Gillmeria ochrodactyla: Unterschied zwischen den Versionen
MK (Diskussion | Beiträge) (Die Seite wurde neu angelegt) |
Remora (Diskussion | Beiträge) K |
||
| Zeile 1: | Zeile 1: | ||
| − | '''Gillmeria ochrodactyla''' (''Alucita ochrodactyla'' [Denis & Schiffermüller], 1775) ist eine Art aus der Ordnung [[Lepidoptera]], Familie [[Pterophoridae]]. | + | '''Gillmeria ochrodactyla''' (''Alucita ochrodactyla'' [Denis & Schiffermüller], 1775) ist eine Art aus der [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] [[Lepidoptera]], [[Glossar Biologie#F|Familie]] [[Pterophoridae]]. |
==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie== | ==Verbreitung, Lebensraum und Phänologie== | ||
| − | ''G. ochrodacytla'' wird von Mitterberger (1909) von mehreren Fundorten in den Zonen Ia ([[Stadt Salzburg]]), II ([[Nördliche Kalkalpen]]) und IV ([[Zentralalpen]]) angegeben (Zoneneinteilung nach Embacher et al. 2011), der bislang letzte Fund datiert vom 17.7.1948 aus dem [[Stubachtal]] durch Feichtenberger. Seither wurde die Art in Salzburg nicht mehr aufgefunden. Die Höhenverbreitung im Land ist von rund 400 bis 1900 m belegt, über den natürlichen Lebensraum der Art im Land ist aber nichts bekannt (Kurz & Kurz 2017). Nach Gielis (1996) lebt die Art in Europa an Straßenrändern, in Waldgebieten und entlang von Bächen. Die Tiere fliegen in einer Generation im Jahr von Juni bis August (Kurz & Kurz 2017). | + | ''G. ochrodacytla'' wird von Mitterberger (1909) von mehreren Fundorten in den Zonen Ia ([[Stadt Salzburg]]), II ([[Nördliche Kalkalpen]]) und IV ([[Zentralalpen]]) angegeben (Zoneneinteilung nach Embacher et al. 2011), der bislang letzte Fund datiert vom 17.7.1948 aus dem [[Stubachtal]] durch [[Erich Feichtenberger|Feichtenberger]]. Seither wurde die Art in Salzburg nicht mehr aufgefunden. Die Höhenverbreitung im Land ist von rund 400 bis 1900 m belegt, über den natürlichen Lebensraum der Art im Land ist aber nichts bekannt (Kurz & Kurz 2017). Nach Gielis (1996) lebt die Art in Europa an Straßenrändern, in Waldgebieten und entlang von Bächen. Die Tiere fliegen in einer Generation im Jahr von Juni bis August (Kurz & Kurz 2017). |
==Biologie und Gefährdung== | ==Biologie und Gefährdung== | ||
| − | Über die Biologie der Imagines oder die Entwicklungsstadien der Art ist aus Salzburg nichts bekannt. Die Raupen fressen nach Gielis (1996) in den zentralen Trieben von ''Tanacetum''-Arten, besonders ''[[Tanacetum vulgare]]'' (Rainfarn). Die Ursache für das | + | Über die Biologie der [[Glossar Biologie#I|Imagines]] oder die Entwicklungsstadien der Art ist aus Salzburg nichts bekannt. Die Raupen fressen nach Gielis (1996) in den zentralen Trieben von ''Tanacetum''-Arten ([[Wucherblumen]]), besonders ''[[Tanacetum vulgare]]'' (Rainfarn). Die Ursache für das Verschwinden von ''G. ochrodactyla'' in Salzburg ist nicht bekannt, die Art wurde bisher allerdings auch nicht gezielt gesucht. |
==Weiterführende Informationen== | ==Weiterführende Informationen== | ||
| Zeile 21: | Zeile 21: | ||
{{Quelle Embacher et al.}} | {{Quelle Embacher et al.}} | ||
*Gielis, C. 1996. Pterophoridae. In: Huemer, P., O. Karsholt & L. Lyneborg (eds.). Microlepidoptera of Europe, vol. 1, Apollo Books, 222 p. | *Gielis, C. 1996. Pterophoridae. In: Huemer, P., O. Karsholt & L. Lyneborg (eds.). Microlepidoptera of Europe, vol. 1, Apollo Books, 222 p. | ||
| − | *Kurz, M. A. & M. E. | + | *[[Marion Kurz|Kurz, M. A.]] & [[Michael Kurz|Kurz, M. E.]] 2000–2017. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 04 Dezember 2017]. |
| − | *Mitterberger, K. 1909. Verzeichnis der im Kronlande Salzburg bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 49: 195-552. | + | *[[Karl Mitterberger|Mitterberger, K.]] 1909. Verzeichnis der im [[Kronland Salzburg|Kronlande Salzburg]] bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: [[Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde]] 49: [http://anno.onb.ac.at/cgi-content/anno-plus?apm=0&aid=slk&datum=19090003&zoom=2&seite=00000195 195-552] |
| + | 195-552. | ||
[[Kategorie:Wissenschaft]] | [[Kategorie:Wissenschaft]] | ||
Version vom 10. Dezember 2017, 13:42 Uhr
Gillmeria ochrodactyla (Alucita ochrodactyla [Denis & Schiffermüller], 1775) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Pterophoridae.
Verbreitung, Lebensraum und Phänologie
G. ochrodacytla wird von Mitterberger (1909) von mehreren Fundorten in den Zonen Ia (Stadt Salzburg), II (Nördliche Kalkalpen) und IV (Zentralalpen) angegeben (Zoneneinteilung nach Embacher et al. 2011), der bislang letzte Fund datiert vom 17.7.1948 aus dem Stubachtal durch Feichtenberger. Seither wurde die Art in Salzburg nicht mehr aufgefunden. Die Höhenverbreitung im Land ist von rund 400 bis 1900 m belegt, über den natürlichen Lebensraum der Art im Land ist aber nichts bekannt (Kurz & Kurz 2017). Nach Gielis (1996) lebt die Art in Europa an Straßenrändern, in Waldgebieten und entlang von Bächen. Die Tiere fliegen in einer Generation im Jahr von Juni bis August (Kurz & Kurz 2017).
Biologie und Gefährdung
Über die Biologie der Imagines oder die Entwicklungsstadien der Art ist aus Salzburg nichts bekannt. Die Raupen fressen nach Gielis (1996) in den zentralen Trieben von Tanacetum-Arten (Wucherblumen), besonders Tanacetum vulgare (Rainfarn). Die Ursache für das Verschwinden von G. ochrodactyla in Salzburg ist nicht bekannt, die Art wurde bisher allerdings auch nicht gezielt gesucht.
Weiterführende Informationen
|
Projekt: Fauna und Flora von Salzburg
Weitere Bilder
Gillmeria ochrodactyla – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Quellen
- Embacher, Gernot; Gros, Patrick; Kurz, M. A.; Kurz, M. E. & Zeller-Lukashort, Christof, 2011: Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematisches Verzeichnis mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur 19: 5-89.
- Gielis, C. 1996. Pterophoridae. In: Huemer, P., O. Karsholt & L. Lyneborg (eds.). Microlepidoptera of Europe, vol. 1, Apollo Books, 222 p.
- Kurz, M. A. & Kurz, M. E. 2000–2017. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 04 Dezember 2017].
- Mitterberger, K. 1909. Verzeichnis der im Kronlande Salzburg bisher beobachteten Mikrolepidopteren (Kleinschmetterlinge). – In: Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde 49: 195-552
195-552.