Kaiviertel: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 10. Oktober 2015, 18:19 Uhr
Das Kaiviertel ist ein Teil der Salzburger Altstadt. Es umfasst das Gebiet östlich von Mozartplatz, beidseitig der Kaigasse bis zum Kajetanerplatz, im Norden begrenzt durch die Salzach.
Entstehung
Das Kaiviertel entwickelte sich entlang der einstigen Hauptstraße, die vom Domplatz durch die Kaigasse über den Kajetanerplatz, das Erentrudistor (später Kajetanertor), und dann durch die Nonntaler Hauptstraße nach Hallein und Berchtesgaden führte.
Name
Der Name Kai soll von Uferschutzbauten abgeleitet worden sein. Damit die Salzach nicht die Ufer auswaschen konnte, hat man diese mit einem Flechtwerk aus Reisig versehen, das man Gehag oder Gehai nannte. Aus diesen Worten entwickelte sich Kai[1].
Gassen
Basteigasse
- Hauptartikel: Basteigasse
Eine kurze Gasse außerhalb der alten Stadtmauer, eine von der Sebastian-Stief-Gasse abzweigende Gasse zum Rudolfskai führend.
Herrengasse
- Hauptartikel: Herrengasse
In dieser kleinen von der Kaigasse Richtung Festung abzweigenden Gasse wohnten früher vorwiegend Domherren; daher auch der Name.
Kaigasse
- Hauptartikel: Kaigasse
Die Kaigasse war die wichtigste Straße des Viertels, an der auch die Höfe der Domherren standen.
Krotachgasse
Sie führte zu den drei Domherrenhöfen:
- dem Gurker Hof, der dem Bischof von Gurk gehörte
- dem Berchtesgadener Hof, der dem Propst von Berchtesgaden gehörte
- dem Chiemseehof
Die Domherren mussten sich jährlich mindestens drei Monate in der Stadt Salzburg aufhalten und benötigten dazu entsprechende Häuser.
Pfeifergasse
- Hauptartikel: Pfeifergasse
Sie führt vom Mozartplatz zum Kajetanerplatz und hat ihren Namen von einer Frau eines Stadtpfeifers, die der Stadt große Stiftungen hinterlassen hatte.
Schanzlgasse
- Hauptartikel: Schanzlgasse
Die Schanzlgasse führt vom Kajetanerplatz am Ende der Kaigasse (und des Kaiviertels) nach Nonntal.
Sebastian-Stief-Gasse
- Hauptartikel: Sebastian-Stief-Gasse
Eine kurze Gasse vom Rudolfskai zur Kaigasse, benannt nach dem Maler Sebastian Stief.
Plätze
Doktor-Wilfried-Haslauer-Platz
- Hauptartikel: Dr.-Wilfried-Haslauer-Platz
Nach dem Landeshauptmann Dr. Wilfried Haslauer benannt (am Ende der Pfeifergasse).
Kajetanerplatz
- Hauptartikel: Kajetanerplatz
Der Kajetanerplatz, am Ende der Kaigasse in Richtung Südosten, begrenzt das Kaiviertel.
Papagenoplatz
- Hauptartikel: Papagenoplatz
Der Papagenoplatz entstand durch schwere Bombentreffer 1944. Heute steht dort ein hübscher Brunnen, den 1960 die Salzburger Bildhauerin Hilde Heger geschaffen hat. Weiters befindet sich dort der Zirkelwirt, welcher 1647 erstmals erwähnt wird.
Bauten
Chiemseehof
- Hauptartikel: Chiemseehof
Im Chiemseehof, ehemals Sitz der Bischöfe von Chiemsee, ist heute der Sitz der Salzburger Landesregierung.
Außerhalb der Stadtmauern
Unmittelbar zwischen der Salzach und dem Kaiviertel liegt der Rudolfskai mit der ehemaligen Gewerbeschule, heute Teil der Universität Salzburg, der Basteigasse und der Landhausgasse.
Quellen
- Beitrag Altstadt von Salzburg
Lehrerarbeitsgemeinschaft am Pädagogischen Institut Salzburg unter der Leitung von Josef Hübl: Heimatkunde Stadt Salzburg, Salzburger Druckerei, Ausgabe Mai 1974
Fußnote
- ↑ Ein künstlich befestigtes Ufer im Hafen, siehe auch Wikipedia: Was ist ein Kai?