Rallye Dakar 2023: Unterschied zwischen den Versionen

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=== Montag, 9. Jänner 2023:  Ruhetag ===
 
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Walkner freut sich auf den Ruhetag. "Da heißt es regenerieren, mich um meine Hand kümmern und Kraft tanken. Natürlich habe ich mir meine Halbzeitposition ursprünglich anders vorgestellt, aber wenn man am zweiten Tag schon einen schweren Sturz hat und dir dieser dein Selbstvertrauen gleich so dermaßen nimmt, dann ist es sehr schwer für mich, um ein Podium mitzufahren." Er versuche dennoch jeden Tag sein Bestes - "wir werden sehen, was am Ende rauskommt".<ref>Salzburg24.at vom [https://www.salzburg24.at/sport/sportmix/matthias-walkner-macht-bei-rallye-dakar-plaetze-gut-132294706 8. Jänner 2023]</ref>
 
Walkner freut sich auf den Ruhetag. "Da heißt es regenerieren, mich um meine Hand kümmern und Kraft tanken. Natürlich habe ich mir meine Halbzeitposition ursprünglich anders vorgestellt, aber wenn man am zweiten Tag schon einen schweren Sturz hat und dir dieser dein Selbstvertrauen gleich so dermaßen nimmt, dann ist es sehr schwer für mich, um ein Podium mitzufahren." Er versuche dennoch jeden Tag sein Bestes - "wir werden sehen, was am Ende rauskommt".<ref>Salzburg24.at vom [https://www.salzburg24.at/sport/sportmix/matthias-walkner-macht-bei-rallye-dakar-plaetze-gut-132294706 8. Jänner 2023]</ref>
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=== 9. Etappe, Dienstag, 10. Jänner 2023: Riyadh -Haradh ===
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Heute beginnt die zweite Hälfte der 45. Rallye Dakar, die mit sechs Tagen etwas kürzer als die erste Hälfte dauert, aber sehr anspruchsvoll sein wird. Sie führt in die größte Sandwüste der Welt bis an die Grenze zum Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten. In dieser Region der Erde fand bisher noch kein internationaler Motorsport-Wettbewerb statt.
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Um 05:00 Uhr Ortszeit starteten die Motorräder. Nach mehr als der Hälfte der Etappe liegt Walkner an 14. Stelle (08:50 Uhr MEZ) mit rund 24 Minuten Rückstand auf den Tagesführenden Benavides. Sein Team-Kollege Tony Price liegt aktuell an 2. Stelle.
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== Quellen ==
 
== Quellen ==
 
* [https://www.motorsport-magazin.com/dakar/news-280831-dakar-2023-rallye-dakar-2023-saudi-arabien-vorschau-etappen-route-stages/  www.motorsport-magazin.com]
 
* [https://www.motorsport-magazin.com/dakar/news-280831-dakar-2023-rallye-dakar-2023-saudi-arabien-vorschau-etappen-route-stages/  www.motorsport-magazin.com]

Version vom 10. Januar 2023, 08:53 Uhr

Matthias Walkner studiert das Roadbook der 1. Etappe 2023.

Die 45. Rallye Dakar führt vom 31. Dezember 2022 bis 15. Jänner 2023 über fast 5 00 Kilometer in 14 Etappe n quer durch Saudi Arabien. Der Zeitunterschied zu Österreich beträgt plus zwei Stunden (Wien 12 Uhr, Riyadh 14 Uhr).

Matthias Walkner auf KTM ist zum neunten Mal dabei

Am Mittwoch, den 28. Dezember 2022 reiste Matthias Walkner für seine neunte Teilnahme an der Rallye Dakar nach Saudi Arabien. Nach seinem Sieg 2018 und dem dritten Rang bei der Auflage vor einem Jahr zählt Walkner trotz einer Schulter-Operation im Vorfeld des Saisonhöhepunkts zum Favoritenkreis. Vor dem Start der härtesten Wüstenrallye der Welt am Silvestertag sprach der 36-jährige Motocross-Pilot aus Kuchl im SN-Interview über sein persönliches Ziel, die Einzigartigkeit der Dakar und worüber er sich ärgern muss.

Auf die Frage, was die Rallye Dakar so besonders schwierig machte, antwortete Walkner: „Das Schwierigste ist, über einen Zeitraum von 14 Fahrtagen möglichst wenig Fehler zu machen. Und falls mal ein Problem auftritt, musst du es möglichst schnell lösen. Die Dakar ist auch undankbar, weil du 13 Tage super unterwegs sein kannst, aber wenn am letzten Tag ein Fehler passiert, war alles davor umsonst. Wer am wenigsten Fehler macht, siegt.“

Die Etappen

Neuerungen im Reglement

2023 wird es erstmals bis zum ersten Tankstopp für den Tagesstarter in der Motorrad-Kategorie ein neues Belohnungssystem in Form von Zeitgutschriften geben. Das ist so zu verstehen: Der Etappensieger muss als Erster am nächsten Tag die Etappe eröffnen. Darin liegt der große Nachteil, dass dieser Startfahrer sich auf das Navigieren konzentrieren muss und nicht so schnell fahren kann wie er vielleicht möchte oder könnte. Seine Spur macht es aber für die nachfolgenden Teilnehmer einfacher aufzuholen und Zeit gutzumachen. Dieses Jahr sollen nun der jeweilige Tagesstarter sowie der zweite und dritte Fahrer bis zum ersten Tankstopp Zeitgutschriften erhalten: Der Erste 1,5 Sekunden pro Kilometer, der Zweitplatzierte Fahrer eine Sekunde pro Kilometer und der drittbeste Pilot eine halbe Sekunde pro absolvierten Kilometer. Wenn ein Sieger des Vortages die Etappe eröffnet und bis zum ersten Tankstopp an der Spitze des Feldes bleibt, kann er eine Gutschrift von maximal fünf Minuten erhalten.

Neu ist auch, dass ein technisches Problem ab sofort den endgültigen Ausfall eines Teilnehmers bedeutet. Die Zeitstrafen, die man bisher dafür vergeben hatte, wurden gestrichen.

Bezüglich Navigation bleiben die Motorradteilnehmer weiter eine Ausnahme. Sie erhalten nicht wie alle andere Automobilklasse digitale Roadbooks (Aufzeichnungen für den Fahrer, wo er im Gelände fahren muss), sondern fahren weiterhin mit gedruckten Roadbooks. Der Grund dafür, dass mögliche Spiegelungen auf dem Bildschirm ein Sicherheitsrisiko darstellen könnten.

Silvester, Samstag, 31. Dezember 2022: Prolog: Sea Camp - Sea Camp

Nur 13 Kilometer waren heute zu fahren, deren Ergebnis jedoch die Startaufstellung für den Beginn der ersten Etappe am Sonntag bestimme. Diese erste richtige Etappe ist 602,56 Kilometer lang. Die Top-15 des Prologs dürfen sich ihre Startposition für die erste Etappe aussuchen und der Prolog hat auch einen Einfluss auf die Startpositionen der zweiten Etappe.

Die Reihung nach dem Prolog:

  1. Der Australier Toby Price auf KTM, seine Zeit betrug 08:22 min.
  2. Sein Landsmann Daniel Sanders hatte einen Rückstand von nur einer Sekunde.
  3. Der 36-jährige Botswaner Ross Branch auf „Hero“
  4. Joan Barreda Bort sichern, beiden fehlten aber bereits neun Sekunden auf den ersten Rang.

7. Matthias Walkner mit elf Sekunden Rückstand.

10. wurde Vorjahressieger des Prologs Sam Sunderland.

Die Etappen

1. Etappe, Sonntag, 1. Jänner 2023: Sea Camp - Sea Camp

Matthias Walkner während der der 1. Etappe 2023.

Um 05:33 Uhr Ortszeit wurde die erste Etappe gestartet. Bereits nach 52 Kilometern stürzte amtierende Motorrad-Champion Sam Sunderland, bei Bewusstsein und voll beweglich wurde er für weitere Untersuchungen ins Krankenhaus geflogen, da er sich auf dem Rücken verletzte. Sam Sunderland lag nach dem ersten Waypoint in Führung. Matthias Walkner ist als 10. gereiht mit einem Rückstand von 05:41 min. auf den Tagessieger Ricky Brabec, USA, Honda.

Im Gesamtklassement liegt Walkner an 10. Stelle mit 05:26 min. Rückstand auf den Führenden Daniel Sanders, Australien, KTM (aber nicht Werksteam).

Walkner als Ersthelfer

Wenige Kilometer nach dem Start fand Walkner seinen verunglückten Mitstreiter Sam Sunderland und leistete Erste Hilfe bis zum Eintreffen des Rettungshubschraubers. Ein Teil der dabei verlorenen Zeit (ca. 15 Minuten) wurde Walkner nachträglich gutgeschrieben. Dann war es für Walkner schwer wieder in seinen Rennrhythmus zurückzufinden. Er musste dann alleine und ohne Referenz zu den anderen Top-Fahrern die Strecke bewältigen.[1]

2. Etappe, Montag, 2. Jänner 2023: Sea Camp - Alula

Matthias Walkner während der der 2. Etappe 2023.

Heute warten 430 Prüfungs- und 159 Verbindungskilometer auf die Fahrer. Der Großteil der Strecke führt über markierte Strecken, auf denen fahrerisches Können wichtig sein werden. Die Etappe beginnt mit Schluchten ohne Sand und Dünen. Dabei werden Schotter und Geröll die Unterlage bilden und schnelle Pisten wechseln sich mit vielen Canyons ab. Dann wird es inmitten von Dünen den letzten Streckenteil bis ins Ziel geben. Insgesamt müssen die Fahrer heute etwas mehr als 1&nbps;200 Höhenmeter bewältigen.

Um 05:30 Uhr MEZ (07:30 Uhr Ortszeit) wurden die Fahrer der Motorräder in folgender Reihenfolge gestartet: Der Sieger der ersten Etappe, Ricky Brabec, nahm als erster Pilot Rennen auf, die Fahrer der gestrigen Plätze 2 bis 10 starten mit jeweils drei Minuten Abstand, ab Position elf bis 20 ging es in zweiminütigen Abständen weiter, bevor die restlichen Fahrer in kürzeren Intervallen starteten.

Nach dem ersten Waypoint lag nach der Durchfahrt der Top 10 Daniel Sanders (KTM) in Führung, kurze Zeit war Matthias Walkner an zweiter Stelle, wurde aber noch von Lorenzo Santolino aus Spanien auf Platz drei verdrängt. Dann aber übernahm der deutsche Fahrer Sebastian Bühler die Führung. Jedoch waren der Südafrikaner Michael Docherty und Tosha Schareina aus Spanien noch schneller als Bühler. Aber nach 186 Kilometern, bei Waypoint 6 von den neun Waypoints am heutigen Tag, hatte Sanders wieder die Führung übernommen. Bei diesem Waypoint lag Walkner dann an neunter Stelle, beim Waypoint 6 an sechster, was er bis Waypoint 8 blieb. Erst beim letzten Waypoint vor dem Ziel war er an 10. Stelle mit einem Rückstand von 05:45 min. auf den Führenden Sanders zurückgefallen. Allerdings lagen fünf Fahrer bei diesem Waypoint innerhalb einer Minute, was theoretisch für Walkner noch Platz 5 ergeben könnte. In der Gesamtwertung lag er zu diesem Zeitpunkt an 10. Stelle (12:08 min. MEZ).

Walkner behält seinen fünften Platz. Tagessieger wurde der Amerikaner Mason Klein auf KTM (nicht vom Werksteam). Im Gesamtklassement belegt Walkner nun Platz 9 mit 08:18 min. Rückstand auf den neuen Führenden Mason Klein. Seine KTM-Werksteam-Kollegen belegen im Gesamtklassement die Plätze 2 (Tony Price) und 4 (Kevin Benavides),

Matthias Walkner verletzt

Matthias Walkner kam zu Sturz und verletzte sich am Handgelenk. Nur mit starken Schmerzen schaffte er es ins Ziel. Ob er das Rennen fortsetzen wird, ist unklar. Er war bei Tempo 120 in einem Geröllfeld zu Sturz gekommen. Er kämpfte sich mit starken Schmerzen ins Ziel, wo er als neuerlich Zehntplatzierter mit 4:06 Minuten Rückstand auf Tagessieger Mason Klein (KTM) eintraf. "Aufgrund der starken Schmerzen bin ich mir aktuell nicht sicher, ob ich weiter fahren kann", teilt der Salzburger am Montagnachmittag in einer Aussendung mit. "Ich werde die Nacht drüber schlafen und morgen Früh entscheiden, ob ich am Start stehe."[2]

3. Etappe, Dienstag, 3. Jänner 2023: Alula - Ha'il

Matthias Walkner während der der 3. Etappe 2023.

Die heutige Etappe umfasst 668 km, davon 447 km als Sonderprüfung und 221 als Verbindungskilometer. Die Strecke besteht heute aus Schotter und Sand.

Walkner ist gestartet. Nach dem ersten Waypoint lag er an 9. Stelle, aktuell (11:25 Uhr MEZ) liegt er beim letzten Waypoint an 11. Stelle. Im Gesamtklassement läge der damit aktuell an der 8. Stelle. Anmerkung: Diese Daten stammen von der offizielle Veranstalterseite und werden laufend aktualisiert. Daher kann es immer wieder zu Reihungsänderungen kommen.

Nach vier Stunden und 24 Minuten erreicht Daniel Sanders das Ziel. Der Australier gewinnt die dritte Etappe mit einem Vorsprung von knapp einer Minute auf den Zweitplatzierten Ricky Brabec (04:25:27). Kevin Benavides beendet die Etappe auf Platz 3. Walkner hält seinen Rang 11 bis ins Ziel, wo er einen Rückstand von 16:39 min. auf den Etappen- und Gesamtführenden Daniel Sanders hat.

Im Gesamtklassement liegt Walkner nun auf Platz 9 mit einem Rückstand von 22:02 min. auf Sanders. Nur wenige Sekunden trennen ihn vom Achtplatzierten Adrien Van Beveren (FRA), der einen Rückstand von 22:02 min. auf Sanders hat. Nr. 7 hat schon einen Vorsprung von rund sieben Minuten.

4. Etappe, Mittwoch, 4. Jänner 2023: Ha'il - Ha'il

Matthias Walkner während der der 4. Etappe 2023.

Die Gegend rund um Ha'il, dem heutigen Rundkursgebiet, kennen die Fahrer und Teams aus den vergangenen Jahren bereits. Die vierte Etappe führt über 425 Sonderprüfungskilometer, dazu kommen 148 Verbindungskilometer. Gleich nach dem Start zur Tagesprüfung beginnt eine dieser Verbindungsstrecken, auf denen zwar nicht in Renntempo gefahren wird, jedoch ein Zeitrahmen vorgegeben ist. Auf den ersten 100 Wertungskilometern müssen dann gewaltige Sandberge bezwungen werden. Insgesamt erwartet die Fahrer heute viel Sand, ein paar Felsen und steinige Abschnitte mit heftige Bodenwellen.

Start war um 07:30 Uhr MEZ, den Mason Klein besonders gut erwischte. Der gestrige Tagessieger und Gesamtführende, Daniel Sanders, hingegen erwischte einen schlechten Start und liegt nach Waypoint 2 bereits 03:47 Minuten zurück. Matthias Walkner liegt nach dem vierten Waypoint 09:52 Minuten zurück, nach 178 Kilometern an 15. Stelle. Nach 378 Kilometern hat sich Walkner bereits auf den 12. Platz vorgearbeitet. Er kommt dann als 12. mit 12:30 min. Rückstand auf den Tagessieger Joan Barreda Bort (ESP) ins Ziel.

Im Gesamtklassement führt aber Daniel Sanders weiterhin, der im Tagesklassement 8. wurde; Walkner belegt Platz 10 mit 28:25 Minuten Rückstand. Seine Teamkollegen: 5. Toby Price (+ 07,17 min.), 3. Kevin Benavides (+ 03 min.).

Walkner überlegt Aufgabe

Mit Schmerzmittel und Verbänden, die sein verletztes Handgelenk möglichst gut stützen sollten, versuchte Walkner die vierte Etappe so gut es geht zu fahren. Aber es war für ihn ein ernüchternder Tag und er denkt ernsthaft an ein Aufhören.[3]

5. Etappe, Donnerstag, 5. Jänner 2023: Ha'il - Ha'il

Matthias Walkner während der 5. Etappe.

Die heutige Etappe führt über 643 km, davon sind 373 km Sonderprüfungs- und 270 km Verbindungskilometer. Der Start zur Tagesprüfung beginnt nach einer Verbindung und nach dem Ziel ist ebenfalls eine Verbindung zum Biwak in Ha'il zu fahren. Die heutige Etappe ist bereits die zweite Schleife in Folge rund um Ha'il. Ha'il gilt als Hauptstadt des Geländerennsports in Saudi-Arabien. Die heutige Etaooe wird nur auf Sand gefahren. Nach dem Start beginnen kleine Dünen mit Kamelgras, bei denen schnelle Streckenabschnitt mit Bodenwellen zu überwinden sind. Dann geht es ins offene, mit Dünen übersäte Wüstengebiet. Entscheidend für die Zeiten wird die technische Perfektion beim Überqueren der Dünen sein. Der Sand ist weich und nur die Experten werden ohne großen Zeitverlust ins Ziel kommen.

Matthias Walker ging nun doch wieder um 08:01 Uhr Ortszeit an Start. Bei der ersten Zeitkontrolle lag Walkner an 3. Stelle, verlor aber bis zur zweiten Zeitkontrolle zwei Plätze, bis zur dritten abermals drei Plätze, arbeitete sich dann wieder vor und liegt (08:57 Uhr) nach der fünften von acht Zeitkontrollen an 4. Stelle mit einem Rückstand von 01:40 min. auf den Tagesführenden Mason Klein, der Walkners Teamkollegen Tony Price an der Spitze ablöste.

Wie eng Erfolg und Misserfolg nebeneinander liegen mussten heute einige aus der Spitzengruppe leidvoll erfahren. 20 Kilometer vor dem Tankstopp haben sich die Führenden Joan Barreda, Pablo Quintanilla, Skyler Howes und Toby Price verfahren. Sie musste sich wieder auf die richtige Route zurückkämpfen und verloren bis zu 15 Minuten. Tony Price fiel daraufhin bei der fünften Zeitkontrolle hinter Walkner auf Platz 6 zurück.

Mittlerweile (09:35 Uhr) passierte Walkner die drittletzte Zeitkontrolle vor dem Ziel immer noch an vierter Stelle liegend. Allerdings verlor er etwas Zeit. Sein Rückstand beträgt nun 02:02 min. Im Gesamtklassement läge er im Moment wieder an neunter Stelle mit etwas mehr als acht Minuten Rückstand auf den Achtplatzierten. Doch bis zur nächste Zeitkontrolle verliert Walkner zwar keinen Platz, jedoch viel Zeit. Bis zur vorletzten Zeitkontrolle verlor er 03:54 min. auf den mittlerweile Führenden Cornejo Florimo.

Walkner überquert als 4. der Tagesetappe mit einem Rückstand von 07:30 min. auf den Tagessieger Adrien van Beveren (FRA, Honda). Im Gesamtklassement ist Walkner nun 11. mit einem Rückstand von 22:17 min. auf den Gesamtführenden Skyler Howes (USA) auf Husqvarna.

6. Etappe, Freitag, 6. Jänner 2023: Ha'il - Al Duwadimi und zum Biwak in Riyadh

Die heutige Wertungsetappe findet um 100 Kilometer verkürzt auf 357 Kilometern im Rahmen der ursprünglich geplanten Streckenführung statt. Grund dafür sind die Regenfälle der letzten Tage, die die Pisten teilweise unpassierbar machten. Auch diese Etappe führt wieder durch Dünen und auf Sand. Nach der Zieldurchfahrt ist dann noch eine Verbindungsstrecke über 300 Kilometer zum Biwak in Riyadh zu fahren.

Matthias Walkner pendelt bei den Zeitkontrollen zwischen den Plätzen 6 und 9. Walkner wir Tageszehnter mit einem Rückstand von 04:08 min. auf den Tagessieger Luciano Benavides (ARG). Im Gesamtklassement belegt er Platz 11 mit 30:01 min. Rückstand auf den Gesamtführenden Howes. Seine KTM-Teamkollegen belegen die Plätze 2 (Toby Price) und 3 (Kevin Benavides) im Gesamtklassement.

"Um 02:50 Uhr hat heute schon der Wecker geläutet und seit 04:00 Uhr sitze ich am Motorrad", berichtete Walkner von den insgesamt 920 Kilometern. Der mit einer Handgelenksverletzung gehandicapte Walkner hatte dennoch Freude am anstrengenden Tag. "Vor wenigen Tagen habe ich mich noch gefühlt, wie ein Boxer, dem sie die Hände hinten zusammengebunden haben und ich muss nur Schläge einstecken. Jetzt schön langsam kommt das Gefühl, dass ich mich aus diesen Zwängen befreien kann. Bis zum Ruhetag am Montag muss ich mich jetzt noch drüber retten, dann gut erholen und dann steht uns noch eine lange und mit Sicherheit sehr spannende zweite Woche bevor", erklärte Walkner.[4]

7. Etappe, Samstag, 7. Jänner 2023: Al Duwadimi - Al Duwadimi

Wertungsprüfung der Motorrad-Kategorie abgesagt

Wegen der erneut aufgetretenen Wetterprobleme und der bei allen Fahrern der Motorrad-Kategorie festgestellten Müdigkeit haben die Organisatoren der Dakar beschlossen, die Wertungsprüfung der siebten Etappe zwischen Riyadh und Al Duwadimi abzusagen.

8. Etappe, Sonntag, 8. Jänner 2023: Al Duwadimi - Riyadh

Heute steht eine entscheidende Prüfung vor dem Ruhetag am Montag auf dem Programm. Die Sonderprüfungsstrecke wurde aufgrund der Wetter- und Wegverhältnisse um 127 Kilometer auf 346 Kilometer Wertungsprüfung gekürzt. Zunächst fahren die Teilnehmer auf einer Verbindungsstrecke in die steinigen Täler der Etappe. Zunächst warten Felsen und Geröll im ersten Teil der Etappe auf die Fahrer. Dann geht es in ein Gelände mit Sand und Dünenketten bis zum Tankstopp. Im zweiten Teil sind die Teilnehmer auf schnellen Strecken und langen Talabschnitten unterwegs. Dort wird richtiges und schnelles navigieren wichtig sein.

Matthias Walkner befindet sich beim aktuellen Zieleinlauf auf Platz 8 mit einem Rückstand von 08:40 min. auf den Tagessieger Ross Branch (BWA) und im Gesamtklassement auf Platz 10 mit einem Rückstand von 24:22 min. auf den aktuell Gesamtführenden Mason Klein (USA). (10:39 Uhr).

Montag, 9. Jänner 2023: Ruhetag

Walkner freut sich auf den Ruhetag. "Da heißt es regenerieren, mich um meine Hand kümmern und Kraft tanken. Natürlich habe ich mir meine Halbzeitposition ursprünglich anders vorgestellt, aber wenn man am zweiten Tag schon einen schweren Sturz hat und dir dieser dein Selbstvertrauen gleich so dermaßen nimmt, dann ist es sehr schwer für mich, um ein Podium mitzufahren." Er versuche dennoch jeden Tag sein Bestes - "wir werden sehen, was am Ende rauskommt".[5]

9. Etappe, Dienstag, 10. Jänner 2023: Riyadh -Haradh

Heute beginnt die zweite Hälfte der 45. Rallye Dakar, die mit sechs Tagen etwas kürzer als die erste Hälfte dauert, aber sehr anspruchsvoll sein wird. Sie führt in die größte Sandwüste der Welt bis an die Grenze zum Oman und den Vereinigten Arabischen Emiraten. In dieser Region der Erde fand bisher noch kein internationaler Motorsport-Wettbewerb statt.

Um 05:00 Uhr Ortszeit starteten die Motorräder. Nach mehr als der Hälfte der Etappe liegt Walkner an 14. Stelle (08:50 Uhr MEZ) mit rund 24 Minuten Rückstand auf den Tagesführenden Benavides. Sein Team-Kollege Tony Price liegt aktuell an 2. Stelle.

Quellen

www.motorsport-magazin.com Prolog
www.motorsport-magazin.com 1. Etappe

Einzelnachweise

  1. "Salzburger Nachrichten", 3. Jänner 2023, Lokalteil Seite 14, Christoph Pichler: „Walkner musste als Ersthelfer einspringen“
  2. Salzburg24.at vom 2. Jänner 2022
  3. "Salzburg24.at" vom 4. Jänner 2023
  4. Salzburg24.at vom 6. Jänner 2023
  5. Salzburg24.at vom 8. Jänner 2023
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