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Version vom 22. September 2008, 06:57 Uhr
Giovanni Antonio Daria ( * 1630; † 8. März 1702 in St. Florian, Oberösterreich) war ein italienischer Architekt, Steinschneider und Steinmetzmeister, der in Österreich tätig war.
Leben
Die erste Erwähnung einer Tätigkeit von Daria in Salzburg findet sich 1659. Vermutlich leitete er aber bereits seit 1656 den Bau des Residenzbrunnens. Dabei zeigt sich auch der der formale Zusammenhang mit Werken von Berninis in Rom (Triton- und Vierströmebrunnen), was auf einen längeren Aufenthalt oder Ausbildung Darias in Rom schließen lässt.
Als Nachfahre von Dombaumeister Santino Solari stand dann Daria mehr als zwei Jahrzehnte in Diensten der Salzburger Erzbischöfe.
Werke
- Pflasterung der vier Domkapellen (1659/60)
- Errichtung der Dombögen 1658 bis 1663 erbaut als bauliche Verbindung zwischen Dom und Erzstift St. Peter und in weiterer Verlängerung mit der Residenz
- Seitenschiffaltäre (1668 bis 1671) im Dom
- Erentrudbrunnen (1667) im Stift Nonnberg
- 1671 bis 1674 entstand nach den Dombögen mit der Wallfahrtskirche Maria Plain eines seiner Hauptwerke
Die Schlichtheit seiner Werke und die Orientierung an vorherigen Objekten (z.B. Dom) zeigen Darias konservative Einstellung. Die für die oberitalienischen Künstler in Salzburg zunehmend ungünstigen Zeiten hatten auch für Daria Folgen: 1675 blieb seine Bewerbung um das Hofmaurermeisteramt erfolglos. Er ging 1686 ims Stift St. Florian in Oberösterreich, wo er drei Jahre lang als Werkmeister die Steinmetzen in der Schlosskapelle zu Marbach beaufsichtigte. In St. Florian entstanden unter seiner Leitung Seitenaltäre, Marmorportale in den Kapellen-Durchgängen und das Wappenschild von Propst David am Hochaltar der Stiftskirche.
Nach erster Ehe mit Francesca Garuo Allio aus Scaria, heiratete er 1689 Eva Katharina Gruber aus St. Florian, mit der er zwei Kinder hatte und eine Gastwirtschaft betrieben haben soll.
In Salzburg erinnert eine nach ihm benannte Gasse an Daria.