Freie Christengemeinde − Pfingstgemeinde: Unterschied zwischen den Versionen
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* '''Die "Freie Christengemeinde/Pfingstgemeinde (FCGÖ)"''' ist eine staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaft und hat mit dem Feststellungsbescheid GZ 7836/18-9c/ 98 vom [[20. Juli]] [[1998]] gemäß des Bundesgesetzes BGBL 1 - Nr. 19/1998 die Rechtspersönlichkeit mit Wirksamkeit vom [[11. Juli]] 1998 erworben. In Salzburg-Schallmoos ist der österreichweite Sitz der Bekenntnisgemeinschaft, die ihre Tätigkeit auf das gesamte Bundesgebiet der Republik Österreich in über 65 lokalen Pfingstgemeinden ausübt.<ref>Staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaften im Kultusamt</ref> | * '''Die "Freie Christengemeinde/Pfingstgemeinde (FCGÖ)"''' ist eine staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaft und hat mit dem Feststellungsbescheid GZ 7836/18-9c/ 98 vom [[20. Juli]] [[1998]] gemäß des Bundesgesetzes BGBL 1 - Nr. 19/1998 die Rechtspersönlichkeit mit Wirksamkeit vom [[11. Juli]] 1998 erworben. In Salzburg-Schallmoos ist der österreichweite Sitz der Bekenntnisgemeinschaft, die ihre Tätigkeit auf das gesamte Bundesgebiet der Republik Österreich in über 65 lokalen Pfingstgemeinden ausübt.<ref>Staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaften im Kultusamt</ref> | ||
Version vom 23. Mai 2008, 07:33 Uhr
Die "Freie Christengemeinde/Pfingstgemeinde (FCGÖ)" ist eine Bekenntnisgemeinschaft mit Sitz in der Vogelweiderstraße 78 in Salzburg - Schallmoos sowie etlichen lokalen Pfingstgemeinden im Land Salzburg.
Die Salzburger Pfingstgemeinde in Schallmoos
Salzburger Pfingstgemeinde
Video "http://www.youtube.com/v/mlOMl8skKAM&hl=en"
- Die "Freie Christengemeinde/Pfingstgemeinde (FCGÖ)" ist eine staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaft und hat mit dem Feststellungsbescheid GZ 7836/18-9c/ 98 vom 20. Juli 1998 gemäß des Bundesgesetzes BGBL 1 - Nr. 19/1998 die Rechtspersönlichkeit mit Wirksamkeit vom 11. Juli 1998 erworben. In Salzburg-Schallmoos ist der österreichweite Sitz der Bekenntnisgemeinschaft, die ihre Tätigkeit auf das gesamte Bundesgebiet der Republik Österreich in über 65 lokalen Pfingstgemeinden ausübt.[1]
- Vor Ort trifft sich die Salzburger Pfingstgemeinde sonntags um 09:30 Uhr zum wöchentlichem Hauptgottesdienst mit 100 - 150 Teilnehmern in der Vogelweiderstraße 78.
Gottesdienst der Salzburger Pfingstgemeinde
- Die Vision der Pfingstgemeinde ist in lebendig gestalteten Gottesdiensten und im Rahmen eines zeitgemäßen Christentums Jesus Christus zu begegnen und mit der Kraft Gottes und den Gaben des Heiligen Geistes zu rechnen, um so lebensverändernde Berühungen und ganzheitliche Heilung durch den Glauben an Jesus Christus zu erfahren![2]
- Zudem ist in Schallmoos das Nehemia Hilfswerk mit einer Altkleidersammelstelle für bedürftige Menschen, ein Jugendtreff und ein Seniorentreff.
- Soziale Arbeitsbereiche: Für ältere Mitglieder der Salzburger Pfingstgemeinden besteht in Bürmoos die Möglichkeit eines betreuten Wohnens im "Glaubensheim"[3] mit täglichen Andachten und gemeinsamen Mahlzeiten sowie gemeinsamer Freizeitgestaltung. Übergemeindliche Arbeitsbereiche der FCGÖ sind Teen Challenge (Arbeit mit drogenabhängigen Jugendlichen), das Jugend- und Kinderwerk, Arte con Brio (Künstlerwerk), Royal Ranger (christliche Pfadfinder), Begegnung in der Ehe (Eheseminar), etc.[4] Die Freie Christengemeinde/Pfingstgemeinde in Österreich unterstützt zudem ein Imkerausbildungprojekt für ärmere Menschen in Chile, gründete ein Waisenhaus in Rumänien, ein Lehrlingsprogramm für ärmere Jugendliche in Bangladesch und hat zudem noch andere diakonische Dienste (Hilfsgüter, etc.)
- Es gibt in der Stadt Salzburg schätzungsweise zehn weitere pfingstliche Gemeinden unterschiedlicher ethnischer Herkünfte, was die hohen Angehörigenzahlen in Nord- und Südamerika sowie großen Teilen Afrikas und Asiens am Migrantenanteil in Salzburg wiederspiegelt. So sind beispielsweise in Schallmoos Gottesdienste dreier ethnisch-pfingstlicher Gemeinden (Rumänen, Ghanesen und Philippinen). 2005 traten zudem österreichweit 16 neue Gemeinden die FCGÖ in zwei FCG-Zweigen bei; davon sind auch zwei neue Zweiggemeinden (Agape und Hispeople) in Salzburg Stadt. Ebene zum Austausch und zur Zusammenarbeit aller FCG-Pfingstgemeinden im Land Salzburg findet im Rahmen monatlicher Pastorentreffen und gemeinsamer Veranstaltungen statt; darüber hinaus in regionalen und österreichweiten FCGÖ-Landeskonferenzen und Pastoraltagungen. Übergemeindliche Beziehungen werden in Salzburg mit Christen unterschiedlichster konfessioneller Hintergründe (Baptisten, Mennoniten, katholische Christen, etc.) u.a. im Rahmen der Evangelischen Allianz, in der die Salzburger Pfingstgemeinde offizielles Mitglied ist, und in der überkonfessionellen AGLOW-Frauenarbeit aktiv gefördert. (Die österreichweite FCGÖ ist zudem Vollmitglied der Österreichischen Bibelgesellschaft und Partner der Österreichischen Evangelischen Allianz.[5])
- Konferenzangebot: Vier Mal pro Jahr veranstaltet die Salzburger Pfingstgemeinde besondere Konferenzen, in denen sie die umliegenden lokalen Pfingstgemeinden aus dem Land Salzburg (Bürmoos, Schwarzach, Straßwalchen etc.) einlädt.
Geschichte
- Pfingstler bekennen sich zur klassischen Pfingstbewegung, ein weltweiter christlicher Hauptstrom, der 1906 aus einer Erweckung in der Azuza Street (Los Angeles, USA) entsprang. Die World Christian Encyclopedia rechnet der pfingstlich-charismatischen Bewegung folgende Angehörigenzahlen zu: im Jahr 1970 waren weltweit 72.223.000 Anhänger zugehörig, 1995 477.378.000 Anhänger, 2000 523.767.390 Anhänger in 236 Ländern und 21.080 Denominationen.[7][8]
- Erst 1923 wurde die Pfingstbotschaft durch Missionare aus Schweden nach Österreich gebracht, deren Arbeit sich hauptsächlich auf Wien beschränkte. Die Schwedenmissionare kamen aus der Filadelfiaförsamlingen in Stockholm und gründeten die Freie Christengemeinde Philadelfia und die Freie Christengemeinde Salem, die sich später wieder vereinten. Die Schweizer Pfingstmission wirkte aber auch schon ab 1928 im Salzkammergut. Gemeinden entstanden in Fuschl am See, St. Wolfgang und Bad Ischl. Die klassische Pfingstbewegung in Österreich war von Anfang an besonderen Härten (Diskriminierung, keine klare rechtliche Stellung vor Behörden und Staat, etc.) ausgesetzt. In dem viele Jahre in den Händen des röm.-kath. Geistlichen Prälat Ignaz Seipel (1876 - 1932) geprägten Österreich, hatten Freikirchen keine leichten Bedingungen.[9] In einer Zuspitzung wurde es beispielsweise den Pfingstgläubigen in Fuschl am See vom Pfarrer verwährt verstorbene Gemeindeglieder am Ortsfriedhof zu bestatten und erst nach einem klärenden Schreiben der Bezirkshauptmannschaft (vom 18. November 1930) wurde dies erst wieder erlaubt. Das auf das von dem christlichsozialen Bundeskanzler Dollfuß (1932 - 1934) eingeleitete und von Schuschnigg (1934 - 1938) fortgeführte Experiment eines christlichen Ständestaats brachte zudem ein Versammlungsverbot für nicht staatlich anerkannte Kirchen mit sich, das den Pfingstgemeinden damals verbat sich öffentlich zu versammeln.[10] Die Pfingstgemeinden bekamen auch später den Druck des Naziregimes und die Folgen des Krieges hart zu verspüren, so dass auch im Salzburger Land die Gemeinden bis nach dem Zweiten Weltkrieg verschwanden.
- Erst am 14. Dezember 1946 wurde die FCGÖ in einer Flüchtlingswohnung in Sattledt (Oberösterreich) von 26 mehrheitlich deutschstämmig-jugoslawischen und österreichischen Predigern gegründet. Von da an gründete die Pfingstgemeinde in Salzburg-Schallmoos rund um Salzburg inetwa zehn weitere Lokalgemeinden, der österreichweit über 65 Gemeinden.
- 7.186 Personen bekennen sich zur Freien Christengemeinde - Pfingstgemeinde (davon 5.061 mit österreichischer Staatsbürgerschaft und 2.125 mit anderer Staatsbürgerschaft)[11]
- Internationale Bezeichnungen für Pfingstgemeinde/ Pfingstbewegung: Pentecostalism/ Assemblies of God (engl.), Asambleas de Dios (span.), Pinsebevægelsenar (da.), خمسينية(ar.), ペンテコステ派 (ja.), 오순절교회 (ko.), Пятидесятники (ru.), Pingströrelsen i Sverige (sv.) etc.
Struktur
- Eine kongregationalistische Verfassung ist die Struktur der Bekenntnisgemeinschaft, die in einem Gemeindeverband (Bund) zusammengeschlossen ist und sich in Distrikte und Regionen gliedert.
Veranstaltungen und Aktivitäten
- Gottesdienst: jeden Sonntag um 09:30 Uhr in der Vogelweiderstraße 78 mit Kinderbetreuung und anschließendem Gemeindecafé.
- Seniorentreff: jeden Mittwoch um 15:00 Uhr in der Vogelweiderstraße 78 (Bibelstunden, Ausflüge, Besichtigungen, Konzerte und Seniorengottesdienste)
- Jugendtreff: jeden Samstag von 18:00 Uhr bis 22:00 Uhr in den Jugendräumlichkeiten der Vogelweiderstraße 78
- Konferenzangebot: vierteljährlich
- Altkleidersammelstelle: Abgabe im Büro
- Alphakurs: vierteljährlich; Donnerstag 19:30 Uhr (Eingang Innenhof).
Kontakt
- Freie Christengemeinde-Pfingstgemeinde
- Staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaft
- Vogelweiderstraße 78
- 5020 Salzburg
- Bürozeiten: Dienstag - Freitag 9 -12 Uhr und Dienstag bis Donnerstag: 14 - 17 Uhr
- Telefon und Fax: 06 62 - 87 12 44
Weblinks
- Offizielle Homepage der Freien Christengemeinde/Pfingstgemeinde in Österreich
- www.bmukk.gv.at
- www.statistik.at
- Wikipedia Deutschland
- Offizielle Homepage der Österreichischen Evangelischen Allianz
Literaturhinweise
Liste von Literatur zu Pfingstgemeinde
Quellen
- ↑ Staatlich eingetragene religiöse Bekenntnisgemeinschaften im Kultusamt
- ↑ Offizieller "Webauftritt" Pfingstgemeinde
- ↑ Julius Fritsche Gasse 44, 5111 Bürmoos
- ↑ Offizielle Homepage der Freien Christengemeinde/Pfingstgemeinde in Österreich
- ↑ Offizielle Homepage der Österreichischen Evangelischen Allianz
- ↑ Fiausch, Immanuel (2004): „Ein Einheit des Geistes (Eph 4,3) [...] Pfingstlern und Charismatikern in Österreich. Abschlussarbeit zum 1. Theologischen Examen. Erzhausen, Theologisches Seminar BERÖA (BFP).
- ↑ Barrett, David B. (Hg.) (1982:30): World Christian Encyclopedia. A comparative study of churches and religions in the modern world. AD 1900-2000. Nairobi/ Oxford/ New York: Oxford University Press.
- ↑ Burgess, Stanley M./ Maas, E.M. van der (Hg.) (2002:286): The New International Dictionary of Pentecostal and Charismatic Movements. Rev. u. erw. Aufl. Grand Rapids: Zondervan Publishing House.
- ↑ Volk, Ludwig (2000:15162): „Die Kirche in den einzelnen Ländern“. In: Jedin, Hubert (Hg.): Handbuch der Kirchengeschichte. Band 35: VII. Dritter Abschnitt. Freiburg: Verlag Herder.
- ↑ Adriányi, Gabriel (2000:15048): „Die Kirche in den einzelnen Ländern“. In: Jedin, Hubert (Hg.): Handbuch der Kirchengeschichte. Band 35: VII. Dritter Abschnitt. Freiburg: Verlag Herder.
- ↑ Statistik AUSTRIA, Bevölkerung 2001 nach Religionsbekenntnis und Staatsangehörigkeit