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Version vom 15. Oktober 2008, 18:30 Uhr
Das Badergäßchen ist eine kleine Gasse in der Altstadt von Salzburg.
Benennung
Ursprünglich hieß die Gegend dort "in der Zell", vermutlich weil dieser damals außerhalb der Tore gelegene Teil der befestigten Stadt mit der alten Blasiuskapelle als Mittelpunkt, bis zu Beginn des 14. Jahrhunderts zu einer Niederlassung des Klosters Admont gehörte.
Das Gässchen erhielt seinen Namen nach dem sich hier einst befindlichen Seelen- oder Armenbad des Bürgerspitals, dessen Anlage durch den nahen Almkanal ermöglicht wurde.
Da die absichtliche Namensgebung bei Straßen erst Mitte des 19. Jahrhunderts aufgegriffen wurde und das Badergässchen wohl schon in der Zeit davor so genannt wurde, liegen keine Angaben einer offiziellen Beschlussfassung zur Namensgebung vor. Interessant ist die Tatsache, dass das Gässchen laut dem Magistrat (entgegen jeder Rechtschreibregelung) mit "ß" geschrieben wird.
Lage und Verlauf
Das kurze Badergässchen liegt in der Altstadt zwischen der Griesgasse und der Getreidegasse. Es verläuft als Verbindungsweg von der Münzgasse zum Sterngässchen und mündet in die Getreidegasse.
Quelle
- Magistrat der Stadt Salzburg
- Josef Hübl Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, 1974
- Martin, Franz: Salzburger Straßennamen. Verzeichnis der Straßen, Gassen, Plätze, Wege, Brücken, Tore und Parks mit Erklärung ihrer Namen. 5., wesentlich überarbeitete Auflage von Leitner-Martin, Willa und Martin, Andreas. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 25. Ergänzungsband, Selbstverlag der Gesellschaft, Salzburg 2006