Sonnenuhr (Zeugwartstöckl): Unterschied zwischen den Versionen

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[[Datei:Michaelstor Zeugwartstoeckl 04 Sonnenuhr.jpg|thumb|right|Zeugwartstoeckl mit Sonnenuhr]]
[[Datei:Zeugwartstöckl Sonnenuhr.JPG|thumb|Die Sonnenuhr am Zeugwartstoeckl.]]
[[Datei:Michaelstor Zeugwartstoeckl 03.jpg|thumb|Zeugwartstöckl mit Sonnenuhr]]Die '''Sonnenuhr am Zeugwartstöckl''' befindet sich in der [[Salzburg]]er [[Altstadt]] auf dem Haus Mozartplatz 7. Das Fresko wird von vier Fenstern mit Faschen aus Konglomerat umrahmt.   
Die '''Sonnenuhr am Zeugwartstöckl''' befindet sich in der [[Salzburger Altstadt]] auf dem Haus [[Mozartplatz (Stadt Salzburg)|Mozartplatz]] 7. Das Fresko wird von vier Fenstern mit Faschen aus [[Konglomerat]] umrahmt.   


== Allgemeines ==
== Allgemeines ==
Die [[Sonnenuhr]] wurde [[1628]] an der südwestlichen Wand des [[Zeugwartstöckl]]s auf der Seite zum [[Mozartplatz]] hin angebracht.  Das Zeugwartstöckl ist der noch bestehende Rest des [[Michaelstor]]s. Schräg unter der Sonnenuhr befindet sich bis heute eine kleine Inschrifttafel mit Rollwerksrahmen, bezeichnet 1628, die an den Erbauer, Fürsterzbischof Paris Lodron erinnert.  
Die [[Sonnenuhr]] wurde [[1628]] an der südwestlichen Wand des [[Zeugwartstöckl]]s auf der Seite zum Mozartplatz hin angebracht.  Das Zeugwartstöckl ist der noch bestehende Rest des [[Michaelstor]]s. Schräg unter der Sonnenuhr befindet sich bis heute eine kleine Inschrifttafel mit Rollwerksrahmen, bezeichnet 1628, die an den Erbauer, [[Fürsterzbischof]] [[Paris Graf Lodron|Paris Lodron]] erinnert.  


== Aussehen ==
[[1928]] wurde die Sonnenuhr im Auftrag des [[Stadtverein Salzburg|Salzburger Stadtverschönerungsvereins]] durch den Historienmaler Scheel restauriert.
Die Uhr ist exakt an 47° 48’ N geografischer Breite und  13° 03’ O geografischer Länge als Wand-Sonnenuhr angebracht und zeigt die tatsächliche Ortszeit in Halbstundenintervallen als sichtbare Zeit-Markierungen an.


Die Sonnenuhr wurde im [[Barock]]stil als Fresko gestaltet udn besitzt die Form einer Kartusche . Außen befinden sich in einem umgebenden mehrfach gebogenen Band links im Bild die römischen Ziffern IX bis XII und rechts I bis VII, darin die Tierkreiszeichen sowie ein Liniennetz. Eine schmiedeeiserne Stange zeigt Bei Sonne als Schatten die jeweilige Zeit an.
== Beschreibung ==
Die Uhr zeigt die Ortszeit in Halbstundenintervallen als sichtbare Zeit-Markierungen an. Über der Maria findet sich im umlaufenden Band der Gebetsspruch:


Eine schwarze Scheibe auf der schmiedeeisernen Stange lässt die Höhe des Sonnenstandes erkennen entsprechend der Jahreszeit erkennen, damit ist auch das jeweilige Tierkreiszeichen ablesbar. 
'''Steh Uns bey in aller Noth - Hier in löben Und in tod''' (''Steh uns bei in aller Not, hier im Leben und im Tod'')
 
In der Mitte des Fresko-Bildes ruht auf orangefarbenen Wolken auf einer goldenen Mondsichel sitzend eine Madonna mit dem kleinen Jesusknaben auf dem Schoß, welcher seine beiden Hände segnend erhoben hat. Maria trägt unter einem einen weiten blauem faltigen Umhang, der auch ihr Haar bedeckt, ein weinrotes Kleid. Das Jesuskind sitzt auf einer Windel und ist ansonsten unbekleidet. Links im Bild schweben neben der Madonna zwei Engel, von denen nur die Köpfe und die weißen Flügel sichtbar werden. Über der Maria findet sich im umlaufenden Band der Gebetsspruch:
 
'''Steh Uns bey in aller Noth - Hier in löben Und in tod'''
d.h. ''Steh uns bei in aller Not, hier im Leben und im Tod''  
 
Zur Zeit der Errichtung der Sonnenuhr waren Taschenuhren noch nicht erfunden, nur Turmuhren - fast durchwegs auf Kirchen - und sehr selten erste Tischuhren waren bekannt. Sonnenuhren dienten daher vielerorts als einfachere Uhren den Bewohnern bei sonnigem Wetter zur Orientierung von Tageszeit und genauer Stunde. Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts besaß jeder Ort noch seine eigene "Uhrzeit", wobei die Sonne um 12 Uhr genau im Süden stand.   
 
* ''Ist die Zeit aktuell?''
: Das Bild, zu sehen im Salzburgwiki, wurde aufgenommen am 12. Oktober 2015 um 13:20 Uhr (MEZ, Sommerzeit) <br />
''vergleiche'':
* Tierkreiszeichen ''Waage'' (24. September bis 23. Oktober)
* Linie zwischen den Ziffern X und VI
* die Kugel (Schatten) zeigt eine Zeit zwischen XII und I an
Fazit: die Sonnenuhr zeigt auch heute die ''richtige Zeit'' an, wenn man sich die Zeit nimmt, sie zu lesen.


==Quellen  ==
==Quellen  ==
* [http://www.regiomontanus.at/bild24_d.htm www.regiomontanus.at]
<!-- [http://www.regiomontanus.at/bild24_d.htm www.regiomontanus.at] dieser Link war bei einer Kontrolle am 1. Sep. 2020 nicht mehr vorhanden -->
* [[Walter Kirchschlager|Kirchschlager, Walter]]: ''Salzburger Stadttore, ein historischer Spaziergang entlang der Stadtmauern'', Edition Salis, Verlag der [[Salzburger Druckerei]], 1. Auflage, 1985, ISBN 3-85338-149-9 (Seite 30 u. 31) <ref>[http://data.onb.ac.at/rec/AC00787794 Österreichische Nationalbibliothek / AC00787794 ]</ref>
* [[Walter Kirchschlager|Kirchschlager, Walter]]: ''Salzburger Stadttore, ein historischer Spaziergang entlang der Stadtmauern'', Edition Salis, Verlag der [[Salzburger Druckerei]], 1. Auflage, 1985, ISBN 3-85338-149-9 (Seite 30 u. 31) [http://data.onb.ac.at/rec/AC00787794 Österreichische Nationalbibliothek / AC00787794]  
* Wahrnehmungen vor Ort von verschiedenen Autoren, darunter auch von  [[Benutzer:xxlstier|Mag. Thomas Schmiedbauer]]  
* Buch [[Salzburg in alten Fotografien]]
* Buch [[Salzburg in alten Fotografien]]


== Fußnoten ==
<references/>


[[Kategorie:Stadt Salzburg]]
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[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Geschichte]]
[[Kategorie:Kulturgeschichte]]
[[Kategorie:Kulturgeschichte]]
[[Kategorie:Sonnenuhr]]
[[Kategorie:Sonnenuhr|Zeugwartstöckl]]

Aktuelle Version vom 7. April 2022, 12:12 Uhr

Die Sonnenuhr am Zeugwartstoeckl.

Die Sonnenuhr am Zeugwartstöckl befindet sich in der Salzburger Altstadt auf dem Haus Mozartplatz 7. Das Fresko wird von vier Fenstern mit Faschen aus Konglomerat umrahmt.

Allgemeines

Die Sonnenuhr wurde 1628 an der südwestlichen Wand des Zeugwartstöckls auf der Seite zum Mozartplatz hin angebracht. Das Zeugwartstöckl ist der noch bestehende Rest des Michaelstors. Schräg unter der Sonnenuhr befindet sich bis heute eine kleine Inschrifttafel mit Rollwerksrahmen, bezeichnet 1628, die an den Erbauer, Fürsterzbischof Paris Lodron erinnert.

1928 wurde die Sonnenuhr im Auftrag des Salzburger Stadtverschönerungsvereins durch den Historienmaler Scheel restauriert.

Beschreibung

Die Uhr zeigt die Ortszeit in Halbstundenintervallen als sichtbare Zeit-Markierungen an. Über der Maria findet sich im umlaufenden Band der Gebetsspruch:

Steh Uns bey in aller Noth - Hier in löben Und in tod (Steh uns bei in aller Not, hier im Leben und im Tod)

Quellen