ÖBB Seilbahn Weißsee: Unterschied zwischen den Versionen
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{{Dieser Artikel|behandelt die ehemalige '''[[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]] Seilbahn Weißsee'''. Die parallel zu dieser Seilbahn bestehende, für die Allgemeinheit benutzbare [[Weißsee Gletscherbahn]] wird in einem eigenen Artikel behandelt.}} | {{Dieser Artikel|behandelt die ehemalige '''[[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]] Seilbahn Weißsee'''. Die parallel zu dieser Seilbahn bestehende, für die Allgemeinheit benutzbare [[Weißsee Gletscherbahn]] wird in einem eigenen Artikel behandelt.}} | ||
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| − | Der Haupttunnel soll vom Enzingerboden, wo die Landesstraße endet, über den [[Grünsee]] und den Tauernmoossee zur Kraftwerkskaverne und weiter zum Weißsee auf 2 250 [[m ü. A.]] Höhe führen. | + | Der Haupttunnel soll vom Enzingerboden, wo die Landesstraße endet, über den [[Grünsee]] und den Tauernmoossee zur Kraftwerkskaverne und weiter zum Weißsee auf 2 250 [[m ü. A.]] Höhe führen. ÖBB-Projektleiter Walter Kühner sagt, die Stollen seien etwa acht Kilometer lang. "''Die Kosten betragen rund 25 Mill. Euro.''" |
Laut Kühner hat der Tunnel mehrere Vorteile. "''Ohne den Tunnel müssten wir für die Errichtung des Kraftwerks einen oberirdischen Weg ausbauen, der nicht wintersicher wäre. Der Tunnel ist auch aus Naturschutzgründen besser. In ihn würden auch die Stromleitungen verlegt. Und wir können zur Wartung die Anlagen das ganze Jahr unabhängig von der Witterung bequem erreichen. Bisher mussten die Leute teilweise mit Tourenski hinauf, wenn die Seilbahn bei einem Sturm nicht fahren konnte.''" | Laut Kühner hat der Tunnel mehrere Vorteile. "''Ohne den Tunnel müssten wir für die Errichtung des Kraftwerks einen oberirdischen Weg ausbauen, der nicht wintersicher wäre. Der Tunnel ist auch aus Naturschutzgründen besser. In ihn würden auch die Stromleitungen verlegt. Und wir können zur Wartung die Anlagen das ganze Jahr unabhängig von der Witterung bequem erreichen. Bisher mussten die Leute teilweise mit Tourenski hinauf, wenn die Seilbahn bei einem Sturm nicht fahren konnte.''" | ||
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Durch den Tunnel wird die Seilbahn überflüssig. Kühner: "''Wir gehen davon aus, dass wir sie abtragen und die Trasse renaturieren. Die Bahn würde nur Kosten verursachen.''" | Durch den Tunnel wird die Seilbahn überflüssig. Kühner: "''Wir gehen davon aus, dass wir sie abtragen und die Trasse renaturieren. Die Bahn würde nur Kosten verursachen.''" | ||
| − | Durch den Tunnel wäre auch die [[Rudolfshütte]] erreichbar, etwa für Einsatzkräfte im Notfall. Öffentlichen Verkehr wird es nicht geben. Die parallel zur [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]]-Seilbahn verlaufende Weißsee | + | Durch den Tunnel wäre auch die [[Rudolfshütte]] erreichbar, etwa für Einsatzkräfte im Notfall. Öffentlichen Verkehr wird es nicht geben. Die parallel zur [[Österreichische Bundesbahnen|ÖBB]]-Seilbahn verlaufende [[Weißsee Gletscherbahn]] zur Rudolfshütte bleibt natürlich bestehen. |
| − | Im Oktober 2012 stellte das Bundesdenkmalamt nach einer Prüfung fest, dass die [[1948]] errichtete {{PAGENAME}} nicht erhaltenswürdig ist. Lediglich die Bergstation bleibt stehen und wird für eine [[Nationalpark Hohe Tauern|Nationalparkausstellung]] zum Thema [[Wetter]] und [[Klima]] umgebaut<ref>{{Quelle SN|27. Oktober 2012}}</ref>. | + | Im Oktober 2012 stellte das Bundesdenkmalamt nach einer Prüfung fest, dass die [[1948]] errichtete {{PAGENAME}} nicht erhaltenswürdig ist. Lediglich die Bergstation bleibt stehen und wird für eine [[Nationalpark Hohe Tauern Ausstellungen|Nationalparkausstellung]] zum Thema [[Wetter]] und [[Klima]] umgebaut<ref>{{Quelle SN|27. Oktober 2012}}</ref>. |
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Version vom 1. Oktober 2016, 17:28 Uhr
[[Datei:SeilbahnBergstationenHotel Rudolfshütte.JPG|thumb|Von links nach rechts: Bergstation der ÖBB-Seilbahn Weißsee, Bergstation der Weißsee Gletscherbahn, Berghotel Rudolfshütte
Die ÖBB Seilbahn Weißsee ist eine Aufstiegshilfe, die parallel zur Weißsee Gletscherbahn vom Enzingerboden im Stubachtal hinauf zum Stausee Weißsee führt.
Seilbahn
Diese Seilbahn führt zunächst leicht südöstlicher Richtung hinauf zum Tauernmoossee. Von dort wieder in leicht südwestlicher Richtung zum Stausee Weißsee, wo sie neben der Weißsee Gletscherbahn Bergstation ihre eigene Bergstation hat.
2012
Die ÖBB wollen das neue Pumpspeicherkraftwerk Tauernmoos mit einem Tunnelsystem erschließen. Die dann nicht mehr nötige Seilbahn soll weg.
Eigentlich wurde das geplante ÖBB-Pumpspeicherkraftwerk Tauernmoos im Uttendorfer Stubachtal schon im April 2012 von der UVP-Behörde genehmigt. Im Herbst wollen die ÖBB aber eine Änderungsbewilligung beantragen. Denn das Unternehmen hat groß umgeplant. Die ÖBB wollen jetzt alle Anlagen des Kraftwerks mit einem Tunnelsystem erschließen.
Der Haupttunnel soll vom Enzingerboden, wo die Landesstraße endet, über den Grünsee und den Tauernmoossee zur Kraftwerkskaverne und weiter zum Weißsee auf 2 250 m ü. A. Höhe führen. ÖBB-Projektleiter Walter Kühner sagt, die Stollen seien etwa acht Kilometer lang. "Die Kosten betragen rund 25 Mill. Euro."
Laut Kühner hat der Tunnel mehrere Vorteile. "Ohne den Tunnel müssten wir für die Errichtung des Kraftwerks einen oberirdischen Weg ausbauen, der nicht wintersicher wäre. Der Tunnel ist auch aus Naturschutzgründen besser. In ihn würden auch die Stromleitungen verlegt. Und wir können zur Wartung die Anlagen das ganze Jahr unabhängig von der Witterung bequem erreichen. Bisher mussten die Leute teilweise mit Tourenski hinauf, wenn die Seilbahn bei einem Sturm nicht fahren konnte."
Durch den Tunnel wird die Seilbahn überflüssig. Kühner: "Wir gehen davon aus, dass wir sie abtragen und die Trasse renaturieren. Die Bahn würde nur Kosten verursachen."
Durch den Tunnel wäre auch die Rudolfshütte erreichbar, etwa für Einsatzkräfte im Notfall. Öffentlichen Verkehr wird es nicht geben. Die parallel zur ÖBB-Seilbahn verlaufende Weißsee Gletscherbahn zur Rudolfshütte bleibt natürlich bestehen.
Im Oktober 2012 stellte das Bundesdenkmalamt nach einer Prüfung fest, dass die 1948 errichtete ÖBB Seilbahn Weißsee nicht erhaltenswürdig ist. Lediglich die Bergstation bleibt stehen und wird für eine Nationalparkausstellung zum Thema Wetter und Klima umgebaut[1].
Quelle
- "Salzburger Nachrichten", 20. September 2012
Fußnoten
- ↑ "Salzburger Nachrichten", 27. Oktober 2012