Bräustübl Gablerbräu: Unterschied zwischen den Versionen

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Das Bräustübl Gablerbräu war ein Salzburger Bräustübl, das zum Gablerbräu in der rechtsufrigen Altstadt von Salzburg war.

Allgemeines

Obwohl das Gablerbräu selbst an der Linzer Gasse liegt, befand sich das Bräustübl entlang der Priesterhausgasse mit Eingang in der Dreifaltigkeitsgasse. In das Bräu kehrten sämtliche Salzburger Bevölkerungsschichten ein. Das Rupertistüberl war für die Bürger der Stadt Salzburg vorgesehen.

Geschichte

Franz Mayr, Besitzer des Gablerbräus, ließ 1902 die Wagenremise des Gablerbräus an der Dreifaltigkeitsgasse zu einem Bräustübl umbauen. Franz war ein Vertreter des so genannten "Bildungsbürgertums". Er besaß ein ausgeprägtes Geschichts- und Traditionsbewusstsein. Für einen der Räume des neuen Bräustübls, dem Rupertistüberl, fertigte er selbst Zeichnungen und Aquarelle für die Wappen- und Schnitzmotive.

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts wurde das Bräustübl geschlossen. Das Trachtenmoden- Jagdgeschäft Kettner zog ein und blieb bis in die ersten Jahre des 21. Jahrhunderts. Nach einer Generalsanierung und eines Umbaus des Hotel Gablerbräus soll dieser Teil 2012 wieder geöffnet werden.

Rupertistüberl

Das Rupertistüberl, auch Wappenstüberl genannt, ist mit 20 spätmittelalterlichen erzbischöflichen Wappen im Wappenfries ausgestattet. Es sind dies folgende Erzbischöfe:
Leonhard von Keutschach, Sigmund II. von Hollenegg, Friedrich V. von Schaunberg, Johann III. Beckenschlager, Bernhard von Rohr, Burkhard II. von Weißpriach, Sigismund I. von Volkersdorf, Friedrich IV. Truchseß von Emmerberg, Johann II. von Reisberg, Eberhard IV. von Starhemberg, Eberhard III. von Neuhaus, Gregor Schenk von Osterwitz, Pilgrim II. von Puchheim, Ortolf von Weißeneck, Heinrich von Pirnbrunn, Friedrich III. von Leibnitz, Weichart von Polheim, Konrad IV. von Fohnsdorf, Rudolf I. von Hoheneck und Friedrich II. von Walchen;

Vorbild für die Schnitzereien von Mayr war vermutlich der Hallenschrank aus Rauris, der um 1500 entstand und sich heute in der Festung Hohensalzburg befindet. Auch ein in Familienbesitz befindlicher "Tirolerschrank", der sich heute in Schärding am Inn befindet, war für gewisse Details Vorlage für Mayr.

Quelle