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| | + | [[File:Actitis hypoleucosCommon SandpiperFlussuferläufer.JPG|thumb|Flussuferläufer, ein in Salzburg bereits gefährdeter Watvogel]] |
| | [[Datei:Flussuferläufer, Darscholacke.jpg|thumb|Flussuferläufer am Ufer der Darscholacke im burgenländischen Seewinkel]] | | [[Datei:Flussuferläufer, Darscholacke.jpg|thumb|Flussuferläufer am Ufer der Darscholacke im burgenländischen Seewinkel]] |
| | [[Datei:Flussuferläufer 1.jpg|thumb|Flussuferläufer]] | | [[Datei:Flussuferläufer 1.jpg|thumb|Flussuferläufer]] |
| | [[Datei:Flussuferläufer 2.jpg|thumb|Flussuferläufer]] | | [[Datei:Flussuferläufer 2.jpg|thumb|Flussuferläufer]] |
| − | [[Datei:Flussuferläufer, Durchzügler.JPG|thumb|Flussuferläufer als Durchzügler am Nordufer des [[Zeller See]]s, beobachtet am 13. April 2016]] | + | [[Datei:Flussuferläufer, Durchzügler.JPG|thumb|Flussuferläufer als Durchzügler am Nordufer des [[Zeller See]]s, beobachtet am 15. April 2016]] |
| − | Der '''Flussuferläufer''' (''Actitis hypoleucos'') zählt zur Familie der Watvögel. | + | Der '''Flussuferläufer''' (''Actitis hypoleucos'') zählt zur großen und vielgestaltigen [[Glossar Biologie#O|Ordnung]] der [[Watvögel, Möwenvögel, Alkenvögel]]. |
| | ==Allgemeines == | | ==Allgemeines == |
| − | Watvögel sind fast alle langbeinig, leben in der Regel entweder an Küsten, an Ufern oder in Feuchtgebieten des Binnenlandes. Sie ernähren sich von Würmern, Mollusken, Insekten und deren Larven, von Krebstieren, Kleinfischen oder auch von Pflanzen. Sie nisten in der Regel in einfachen Bodenmulden, die Küken sind Nestflüchter und suchen von Anfang an selbständig nach Nahrung, wobei sie von einem Elternteil beaufsichtigt werden. | + | Watvögel sind fast alle langbeinig, leben in der Regel entweder an Küsten, an Ufern oder in Feuchtgebieten des Binnenlandes. Sie ernähren sich von Würmern, [[Weichtiere|Mollusken]], [[Insekten]] und deren Larven, von [[Krebse|Krebstieren]], von Klein[[fische]]n oder auch von Pflanzen. |
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| | + | Sie nisten in der Regel in einfachen Bodenmulden, die Küken sind Nestflüchter und suchen von Anfang an selbständig nach Nahrung, wobei sie von einem Elternteil beaufsichtigt werden. |
| | ==Charakteristisches== | | ==Charakteristisches== |
| | Der Flussuferläufer brütet gern an steinigen Flüssen und Bächen, aber auch in Wäldern und an Seeufern. Er überwintert in Südeuropa oder in Afrika und begibt sich allein oder in einer kleinen Gruppe auf den Vogelzug. | | Der Flussuferläufer brütet gern an steinigen Flüssen und Bächen, aber auch in Wäldern und an Seeufern. Er überwintert in Südeuropa oder in Afrika und begibt sich allein oder in einer kleinen Gruppe auf den Vogelzug. |
| | ==Flussuferläufer im Bundesland Salzburg== | | ==Flussuferläufer im Bundesland Salzburg== |
| | ===Lebensweise und Lebensraum=== | | ===Lebensweise und Lebensraum=== |
| − | Er kommt ab April und ist ab Ende September nur mehr vereinzelt zu beobachten. Er ist ein [[Bodenbrüter]], dessen ursprüngliche Habitate Schotterbänke und Umlagerungsstrecken größerer Fließgewässer mit noch natürlichem Fließverhalten sind. Hier brütet er an Flüssen und größeren Bächen. Aufgrund der Flussregulierungen und dem Bau zahlreicher Laufkraftwerke ist er hierzulande selten geworden. Noch findet man ihn als Brutvogel an Schotterbänken von [[Lammer]], [[Saalach]], [[Salzach]] (nördlich von [[Tenneck]]), im [[Tauglgries]] und an der [[Fuscher Ache]]. Einzelne Bruten wurden auch im [[Wildgerlostal]], am [[Unkenbach]], an der [[Urslau]] und in [[St. Michael]] im [[Lungau]] nachgewiesen.
| + | Der Flussuferläufer kommt ab April und ist ab Ende September nur mehr vereinzelt zu beobachten. Er ist ein [[Bodenbrüter]], dessen ursprüngliche Habitate Schotterbänke und Umlagerungsstrecken größerer Fließgewässer mit noch natürlichem Fließverhalten sind. Hier brütet er an Flüssen und größeren Bächen. Aufgrund der Flussregulierungen und dem Bau zahlreicher Laufkraftwerke ist er hierzulande selten geworden. Noch findet man ihn als [[Brutvogel]] an Schotterbänken von [[Lammer]], [[Saalach]], [[Salzach]] (nördlich von [[Tenneck]]), im [[Tauglgries]] und an der [[Fuscher Ache]]. Einzelne Bruten wurden auch im [[Wildgerlostal]], am [[Unkenbach]], an der [[Urslau]] und in [[St. Michael im Lungau]] nachgewiesen. |
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| | ===Bedrohung und Schutzmaßnahmen=== | | ===Bedrohung und Schutzmaßnahmen=== |
| − | Sein Lebensraum wird nicht nur durch die oben erwähnten Regulierungen und Kraftwerke und deren Auswirkungen wie Schwellbetrieb mit täglichen Hochwasserspitzen zerstört, sondern auch durch Freizeitverhalten wie Baden, Lagerfeuer, Motocross, Kanufahren, Rafting, Jetbootfahren und Angelsport gestört. Der gesamte Brutbestand wird mittlerweile auf weniger als 20 Paare geschätzt. | + | Sein Lebensraum wird nicht nur durch die oben erwähnten Regulierungen und Kraftwerke und deren Auswirkungen wie Schwellbetrieb mit täglichen Hochwasserspitzen zerstört, sondern auch durch Freizeitverhalten wie Baden, Lagerfeuer, [[Motocross]], Kanufahren, [[Rafting]], Jetbootfahren und Angelsport gestört. Der gesamte Brutbestand wird mittlerweile auf weniger als 20 Paare geschätzt. |
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| − | Als Schutzmaßnehmen sind die Erhaltung bzw. die Wiederherstellung von Fließgewässern, befristete Betretungsverbote von Arealen, auf denen sich Brutplätze befinden und die Beobachtung der Bestände erforderlich. | + | Als Schutzmaßnehmen sind die Erhaltung bzw. die Wiederherstellung von Fließgewässern, befristete Betretungsverbote für Areale, auf denen sich Brutplätze befinden, und die Beobachtung der Bestände erforderlich. |
| | ===Durchzügler=== | | ===Durchzügler=== |
| − | Neben den wenigen im Bundesland brütenden Flussuferläufern nutzen durchziehende Flussuferläufer bestimmte Örtlichkeiten als Rast- und Futterplatz. So konnte am 13. April ein Flussuferläufer am Nordufer des Zeller Sees beobachtet werden. | + | Neben den wenigen im Bundesland brütenden Flussuferläufern nutzen durchziehende Flussuferläufer bestimmte Örtlichkeiten als Rast- und Futterplätze. So konnte am 15. April 2016 ein Flussuferläufer am Nordufer des [[Zeller See]]s beobachtet werden. Flussuferläufer ziehen allein oder in kleinen Gruppen. |
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| | ==Quellen== | | ==Quellen== |
| − | *Killian Mullarney, Dan Zetterström, Lars Svensson, Der Kosmos Vogelführer, Große Ausgabe, S. 132, sowie 154 - 155, 2. Auflage des 2011 erschienenen KOSMOS-Vogelführers. | + | *Killian Mullarney, Dan Zetterström, Lars Svensson, Der Kosmos Vogelführer, Große Ausgabe, S. 132, sowie 154 – 155, 2. Auflage des 2011 erschienenen KOSMOS-Vogelführers. |
| − | *Leopold Slotta-Bachmayr, Rote Liste der gefährdeten Brutvögel des Bundeslandes Salzburg, Naturschutzbeiträge 38/12, Naturschutz Land Salzburg,Salzburg 2012, S. 85 | + | * [[Leopold Slotta-Bachmayr|Slotta-Bachmayr, Leopold]], [[Christine Medicus|Medicus, Christine]], [[Susanne Stadler|Stadler, Susanne]]: ''Rote Liste der gefährdeten Brutvögel des Bundeslandes Salzburg'', Salzburg, September 2012, HG [[Amt der Salzburger Landesregierung]], [[Amt der Salzburger Landesregierung, Abteilung 13: Naturschutz|Referat 13/02 – Naturschutzfachdienst]], S. 85 |
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