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Aktuelle Version vom 7. September 2025, 11:28 Uhr
Der Kranzlmarkt ist eine Gasse in der Salzburger Altstadt.
Beschreibung
Der Kranzlmarkt verbindet den Rathausplatz, von dem die Getreidegasse nach Westen führt, mit dem Alten Markt und der Judengasse im Osten. Der Kranzlmarkt ist etwa 45 Meter lang.
In den Kranzlmarkt mündet von Süden her die Sigmund-Haffner-Gasse, nach Norden führt die Klampferergasse zum Rudolfskai an der Salzach.
Mit Adresse Kranzlmarkt 1 befindet sich das Rathaus der Stadt Salzburg am Kranzlmarkt.
Geschichte
Diese Gasse führte im Lauf der Jahrhunderte je nach Nutzung verschiedene Namen: Eiermarkt (1452–1585), Preinmarkt (Prein = Hirse), Hennen- oder Hühnermarkt (1770–1790), schließlich Vogel- und Kranzlmarkt.
1792 schreibt Lorenz Hübner: Das Rathhaus selbst hängt durch ein kleines Thor, mit hinter welchem ein schmaler Hof befindlich ist, mit den übrigen Hausern des Kränzelmarktes zusammen. [1] Rechts an der Facciate des Rathhauses führt eine kurze, mittelmäßig weite Straße diesen Nahmen, weil hier meistenstheils Blumenwerk, und Kränzchen verkaufet werden. [2]
Damit ist belegt, dass der heutige Name Kranzlmarkt vom Verkauf von Blumenkränzen abgeleitet ist; vielleicht auch von kleinen Gewürzsträußerl der Gewürznelkenbinder, einen typischem Handwerksprodukt, das auch heute an einzelnen Ständen am Alten Markt oder dem Grünmarkt zum Kauf angeboten wird.
Das Haus Nr. 4 befand sich im 15. Jahrhundert im Besitz des Salzburger Bürgermeisters Matthäus Aigner.
Im Haus Nr. 6 wohnte bis 1911 die "Sanitätsrats- und Stadtarztens-Witwe" Katharina Arrigler, verheiratet mit Richard Franz Schlegel[3], bis 1918 die Tochter Wilhelmine Schlegel. Noch die Tochter Marie Schlegel (* 1863) wohnte bis zu ihrem Tod 1931 hier.
Quelle
- Martin, Franz: Salzburger Straßennamen. Verzeichnis der Straßen, Gassen, Plätze, Wege, Brücken, Tore und Parks mit Erklärung ihrer Namen. 5., wesentlich überarbeitete Auflage von Leitner-Martin, Willa und Martin, Andreas. Mitteilungen der Gesellschaft für Salzburger Landeskunde, 25. Ergänzungsband, Selbstverlag der Gesellschaft, Salzburg 2006