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Als Kurort erlebte Bad Reichenhall in der Zeit um [[1900]] seine höchste Blüte. Vornehmlich der Adel und die Oberschicht  der osteuropäischen Monarchien prägten in der Sommersaison die mondäne Atmosphäre der Stadt. Das Ausbleiben dieser Gäste seit dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] brachte immense wirtschaftliche Probleme. Man suchte daher nach Alternativen für den rückgängigen Sommertourismus. Da der Wintersport voll im Trend lag, dachten der Hotelier Alois Seethaler sowie der Kurvereinssekretär und Skiclubobmann Josef Niedermeier an die Errichtung einer Seilbahn zur Erschließung von Wintersportgebieten. Sie fanden in dem Bankdirektor Otto Ruby einen Mitstreiter, der die Finanzierung sicherstellte. Dieses Trio setzte schließlich bei Stadt und Staat den Bau der Predigtstuhlbahn durch.
 
Als Kurort erlebte Bad Reichenhall in der Zeit um [[1900]] seine höchste Blüte. Vornehmlich der Adel und die Oberschicht  der osteuropäischen Monarchien prägten in der Sommersaison die mondäne Atmosphäre der Stadt. Das Ausbleiben dieser Gäste seit dem [[Erster Weltkrieg|Ersten Weltkrieg]] brachte immense wirtschaftliche Probleme. Man suchte daher nach Alternativen für den rückgängigen Sommertourismus. Da der Wintersport voll im Trend lag, dachten der Hotelier Alois Seethaler sowie der Kurvereinssekretär und Skiclubobmann Josef Niedermeier an die Errichtung einer Seilbahn zur Erschließung von Wintersportgebieten. Sie fanden in dem Bankdirektor Otto Ruby einen Mitstreiter, der die Finanzierung sicherstellte. Dieses Trio setzte schließlich bei Stadt und Staat den Bau der Predigtstuhlbahn durch.
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Im Frühjahr [[1927]] begann die Münchner „Hochtief AG“, die schon die Kreuzeckbahn bei Garmisch-Partenkirchen gebaut hatte, mit der Errichtung der Predigtstuhlbahn. Aufgrund des Einsatzes von etwa hundert Arbeitern, die zum Teil rund um die Uhr im gefährlich steilen Gelände beschäftigt waren, konnten bereits Anfang 1928 die technischen Teile der Bahn unter der Leitung der Kreuzeckbahn AG Garmisch-Partenkirchen den Betrieb aufnehmen. Die Gondeln waren erstmals nicht in rechteckiger Waggonform, sondern in der zwölfeckigen „Pavillonform“ gehalten. Da die modernen Materialien Aluminium und Plexiglas halfen das Gewicht zu verringern, war die Personenkapazität größer, als bei allen bisher bekannten Seilbahnen. Der Architekt Wilhelm Kahr gestaltete die Gebäude der Bahn  im Stil der „Neuen Sachlichkeit“ und versah sie mit modernster Ausstattung. Nach nur 1½-jähriger Bauzeit eröffnete schließlich das Berghotel am 1. Juli 1928.
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Im Frühjahr [[1927]] begann die Münchner "Hochtief AG", die schon die Kreuzeckbahn bei Garmisch-Partenkirchen gebaut hatte, mit der Errichtung der Predigtstuhlbahn. Aufgrund des Einsatzes von etwa hundert Arbeitern, die zum Teil rund um die Uhr im gefährlich steilen Gelände beschäftigt waren, konnten bereits Anfang 1928 die technischen Teile der Bahn unter der Leitung der Kreuzeckbahn AG Garmisch-Partenkirchen den Betrieb aufnehmen. Die Gondeln waren erstmals nicht in rechteckiger Waggonform, sondern in der zwölfeckigen "Pavillonform" gehalten. Da die modernen Materialien Aluminium und Plexiglas halfen das Gewicht zu verringern, war die Personenkapazität größer, als bei allen bisher bekannten Seilbahnen. Der Architekt Wilhelm Kahr gestaltete die Gebäude der Bahn  im Stil der "Neuen Sachlichkeit" und versah sie mit modernster Ausstattung. Nach nur 1½-jähriger Bauzeit eröffnete schließlich das Berghotel am 1. Juli 1928.
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Der Predigtstuhl entwickelte sich zum Wintersportzentrum für gutbetuchte Gäste. In diesen Jahren gab es einen regelrechten Ansturm auf die Bergbahn, zumal die Fahrtzeiten mit denen der Deutschen Reichsbahn, die zugleich Aufsichtsbehörde aller deutschen Seilbahnen war, abgestimmt waren. Man konnte also vom nahegelegenen Kirchberger Bahnhof in kürzester Zeit auf den Berg gelangen. Der Traum vom „deutschen Davos“ hatte sich zumindest in Ansätzen erfüllt. Ab 1932 wurde der Gipfel des Predigtstuhls auch als Segelfluggelände genutzt. Dabei wurden die zerlegten Segelflugzeuge mit den Gondeln der Bahn auf den Berg gebracht. Die Landung erfolgte auf dem [[Flugplatz Reichenhall-Mayerhof|Reichenhaller Flugplatz]]. Das internationale, zahlungskräftige Publikum wurde in der Nazi-Zeit durch den „Kraft durch Freude“- Massentourismus abgelöst. Die sogenannte „KdF-Schwemme“ verlangte bauliche Erweiterungen des Berghotels. So wurde 1935 sogar eine Postagentur mit eigenem Poststempel eröffnet. Der Krieg brachte im Mai 1943 die Umwandlung des Hotels in ein Reservelazarett. Amerikanische Streitkräfte beschlagnahmten die Anlage und nutzten sie als „Recreation Center“. Ab 1949 durfte die Bahn wieder von jedermann benutzt werden. Das Hotel öffnete sich jedoch erst 1953 für den Fremdenverkehr. In den Fünfziger Jahren fanden mehrere große Skisportwettkämpfe statt. Ab 1960 wären sehr kostenintensive Baumaßnahmen nötig gewesen, um weiterhin für Großveranstaltungen in Frage zu kommen. Da man auf diese verzichtete, hatte der Predigtstuhl als Dorado der Wintersportler ausgedient.  
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Der Predigtstuhl entwickelte sich zum Wintersportzentrum für gutbetuchte Gäste. In diesen Jahren gab es einen regelrechten Ansturm auf die Bergbahn, zumal die Fahrtzeiten mit denen der Deutschen Reichsbahn, die zugleich Aufsichtsbehörde aller deutschen Seilbahnen war, abgestimmt waren. Man konnte also vom nahegelegenen Kirchberger Bahnhof in kürzester Zeit auf den Berg gelangen. Der Traum vom "deutschen Davos" hatte sich zumindest in Ansätzen erfüllt. Ab 1932 wurde der Gipfel des Predigtstuhls auch als Segelfluggelände genutzt. Dabei wurden die zerlegten Segelflugzeuge mit den Gondeln der Bahn auf den Berg gebracht. Die Landung erfolgte auf dem [[Flugplatz Reichenhall-Mayerhof|Reichenhaller Flugplatz]]. Das internationale, zahlungskräftige Publikum wurde in der Nazi-Zeit durch den "Kraft durch Freude"- Massentourismus abgelöst. Die sogenannte "KdF-Schwemme" verlangte bauliche Erweiterungen des Berghotels. So wurde 1935 sogar eine Postagentur mit eigenem Poststempel eröffnet. Der Krieg brachte im Mai 1943 die Umwandlung des Hotels in ein Reservelazarett. Amerikanische Streitkräfte beschlagnahmten die Anlage und nutzten sie als "Recreation Center". Ab 1949 durfte die Bahn wieder von jedermann benutzt werden. Das Hotel öffnete sich jedoch erst 1953 für den Fremdenverkehr. In den Fünfziger Jahren fanden mehrere große Skisportwettkämpfe statt. Ab 1960 wären sehr kostenintensive Baumaßnahmen nötig gewesen, um weiterhin für Großveranstaltungen in Frage zu kommen. Da man auf diese verzichtete, hatte der Predigtstuhl als Dorado der Wintersportler ausgedient.  
 
   
 
   
 
Heute wird die Bahn gerne von  Gleitschirmfliegern und Bergwanderern, die die grandiose Aussicht genießen wollen, genutzt.  Die Predigtstuhlbahn erlebte in ihrer Geschichte lediglich einen kleinen Betriebsunfall, bei dem keine Personen- oder Sachschäden zu beklagen waren. Nach Expertenmeinung ist ein sicherer Betrieb mit den Original-Tragseilen noch bis etwa 2030 gewährleistet.  
 
Heute wird die Bahn gerne von  Gleitschirmfliegern und Bergwanderern, die die grandiose Aussicht genießen wollen, genutzt.  Die Predigtstuhlbahn erlebte in ihrer Geschichte lediglich einen kleinen Betriebsunfall, bei dem keine Personen- oder Sachschäden zu beklagen waren. Nach Expertenmeinung ist ein sicherer Betrieb mit den Original-Tragseilen noch bis etwa 2030 gewährleistet.  
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Alle wesentlichen Teile der technischen Ausstattung befinden sich im Zustand der Erbauungszeit. Die Predigtstuhlbahn ist damit die älteste original erhaltene Großkabinenseilbahn Europas und außerdem die älteste ganzjährig verkehrende Personenseilbahn der Welt. Der Verein für Heimatkunde Bad Reichenhall organisierte zum 75-jährigen Bestehen der Bahn eine viel beachtete Ausstellung. Sie war vom 8. Juli bis 6. September 2003 im „Alten Feuerhaus“ in Bad Reichenhall zu sehen.  In der Bergstation der Predigtstuhlbahn ist ein sehenswertes kleines Seilbahn-Museum  zu besichtigen.
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Alle wesentlichen Teile der technischen Ausstattung befinden sich im Zustand der Erbauungszeit. Die Predigtstuhlbahn ist damit die älteste original erhaltene Großkabinenseilbahn Europas und außerdem die älteste ganzjährig verkehrende Personenseilbahn der Welt. Der Verein für Heimatkunde Bad Reichenhall organisierte zum 75-jährigen Bestehen der Bahn eine viel beachtete Ausstellung. Sie war vom 8. Juli bis 6. September 2003 im "Alten Feuerhaus" in Bad Reichenhall zu sehen.  In der Bergstation der Predigtstuhlbahn ist ein sehenswertes kleines Seilbahn-Museum  zu besichtigen.
    
==Technische Daten==
 
==Technische Daten==
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[[Kategorie:Seilbahn]]
 
[[Kategorie:Seilbahn]]
 
[[Kategorie:Technik]]
 
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[[Kategorie:Alpen]]
   
[[Kategorie:Ostalpen]]
 
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[[Kategorie:Bayern]]
 
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[[Kategorie:Rupertiwinkel]]
 
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[[Kategorie:Berchtesgadener Land]]
 
[[Kategorie:Berchtesgadener Land]]
 
[[Kategorie:Ausflugsziel]]
 
[[Kategorie:Ausflugsziel]]
 
[[Kategorie:Denkmalschutz]]
 
[[Kategorie:Denkmalschutz]]