Wallfahrtskirche Maria Königin des Rosenkranzes: Unterschied zwischen den Versionen
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| − | + | In den [[1960er]]-Jahren wurde die Kirche in großen Teilen restauriert. [[2001]] bis [[2011]] erfolgten weitere Restaurierungsmaßnahmen in Höhe von 4,2 Mio. Euro. Am [[13. September]] [[2008]] feierte Erzbischof [[Alois Kothgasser]] den Abschluss der Arbeiten mit einem Pontifkalgottesdienst. Wieder erstrahlen auch die Namensschilder an den Bänken, die alle noch erhalten sind. | |
| − | Bis [[1808]] gehörte Marienberg zum [[Erzbistum Salzburg]]. Sie wird auch die "Perle des Salzachtales" genannt. | + | Bis [[1808]] gehörte Marienberg zum [[Erzbistum Salzburg|Erzbistum]] und der [[Erzdiözese Salzburg]]. Sie wird auch die "Perle des Salzachtales" genannt. |
| − | + | Zum Gotteshaus führen 50 Stufen, die an die laut Hinweis bei der Kirche auf die 50 Anrufungen der lauretanischen Litanei Bezug nehmen sollen. | |
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==Quellen== | ==Quellen== | ||
| − | * [[Salzburger Nachrichten]] | + | * "[[Salzburger Nachrichten]]", Barockjuwel bei den Nachbarn, 18. 08. 2008 |
| − | * | + | * InnSalzachKurier, Ausgabe 110/November 2010 |
| + | * {{wikipedia-de|Maria Königin des Rosenkranzes (Marienberg)}} | ||
| − | [[Kategorie: | + | {{SORTIERUNG: Maria Königin des Rosenkranzes, Wallfahrtskirche}} |
| − | [[Kategorie: | + | [[Kategorie:Deutschland]] |
| − | [[Kategorie: | + | [[Kategorie:Bayern]] |
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| + | [[Kategorie:Katholische Kirche]] | ||
| + | [[Kategorie:Katholische Kirche (Bauwerk)]] | ||
| + | [[Kategorie:Wallfahrtskirche]] | ||
Aktuelle Version vom 26. November 2025, 09:29 Uhr
Die Wallfahrtskirche Maria Königin des Rosenkranzes ist eine Wallfahrtskirche in Burghausen im bayerischen Rupertiwinkel auf einer Anhöhe oberhalb des bayerischen Salzachtales. Sie steht unter Denkmalschutz.
Geschichte
Die Anfänge dieser als schönstes Gotteshaus im gesamten Bistum Passau geltenden Kirche liegen aber im Dunklen. Im Zuge der Verlegung eines Zisterzienserklosters von Schützing nach Raitenhaslach in den Jahren 1145/1146 wurde erstmals eine Kapelle als Eigenkirche eines Gutsherrn in Marienberg urkundlich erwähnt. Da die Zisterzienser in Raitenhaslach Seelsorge und Pfarrrechte ablehnten, wurde die Pfarrei nach Marienberg verlegt. Am 27. März 1203 übertrug der Salzburger Erzbischof Eberhard II. von Regensberg in einem Schenkungsbrief die Pfarrei Marienberg dem Kloster.
Die ursprüngliche Pfarrkirche Marienberg war unter Erzbischof Eberhard II. von Regensberg baufällig geworden. Landrichter Graf von Armansperg wollte sie abreißen lassen. Aber der Protest der Bauern, für den auch 14 von ihnen in das Strafhaus nach Salzburg mussten, erzwang die Renovierung. Am 7. August 1244 wurde eine um- oder neugebaute Marienberger Kirche geweiht.
Zur 1398 erweiterten Kirche entwickelte sich allmählich eine Wallfahrt, die durch Gründung einer Rosenkranzbruderschaft durch Landshuter Dominikanermönche 1627 entscheidend gefördert wurde. Abt Emanuel II. legte am 27. September 1760 den Grundstein zu einer ganz neuen Kirche. Die alte wurde abgerissen, und durch den Trostberger Gerichtsbaumeister Franz Alois Mayr neu erbaut. Am 1. Mai 1765 wurde sie vom Salzburger Fürsterzbischof Sigismund von Schrattenbach konsekriert.
Nach der Säkularisation im Kurfürstentum Bayern wurde die bisherige Klosterkirche zur Pfarrkirche und die Kirche auf dem Marienberg nebst Einrichtung 1806 zum Abbruch oder zur Versteigerung freigegeben. Das Gnadenbild mit Christuskind und Rosenkranz kam nach Raitenhaslach. Die Einheimischen konnten jedoch durch ständige Eingaben die Entscheidung hinauszögern, bis schließlich 1812 Kronprinz Ludwig die Kirche besichtigte und den Erhalt sicherte. Am 15. Jänner 1815 wurde sie zum Gottesdienst wieder freigegeben, jedoch nicht mehr als Pfarr-, sondern als Filialkirche.
In den 1960er-Jahren wurde die Kirche in großen Teilen restauriert. 2001 bis 2011 erfolgten weitere Restaurierungsmaßnahmen in Höhe von 4,2 Mio. Euro. Am 13. September 2008 feierte Erzbischof Alois Kothgasser den Abschluss der Arbeiten mit einem Pontifkalgottesdienst. Wieder erstrahlen auch die Namensschilder an den Bänken, die alle noch erhalten sind.
Bis 1808 gehörte Marienberg zum Erzbistum und der Erzdiözese Salzburg. Sie wird auch die "Perle des Salzachtales" genannt.
Zum Gotteshaus führen 50 Stufen, die an die laut Hinweis bei der Kirche auf die 50 Anrufungen der lauretanischen Litanei Bezug nehmen sollen.
Bildergalerie
Bild 1: Wallfahrtskirche Marienberg, Innenansicht mit den renovierten Namensschildern auf den Kirchenbänken.
Bild 2: Aufgang zur Wallfahrtskirche Marienberg, Westseite.
Bild 3: Wallfahrtskirche Marienberg, Innenpanorama.
Bild 4: Deckengemälde in der Wallfahrtskirche Marienberg.
Bild 5: Pilgerkerzen und Votivtafeln in der Wallfahrtskirche Marienberg.
Bild 1: Wallfahrtskirche Marienberg, Chorseite.
Bild 2: Kriegerdenkmal bei der Wallfahrtskirche Marienberg bei Burghausen.
Bild 3: Renovierte Namensschilder in den Kirchenbänken von Marienberg.
Bild 4: Kircheneingang in Marienberg.
weitere Bilder
Wallfahrtskirche Maria Königin des Rosenkranzes – Sammlung von weiteren Bildern, Videos und Audiodateien im SALZBURGWIKI
Wallfahrtskirche Maria Königin des Rosenkranzes – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons
Quellen
- "Salzburger Nachrichten", Barockjuwel bei den Nachbarn, 18. 08. 2008
- InnSalzachKurier, Ausgabe 110/November 2010
- Eintrag in der deutschsprachigen Wikipedia zum Thema "Wallfahrtskirche Maria Königin des Rosenkranzes"