Caloptilia betulicola: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 6. April 2025, 09:34 Uhr
Caloptilia betulicola (Gracilaria betulicola M. Hering, 1928: 168-169) ist eine Art aus der Ordnung Lepidoptera, Familie Gracillariidae.
Diagnose
Bei Kenntnis der Nahrungspflanze durch Zucht ist die wenig gepunktete Art meist eindeutig zu erkennen, da Caloptilia populetorum im Allgemeinen eine hellere Grundfarbe und eine stärkere Fleckung besitzt.. Gefangene Tiere können aber nur durch anatomische Untersuchung sicher von anderen ähnlichen Arten, besonders Caloptilia elongella oder Caloptilia roscipennella, oder auch Caloptilia rufipennella unterschieden werden. Die Minen und Blattrollen der Raupen sind ohne Zucht der Imgao nicht sicher von jenen der Caloptilia populetorum zu unterscheiden, die Blattrollen sind aber im Gegensatz zu jener eher quer zur Mittelader des Blattes angelegt.
Verbreitung, Lebensraum und Phänologie[1]
C. betulicola ist aus Salzburg in den Zonen I (Alpenvorland und Flyschzone), Ia (Stadt Salzburg) und IV (Zentralalpen, Zoneneinteilung nach Embacher et al. (2024), in einer Höhe von 420 bis 1600 m bekannt geworden, wobei aus allen drei Zonen neben Minenfunden auch überprüfte imaginale Nachweise vorliegen. Lebensraum der Art ist im Unzinger Moor, im Weidmoos und im Sam-Moos jeweils ein Hochmoor mit einem ausgedehnten Bestand von Moorbirken, in Kasern ein abwechslungsreich strukturierter Waldrand (Kurz & Kurz 2025). Im Gebirge besiedelt die Art vermutlich Gebüschstreifen an den Bächen. Wie bei einigen ihrer Verwandten, entwickelt sich bei C. betulicola vermutlich nur eine Generation im Jahr, wobei die Imagines überwintern (Funde im März und April), ein Raupenfund stammt aus dem Juli.
Nachbarfaunen
Biologie und Gefährdung
Eines der oben erwähnten Tiere wurde gegen Abend fliegend angetroffen, das zweite gegen Mittag (Kurz & Kurz 2020). Darüber hinaus ist über die Lebensweise der Imagines, wie auch über jene der Raupen in Salzburg nichts bekannt. Die Raupen fressen jung in einer Mine an Birkenblättern (Betula sp., in Salzburg an der Moorbirke, Betula pubescens angetroffen), später erzeugen sie Blattrollen, die quer zur Längsachse des Blattes orientiert sind. Syntop und an derselben Nahrungspflanze konnten im Sam-Moos auch Bucculatrix demaryella, Parornix betulae und Coleophora serratella festgestellt werden, die somit in Konkurrenz durch gemeinsame Ressourcennutzung treten. Eine eventuelle Gefährdung der Art in Salzburg kann mangels Daten nicht beurteilt werden. Die vorläufige Einstufung lautet auf "potentiell bedroht" wegen des bedrohten Lebensraumes Hochmoor.
Weiterführende Informationen
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Quellen
- Embacher, Gernot; Gros, Patrick; Kurz, M. A.; Kurz, M. E. & Zeller-Lukashort, Christof, 2011: Die Schmetterlinge des Landes Salzburg. Teil I: Systematisches Verzeichnis mit Verbreitungsangaben für die geologischen Zonen des Landes (Insecta: Lepidoptera). Mitteilungen aus dem Haus der Natur 19: 5-89.
- Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2020. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 06 August 2020].
- ↑ siehe Phänologie