugeschichte von Kirche und Kloster, in St. Peter in Salzburg, Seite 174
- ↑ Quelle User hannes
- ↑ Johann Sallaberger: Abt Johann v. Staupitz (1522 - 1524), Luthers einstiger Vorgesetzter und Freund, in: St. Peter in Salzburg, Seite 91ff
- ↑ siehe Lexikon