Tourismusverband St. Michael im Lungau: Unterschied zwischen den Versionen

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== Allgemeines ==
== Allgemeines ==
Geschäftsführer des [[Tourismusverband]]es ist seit November 2010 [[Heinz Schwendinger]].
Geschäftsführer des [[Tourismusverband]]es ist seit November 2010 [[Heinz Schwendinger]], Obfrau seit [[2017]] Elisabeth Schwarzenbacher.


== Unterschriftenliste gegen Windräder am Aineck ==
== Geschichte ==
Gegen die <em>geplante Verschandelung der Lungauer Bergkuppen mit Windrädern</em> wollte Heinz Schwendinger im Herbst 2011 etwas unternehmen und legte eine Unterschriftenliste auf.
=== Die Aufbruchszeit der 1970er-Jahre ===
Vorläufer des Fremdenverkehrsverbandes – heuteTourismusverband – war der sogenannte Ortsverschönerungsverein.


=== Vorgeschichte ===
Einen spürbaren Aufschwung erfuhr der Tourismus in St. Michael erst durch die Eröffnung der [[Tauern Autobahn]] ab Mitte der [[1970er]]-Jahre. Wie sich [[Peter Bayr]], der damalige Fremdenverkehrsobmann von St. Michael, erinnerte, war im Jänner [[1969]] eine einzige Nächtigung zu verzeichnen gewesen. Die Autobahn schuf nun eine Aufbruchsstimmung und die örtliche Hotellerie tätigte beträchtliche Investitionen, die wesentlich zur positiven Entwicklung des Ortes beitrugen. Steil aufwärts ging es ab [[1975]] mit der Eröffnung des [[Katschbergtunnel]]s. In St. Michael boomten auch die Nächtigungen der Durchreisenden, eine große Rolle spielten [[Privatzimmervermietung|Privatzimmervermieter]].
Der [[Samson-Windpark]] am [[Aineck]] im Gemeindegebiet von [[St. Margarethen im Lungau]] ist ein geplanter Standort für [[Windenergie|Windräder]]. Schon mit einem Windrad könnte man durchschnittlich eintausend Haushalte mit Strom versorgen. Natürlich auch [[Fremdenverkehr]]<nowiki>seinrichtungen</nowiki> wie [[Aufstiegshilfen|Liftanlagen]]. Nun grenzt das Gipfelgebiet des Ainecks an das Gemeindegebiet von St. Michael.
[[Datei:Katschberg Aineck.jpg|thumb|Der Westhang des Ainecks am Katschberg, auf dessen Gipfelplateau der Samson-Windpark entstehen soll]]
Als "<em>schwerwiegende Eingriffe in die überwiegend noch intakte Lungauer Bergwelt</em>" sah Schwendinger aber die Errichtung der geplanten Windräder. Er legte Unterschriftenlisten in seinem Tourismusbüro in St. Michael gegen den Bau der Anlage auf. Allein in St. Michael hätten bereits bis Mitte September 2011 mehr als 1&nbsp;500 Leute unterschrieben. Schwendinger verschickte diese Liste auch an andere Tourismusverbände im Lungau. Doch schon in der Nachbargemeinde Sankt Margarethen verhielt man sich beim [[Tourismusverband Sankt Margarethen im Lungau|Tourismusverband]] zurückhaltend, was eine Unterstützung dieser Aktion betrifft.  Auch im [[Tamsweg]]er [[Tourismusverband Tamsweg|Tourismusbüro]] blieb man neutral und unterstützte die Unterschriftenlistenaktion nicht.


Was aber in dieser Debatte gar nicht erwähnt wurde, ist der Umstand, dass zumindest am [[Katschberg]], dessen Skigebiete auf Salzburger Seite auch zur Gemeinde St. Michael im Lungau gehören, Pistentrassierungen und Liftanlagen auf das Aineck zu unübersehbaren Narben in der Natur führten.  
=== 2011: Unterschriftenliste gegen Windräder am Aineck ===
Gegen die "<em>geplante Verschandelung der Lungauer Bergkuppen mit Windrädern</em>" wollte Geschäftsführer Heinz Schwendinger im Herbst 2011 etwas unternehmen und legte eine Unterschriftenliste auf.


Auch sieht die UNESCO keine Bedenken bei der Errichtung von Windrädern in der ''Entwicklungszone'' des [[Biosphärenpark - Modellregion für nachhaltige Entwicklung|Biosphärenparks Lungau]]. Dies teilte Günter Köck, der für UNESCO-Biosphärenparks in Österreich verantwortliche Sekretär, mit. [[Franz Kok]], Projektbetreiber des Samson-Windparks, wies die Bedenken von Schwendinger mit dem Hinweis zurück, dass es mittlerweile Studien gebe, die keine negativen Auswirkungen von Windrädern auf den Fremdenverkehr ergäben.
'''Vorgeschichte'''
Der [[Samson-Windpark]] am [[Aineck]] im Gemeindegebiet von [[St. Margarethen im Lungau]] ist ein geplanter Standort für [[Windenergie|Windräder]]. Schon mit einem Windrad könnte man durchschnittlich eintausend Haushalte mit Strom versorgen. Natürlich auch [[Fremdenverkehr]]<nowiki>seinrichtungen</nowiki> wie [[Aufstiegshilfen|Liftanlagen]]. Nun grenzt das Gipfelgebiet des Ainecks an das Gemeindegebiet von St. Michael.
[[Datei:Katschberg Aineck.jpg|thumb|Der Westhang des Ainecks am Katschberg, auf dessen Gipfelplateau der Samson-Windpark entstehen soll(te)]]
Als "<em>schwerwiegende Eingriffe in die überwiegend noch intakte Lungauer Bergwelt</em>" sah Schwendinger aber die Errichtung der geplanten Windräder. Er legte in seinem Tourismusbüro in St. Michael Unterschriftenlisten gegen den Bau der Anlage auf. Allein in St. Michael seien bereits bis Mitte September 2011 mehr als 1&nbsp;500 Unterschriften geleistet worden. Schwendinger verschickte seine Liste auch an andere Tourismusverbände im Lungau. Doch schon in der Nachbargemeinde [[St. Margarethen im Lungau|St. Margarethen]] verhielt man sich beim [[Tourismusverband St. Margarethen im Lungau|Tourismusverband]] zurückhaltend, was eine Unterstützung dieser Aktion betraf. Auch im [[Tamsweg]]er [[Tourismusverband Tamsweg|Tourismusbüro]] blieb man neutral und unterstützte die Unterschriftenlistenaktion nicht.


== Weblinks ==
Was aber in dieser Debatte gar nicht erwähnt wurde, ist der Umstand, dass zumindest am [[Katschberg]], dessen Skigebiete auf Salzburger Seite auch zur Gemeinde St. Michael im Lungau gehören, Pistentrassierungen und Liftanlagen auf das Aineck zu unübersehbaren Narben in der Natur geführt hatten.
{{homepage|http://www.stmichael-lungau.info}}
 
== Quelle ==
Auch sah die [[UNESCO]] keine Bedenken bei der Errichtung von Windrädern in der ''Entwicklungszone'' des [[Biosphärenpark - Modellregion für nachhaltige Entwicklung|Biosphärenparks Lungau]]. Dies teilte Günter Köck, der für UNESCO-Biosphärenparks in Österreich verantwortliche Sekretär, mit. [[Franz Kok]], Projektbetreiber des Samson-Windparks, wies Schwendingers Bedenken mit dem Hinweis zurück, dass es mittlerweile Studien gebe, die keine negativen Auswirkungen von Windrädern auf den Fremdenverkehr ergäben.
 
== Weblink ==
{{homepage|https://www.sankt-michael.at}}
== Quellen ==
* [[Bezirksblätter Salzburg]], 28. Juni 2016: [https://www.meinbezirk.at/lungau/c-wirtschaft/in-st-michael-war-der-fremdenverkehr-ein-spaetzuender_a1781083 ''In St. Michael war der Fremdenverkehr ein "Spätzünder"]
* {{Quelle SN|16. September 2011}}
* {{Quelle SN|16. September 2011}}




[[Kategorie:Tourismus]]
[[Kategorie:Tourismus]]

Aktuelle Version vom 11. Dezember 2024, 18:37 Uhr

Der Tourismusverband St. Michael im Lungau ist eine Einrichtung zur Förderung des Fremdenverkehrs in der Lungauer Gemeinde St. Michael im Lungau.

Allgemeines

Geschäftsführer des Tourismusverbandes ist seit November 2010 Heinz Schwendinger, Obfrau seit 2017 Elisabeth Schwarzenbacher.

Geschichte

Die Aufbruchszeit der 1970er-Jahre

Vorläufer des Fremdenverkehrsverbandes – heuteTourismusverband – war der sogenannte Ortsverschönerungsverein.

Einen spürbaren Aufschwung erfuhr der Tourismus in St. Michael erst durch die Eröffnung der Tauern Autobahn ab Mitte der 1970er-Jahre. Wie sich Peter Bayr, der damalige Fremdenverkehrsobmann von St. Michael, erinnerte, war im Jänner 1969 eine einzige Nächtigung zu verzeichnen gewesen. Die Autobahn schuf nun eine Aufbruchsstimmung und die örtliche Hotellerie tätigte beträchtliche Investitionen, die wesentlich zur positiven Entwicklung des Ortes beitrugen. Steil aufwärts ging es ab 1975 mit der Eröffnung des Katschbergtunnels. In St. Michael boomten auch die Nächtigungen der Durchreisenden, eine große Rolle spielten Privatzimmervermieter.

2011: Unterschriftenliste gegen Windräder am Aineck

Gegen die "geplante Verschandelung der Lungauer Bergkuppen mit Windrädern" wollte Geschäftsführer Heinz Schwendinger im Herbst 2011 etwas unternehmen und legte eine Unterschriftenliste auf.

Vorgeschichte Der Samson-Windpark am Aineck im Gemeindegebiet von St. Margarethen im Lungau ist ein geplanter Standort für Windräder. Schon mit einem Windrad könnte man durchschnittlich eintausend Haushalte mit Strom versorgen. Natürlich auch Fremdenverkehrseinrichtungen wie Liftanlagen. Nun grenzt das Gipfelgebiet des Ainecks an das Gemeindegebiet von St. Michael.

Der Westhang des Ainecks am Katschberg, auf dessen Gipfelplateau der Samson-Windpark entstehen soll(te)

Als "schwerwiegende Eingriffe in die überwiegend noch intakte Lungauer Bergwelt" sah Schwendinger aber die Errichtung der geplanten Windräder. Er legte in seinem Tourismusbüro in St. Michael Unterschriftenlisten gegen den Bau der Anlage auf. Allein in St. Michael seien bereits bis Mitte September 2011 mehr als 1 500 Unterschriften geleistet worden. Schwendinger verschickte seine Liste auch an andere Tourismusverbände im Lungau. Doch schon in der Nachbargemeinde St. Margarethen verhielt man sich beim Tourismusverband zurückhaltend, was eine Unterstützung dieser Aktion betraf. Auch im Tamsweger Tourismusbüro blieb man neutral und unterstützte die Unterschriftenlistenaktion nicht.

Was aber in dieser Debatte gar nicht erwähnt wurde, ist der Umstand, dass zumindest am Katschberg, dessen Skigebiete auf Salzburger Seite auch zur Gemeinde St. Michael im Lungau gehören, Pistentrassierungen und Liftanlagen auf das Aineck zu unübersehbaren Narben in der Natur geführt hatten.

Auch sah die UNESCO keine Bedenken bei der Errichtung von Windrädern in der Entwicklungszone des Biosphärenparks Lungau. Dies teilte Günter Köck, der für UNESCO-Biosphärenparks in Österreich verantwortliche Sekretär, mit. Franz Kok, Projektbetreiber des Samson-Windparks, wies Schwendingers Bedenken mit dem Hinweis zurück, dass es mittlerweile Studien gebe, die keine negativen Auswirkungen von Windrädern auf den Fremdenverkehr ergäben.

Weblink

Quellen