Kammer für Arbeiter und Angestellte für Salzburg: Unterschied zwischen den Versionen
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Version vom 9. Januar 2011, 18:04 Uhr
Die Kammer für Arbeiter und Angestellte für Salzburg, kurz "Arbeiterkammer" oder "AK", ist die gesetzliche Interessenvertretung der Salzburger ArbeitnehmerInnen.
Rechtliche Grundlage
Die Arbeiterkammer ist juristisch eine Körperschaft öffentlichen Rechts und Bestandteil der Selbstverwaltung. Die gesetzliche Grundlage bildet das Arbeiterkammergesetz (AKG 1992). Sie ist Teil der österreichischen "Sozialpartnerschaft" und arbeitet eng mit dem ÖGB und den Gewerkschaften zusammen. Sämtliche neun Länderkammern bilden zusammen die Bundeskammer für Arbeiter und Angestellte (BAK) mit Sitz in Wien.
Leistungen
Die AK bietet Service (Beratung, Rechtschutz, Berufsfortbildung, u.a.) und generelle Interessenvertretung [Gesetzesbegutachtungen u.a.).
Die Mitglieder haben einen Rechtsanspruch auf Unterstützung in arbeits-und sozialrechtlichen Angelegenheiten (nach Rechtschutzregulativ). Zudem führt die AK den Konsumentenschutz (Verbraucherschutz), der auch Musterklagen anstrengt. Ein Anspruch auf gerichtlichen Rechtschutz in Konsumentenfragen besteht allerdings nicht. Beschäftigte, Lehrlinge, auch Arbeitslose sowie Personen in Karenz sind Pflichtmitglieder der Arbeiterkammer (ausgenommen Beamte und Beschäftigte in der Land-und Forstwirtschaft).
Betriebe
Die AK betreibt mit dem Best Western Parkhotel, dem ehemaligen Josef-Brunauer-Zentrum, in der Stadt Salzburg auch ein Hotel. Sie betreibt weiters das Berufsförderungsinstitut (BFI).
Umlage
Die aktiven Beschäftigten zahlen eine Kammerumlage von 0,5 Prozent des Bruttogehalts (bis zur ASVG-Höchstbeitragsgrundlage), die als Teil des Sozialversicherungsbeitrages, vom Lohn/Gehalt abgezogen und vom Sozialversicherungsträger den Arbeiterkammern zugeleitet wird (Datenstand 2010).
Wahlen
Alle fünf Jahre wird die Kammervollversammlung neu gewählt.
Fraktionen:
- Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG)
- Österreichischer Arbeitnehmerinnen- und Arbeitnehmerbund (ÖAAB/ÖVP)
- Alternative und Grüne GewerkschafterInnen/Unabhängige GewerkschafterInnen (AUGE/UG)
- Freiheitliche Arbeitnehmer (FA)
- Bündnis Mosaik
Geschichte
Die Salzburger Arbeiterkammer wurde 1921 gegründet (Konstituierung 20. Mai 1921). Ihr wurde 1934 im Ständestaat die demokratische Selbstverwaltung entzogen, 1938 aufgelöst und 1945 wieder hergestellt.
Präsidenten
- Jakob Auer (vor 1925)
- Johann Elias (1925 - 1927
- Karl Emminger (1927 - 1934)
- Hermann Struber (1934 - 1938)
- --
- Hans Webersdorfer (1945 - 1955)
- Ferdinand Putz (1955–1956, geschäftsführender Vizepräsident)
- Josef Horak (1956-1965)
- Karl Steinocher (1965 - 1966)
- Josef Brunauer (1966 - 1982)
- Herbert Suko (1983 - 1998)
- Alexander Böhm (1998 - 2003)
- Siegfried Pichler (seit 2003)
Literatur
- Dr. Hager, Franz: 80 Jahre Kammer für Arbeiter und Angestellte für Salzburg. 1921 - 2001, Hrsg. AK Salzburg, Eigenverlag, 99 Seiten. Salzburg, 2002.
- Bundesarbeitskammer (Hg.): 75 Jahre Kammern für Arbeiter und Angestellte. Wien 1995.
Weblinks
Quellen
- die angegebene Literatur und Weblinks
- Salzburger Nachrichten, 9. September 2010