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[[Datei:Burgruine Pichl Mariapfarr Lungau 20250814 1 (3).jpg|thumb|Mariapfarr Burgruine Pichl]]
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Die '''Burgruine Pichl''' ("Tannhauser Turm") in [[Mariapfarr]] im [[Lungau]] befindet sich beim [[Suppangut]]. Sie zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Mariapfarr|denkmalgeschützten Objekten]] in Mariapfarr.
Die '''Ruine Pichl''' („Tannhauser Turm“) in [[Mariapfarr]] im [[Lungau]] befindet sich beim [[Suppangut]]. Sie zählt zu den [[Denkmalgeschützte Objekte in Mariapfarr|denkmalgeschützten Objekten ]] in Mariapfarr.
      
==Geschichte==
 
==Geschichte==
Die Burg war der Stammsitz der ''Herren von Pichl''. [[1123]] wird ''Reginhard de Püchilarn'' als Besitzer genannt, [[1141]] ist ein ''Dionas von Pichleren'' und [[1287]] ein ''Heinrich von Pichl'' bekannt. Um [[1360]] geht der Besitz an ''Hans den Waldecker'' über. Sein Sohn Hans II. erbte [[1403]] den Turm. 1450 gelangt der Besitz in den Besitz seines Cousins Alexis, da Hans II. keine Nachkommen hatte.
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Die Burg war der Stammsitz der ''[[Pichl (Adelsgeschlecht)|Herren von Pichl]]''. [[1123]] wird ''Reginhard de Püchilarn'' als Besitzer genannt, [[1141]] ist ein ''Dionas von Pichleren'' und [[1287]] ein ''Heinrich von Pichl'' bekannt. Um [[1360]] geht der Besitz an ''Hans den Waldecker'' über. Sein Sohn Hans II. erbte [[1403]] den Turm. [[1450]] gelangt der Besitz in den Besitz seines Cousins Alexis, da Hans II. keine Nachkommen hatte.
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Während der [[Bauernkriege (Überblick)|Bauernkriege]] zündeten die Lungauer Bauern den Turm vermutlich aus Rache für die Unterstützung des Salzburger [[Fürsterzbischof]]s [[Matthäus Lang von Wellenburg]] an. Erst 1546 wurde sie wieder bewohnt. [[1630]] kaufte der Lungauer Gewerke Karl Jocher den Turm und Hof zu Pichl.  [[1659]] kommt der Turm als Heiratsgut in den Besitz der Familie ''von [[Plaz]]'', die sich in der Folge ''von Pichl'' nennt. Ihr Hauptsitz war das [[Schloss Höch]] bei [[Flachau]], darum wurde der Turm zu Pichl aufgegeben und dem Verfall preisgegeben.
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Während der [[Salzburger Bauernaufstände|Bauernkriege]] zündeten die Lungauer Bauern den Turm vermutlich aus Rache für die Unterstützung des Salzburger [[Fürsterzbischof]]s [[Matthäus Lang von Wellenburg]] an. Erst [[1546]] wurde er wieder bewohnt. [[1630]] kaufte der [[Lungau]]er [[Gewerke]] Karl [[Jocher]] den Turm und Hof zu Pichl.  [[1659]] kam der Turm als Heiratsgut in den Besitz der Familie ''von [[Plaz]]'', die sich in der Folge ''von Pichl'' nannte. Ihr Hauptsitz war das [[Schloss Höch]] bei [[Flachau]], darum wurde der Turm zu Pichl aufgegeben und dem Verfall preisgegeben.
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Pichl war ein für seine Entstehungszeit typischer quadratischer Wohn- und Wehrturm. Erhalten ist eine teilweise viergeschossige Mauer aus Schichtmauerwerk, wozu das lokale Geschiebe- und Bruchsteinmaterial verwendet wurde. Im 19. Jahrhundert wurden ein [[Getreidekasten]] und ein Keller eingefügt und an der Westseite ein Schuppen angebaut, der aber inzwischen wieder abgerissen wurde. Im Südeingang befinden sich in zwei Wandnischen leicht überlebensgroße, hölzerne Figuren der Heiligen Georg und  Florian aufgestellt, die um 1900 in Stadl an der Mur in der Steiermark erworben wurden. Im [[20. Jahrhundert]] wurde im Osten ein Austraghaus an die Mauerreste angefügt.
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[[Datei:Burgruine Pichl Mariapfarr Lungau 20250814 1 (6).jpg|thumb|Mariapfarr Burgruine Pichl]]
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In den Wandnischen des Speichers befinden sich lebensgroße Holzfiguren der beiden Heiligen Georg und Florian. Die Burganlage diente den Rittern [[Waldegher]] ab [[1370]] als Ansitz. Sie waren neben den [[Weißpriachern]] und [[Tannhausern]] im 14. und [[15. Jahrhundert]] die bekanntesten Adelsfamilien der Gegend. Ihr Familienwappen - mit der Darstellung des Greifenfußes - ziert auch das Gemeindewappen von Mariapfarr.
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Pichl war ein für seine Entstehungszeit typischer quadratischer Wohn- und Wehrturm. Erhalten ist eine teilweise viergeschossige Mauer aus Schichtmauerwerk, wozu das lokale Geschiebe- und Bruchsteinmaterial verwendet wurde. Im [[19. Jahrhundert]] wurden ein [[Getreidekasten]] und ein Keller eingefügt und an der Westseite ein Schuppen angebaut, der aber inzwischen wieder abgerissen worden ist. Im Südeingang befinden sich in zwei Wandnischen leicht überlebensgroße, hölzerne Figuren der Heiligen Georg und Florian aufgestellt, die um 1900 in Stadl an der Mur in der [[Steiermark]] erworben wurden. Im [[20. Jahrhundert]] wurde im Osten ein Austraghaus an die Mauerreste angefügt.
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Auf einer kleinen Anhöhe neben der Burg steht eine Kapelle, die [[1872]] erbaut wurde, um die bei der Renovierung der [[Pfarr- und Wallfahrtskirche Zu unserer lieben Frau|Wallfahrtskirche Mariapfarr]] nicht mehr erwünschten [[barock]]en Seitenaltäre zu retten.
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Die Burganlage diente den Rittern [[Waldegher]] ab [[1370]] als Ansitz. Sie waren neben den [[Weißpriacher]]n und [[Tannhauser]]n im [[14. Jahrhundert|14.]] und [[15. Jahrhundert]] die bekanntesten [[Adel]]sfamilien der Gegend. Ihr Familienwappen - mit der Darstellung des Greifenfußes - ziert auch das Gemeindewappen von Mariapfarr.
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Auf einer kleinen Anhöhe neben der Burg steht die [[Suppankapelle]], die [[1872]] erbaut wurde, um die bei der Renovierung der [[Pfarr- und Wallfahrtskirche Zu unserer lieben Frau|Wallfahrtskirche Mariapfarr]] nicht mehr erwünschten [[barock]]en Seitenaltäre zu retten.
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== Bilder ==
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==Quellen==
 
==Quellen==
*   Lungau Reisemagazin Sommer 2008 (Link bei einer Überprüfung 2018 nicht mehr verfügbar)
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* [https://austria-forum.org/af/AustriaWiki/Burgruine_Pichl austria-forum.org] Burgruine Pichl
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* [[Friederike Zaisberger|Zaisberger, Friederike]]; [[Walter Schlegel|Schegel, Walter]]: ''Burgen und Schlösser in Salzburg'', ''Pongau, Pinzgau, Lungau'', Birken-Verlag, Wien [[1978]], Seite 52
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* [https://de.scribd.com/document/16441709/LungauTravel-Reisemagazin-Sommer-2008 Lungau Reisemagazin, Sommer 2008]
 
* {{wikipedia-de}}
 
* {{wikipedia-de}}
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{{SORTIERUNG: Pichl, Ruine}}
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{{SORTIERUNG: Pichl, Burgruine}}
 
[[Kategorie:Lungau]]
 
[[Kategorie:Lungau]]
 
[[Kategorie:Mariapfarr]]
 
[[Kategorie:Mariapfarr]]