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[[Datei:Der Weg der Wallfaher nach St. Wolfgang, Schautafel in St. Wolfgang.jpg|thumb|Der Weg der Wallfahrer nach St. Wolfgang, Schautafel in St. Wolfgang]]
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{{Wallfahrtsorte}}
{{Wallfahrtsorte}}[[Datei:Pilgerweg über den Falkenstein nach St. Wolfgang.jpg|thumb|Pilgerweg über den [[Falkenstein]] und [[Ried (St. Gilgen)]] nach [[St. Wolfgang]]]]
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[[Datei:Wolfgangsee_Fürberg_Falkensteinweg_Seifert_2020.jpg|thumb|Blick auf den Ortsteil [[Fürberg (St. Gilgen)|Fürberg]] (links) in [[St. Gilgen]]. Der erkennbare Weg im grünen Abhang des [[Schafberg]]s ist der [[Falkensteinweg]], der nach [[St. Wolfgang im Salzkammergut]] führt.]]
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[[Datei:Pilgerweg über den Falkenstein nach St. Wolfgang.jpg|thumb|Pilgerweg über den [[Falkenstein]] und [[Ried (St. Gilgen)]] nach [[St. Wolfgang]].]]
 
Die '''Wallfahrt zu St. Wolfgang''' geht auf die Heiligenverehrung von [[Wolfgang von Regensburg]] zurück.
 
Die '''Wallfahrt zu St. Wolfgang''' geht auf die Heiligenverehrung von [[Wolfgang von Regensburg]] zurück.
    
==Geschichte==
 
==Geschichte==
Der als ''Hl. Wolfgang'' bekannt gewordene Missionar lebte im [[10. Jahrhundert]] und verbrachte einige Jahre im Gebiet des [[Wolfgangsee]]s. Genauer gesagt zunächst am [[Falkenstein]] und anschließend in der [[Wallfahrtskirche St. Wolfgang]].
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Der als ''hl. Wolfgang'' bekannt gewordene Missionar lebte im [[10. Jahrhundert]] und verbrachte einige Jahre im Gebiet des [[Wolfgangsee]]s. Genauer gesagt zunächst am [[Falkenstein]] und anschließend in der [[Wallfahrtskirche St. Wolfgang]].
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Da die Wallfahrtskirche St. Wolfgang zum [[Kloster Mondsee]] gehörte, war der sich entwickelnde ''Wolfgangkult'' und die [[Wallfahrt]] zu seiner Kirche ein wichtiger wirtschaftlicher Zweig des Klosters. Im [[16. Jahrhundert]] verzeichnete man Erträge von 15.000 bis 18.000 Goldgulden jährlich, die die riesigen Pilgerströme abwarfen. „Wildnuß und Einöd des aberseeischen Gepyrg“ machte den Falkenstein zu einer ununterbrochenen Wallfahrtsstätte, die bis heute zu den wichtigsten Elementen des „Wolfgangkultes“ zählt.  
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Da die Wallfahrtskirche St. Wolfgang zum [[Kloster Mondsee]] gehörte, war der sich entwickelnde ''Wolfgangkult'' und die [[Wallfahrt]] zu seiner Kirche ein wichtiger wirtschaftlicher Zweig des Klosters. Im [[16. Jahrhundert]] verzeichnete man Erträge von 15.000 bis 18.000 Goldgulden jährlich, die die riesigen Pilgerströme abwarfen. "Wildnuß und Einöd des aberseeischen Gepyrg" machte den Falkenstein zu einer ununterbrochenen Wallfahrtsstätte, die bis heute zu den wichtigsten Elementen des "Wolfgangkultes" zählt.  
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Zur Zeit Kaiser Ferdinand des III. (* 1415; † 1493), von dem die Kunde  geht, dass er von Linz nach [[St. Wolfgang]] wallfahrtete, erschienen im  österreichischen Raum die ersten Landschafts- und Stadtansichten auf  Altären und Tafelbildern. Auf dem Tafelbild „Kirchenbau des Hl.  Wolfgang“ von [[Michael Pacher]], malte der Meister die erste Ausfahrt  der Boote, mit Sparber und einigen Häusern im Bereich des heutigen  [[Strobl]] am [[Wolfgangsee]] um [[1481]]. Das Hinbegeben an bestimmte  heilige Plätze, die an das Wirken einer Gottheit an bestimmten Orten  gebunden war, veranlasste die Menschen zur [[Wallfahrt]], die so alt ist  wie die Menschheitsgeschichte. Das Loslösen aus der heimischen  Umgebung, das Hinwenden an vertraute Kultstätten ließ auch in St.  Wolfgang eine der berühmtesten Wallfahrtsstätten des [[Mittelalter]]s  neben Rom, Aachen und Einsiedeln entstehen.  
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Zur Zeit Kaiser Ferdinand des III. (* 1415; † 1493), von dem die Kunde  geht, dass er von Linz nach [[St. Wolfgang]] wallfahrtete, erschienen im  österreichischen Raum die ersten Landschafts- und Stadtansichten auf  Altären und Tafelbildern. Auf dem Tafelbild "Kirchenbau des Hl.  Wolfgang" von [[Michael Pacher]], malte der Meister die erste Ausfahrt  der Boote, mit Sparber und einigen Häusern im Bereich des heutigen  [[Strobl]] am [[Wolfgangsee]] um [[1481]]. Das Hinbegeben an bestimmte  heilige Plätze, die an das Wirken einer Gottheit an bestimmten Orten  gebunden war, veranlasste die Menschen zur [[Wallfahrt]], die so alt ist  wie die Menschheitsgeschichte. Das Loslösen aus der heimischen  Umgebung, das Hinwenden an vertraute Kultstätten ließ auch in St.  Wolfgang eine der berühmtesten Wallfahrtsstätten des [[Mittelalter]]s  neben Rom, Aachen und Einsiedeln entstehen.  
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Im November [[1506]] besuchte Kaiser [[Maximilian I.]] als Wallfahrer seine neuen Besitzungen und Ländereien im Wolfgangland. ''...Maximilian erlaubt für die Zeit seiner Anwesenheit kraft päpstlicher Vollmacht den Mönchen von St. Wolfgang den in der Ordensregel verbotenen Fleischgenuss...''. Von St. Wolfgang war der Kaiser so begeistert, dass er sogar am „Valkenstain“ begraben werden wollte.  
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Im November [[1506]] besuchte Kaiser [[Maximilian I.]] als Wallfahrer seine neuen Besitzungen und Ländereien im Wolfgangland. "''...Maximilian erlaubt für die Zeit seiner Anwesenheit kraft päpstlicher Vollmacht den Mönchen von St. Wolfgang den in der Ordensregel verbotenen Fleischgenuss...''". Von St. Wolfgang war der Kaiser so begeistert, dass er sogar am "Valkenstain" begraben werden wollte.  
    
Früher kamen alle Wallfahrer über die [[Saumpfad|Saum-]] und Trampelpfade des Falkensteins nach St. Wolfgang oder pilgerten am Rückweg zur Ruhe und Besinnung dorthin. Die Pilgerströme vereinten sich in [[St. Gilgen]] und führten dann entweder mit dem Schiff über den [[Wolfgangsee]] oder aber zu Fuß in Richtung [[Krottensee]], etwa beim heutigen [[Europakloster Gut Aich]] und [[Fürberg (St. Gilgen)]] vorbei über den [[Falkensteinweg]] nach St. Wolfgang.
 
Früher kamen alle Wallfahrer über die [[Saumpfad|Saum-]] und Trampelpfade des Falkensteins nach St. Wolfgang oder pilgerten am Rückweg zur Ruhe und Besinnung dorthin. Die Pilgerströme vereinten sich in [[St. Gilgen]] und führten dann entweder mit dem Schiff über den [[Wolfgangsee]] oder aber zu Fuß in Richtung [[Krottensee]], etwa beim heutigen [[Europakloster Gut Aich]] und [[Fürberg (St. Gilgen)]] vorbei über den [[Falkensteinweg]] nach St. Wolfgang.
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Diese große Beliebtheit St. Wolfgangs war den Salzburgern schon lange ein Dorn im Auge. Der [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Kirchenfürst]] wäre ständig daran erinnert worden, dass Grund und Boden für das Grabmal am Falkenstein in der Nähe von Salzburg nur ein Pfand in seiner Hand ist und bei Rückzahlung der Pfandsumme wieder dem Habsburger-Reich eingegliedert werden könnte.
 
Diese große Beliebtheit St. Wolfgangs war den Salzburgern schon lange ein Dorn im Auge. Der [[Salzburger Erzbischöfe|Salzburger Kirchenfürst]] wäre ständig daran erinnert worden, dass Grund und Boden für das Grabmal am Falkenstein in der Nähe von Salzburg nur ein Pfand in seiner Hand ist und bei Rückzahlung der Pfandsumme wieder dem Habsburger-Reich eingegliedert werden könnte.
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In Predigten wetterten die Salzburger Kleriker von der Kanzel:''...die Salzburger würden wohl nach St. Wolfgang wallfahrten, von ihren eigenen Heiligen, [[Rupert von Worms|Rupert]] und [[Virgil]], wüssten sie aber nichts...''
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In Predigten wetterten die Salzburger Kleriker von der Kanzel:"''...die Salzburger würden wohl nach St. Wolfgang wallfahrten, von ihren eigenen Heiligen, [[Rupert von Salzburg|Rupert]] und [[Virgil]], wüssten sie aber nichts...''"
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Die [[Schifffahrtsordnung der Schöffleute]] vom [[11. April]] [[1647]]  für die Rechte und Pflichten der Hin- und Rückfahrt der Pilger zur  Gnadenstätte des heiligen Wolfgang, war schon im Mittelalter auf 14  Zillen von St. Wolfgang und die selbe Anzahl für [[St. Gilgen]]  festgelegt. Zur genauen Überwachung gab es einen Schöffmeister. Die  Bezahlung des „Zillengeldes“ des Fuhrlohnes, war für die ganze  Wallfahrergruppe üblich. Für eine Stunde Fahrt St. Wolfgang - Strobl  nahm man 50 Kreuzer, eineinhalb Stunden St.Wolfgang – St. Gilgen 70  Kreuzer. Transport und Seefrächterei lag zur Gänze in den Händen der  ehrsamen Bürgerschaft.  
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Die [[Schifffahrtsordnung der Schöffleute]] vom [[11. April]] [[1647]]  für die Rechte und Pflichten der Hin- und Rückfahrt der Pilger zur  Gnadenstätte des heiligen Wolfgang, war schon im Mittelalter auf 14  Zillen von St. Wolfgang und die selbe Anzahl für [[St. Gilgen]]  festgelegt. Zur genauen Überwachung gab es einen Schöffmeister. Die  Bezahlung des "Zillengeldes" des Fuhrlohnes, war für die ganze  Wallfahrergruppe üblich. Für eine Stunde Fahrt St. Wolfgang - Strobl  nahm man 50 Kreuzer, eineinhalb Stunden St.Wolfgang – St. Gilgen 70  Kreuzer. Transport und Seefrächterei lag zur Gänze in den Händen der  ehrsamen Bürgerschaft.  
    
==Quellen==
 
==Quellen==