Selaginella selaginoides

Selaginella selaginoides (L.) P. Beauv. ex Schrank & Mart., 1829 (Lycopodium selaginoides Linnaeus 1753: 1101) ist eine Art aus der Klasse der Bärlapppflanzen (Lycopodiopsida).

Salzburg, Osterhorngruppe, Postalm Umgebung, 2004.07.18

Diagnose

Im Gegensatz zu Selaginella helvetica sind die Laubsprosse im Querschnitt rundlich und aufrecht. Die Laubblätter sind wechselständig, allseitig abstehend, untereinander alle gleich und fransig gezähnt. Die Sporophylle sind wechselständig.

Verbreitung, Lebensraum und Phänologie

Der Alpen-Moosfarn ist in Salzburg vereinzelt zwar bereits ab 400 m Höhe weit verbreitet und häufig, fehlt aber in den Zonen I (Alpenvorland und Flyschzone) und Ia (Stadt Salzburg, Zoneneinteilung nach Embacher et al. 2025). Im Gebirge erreicht die Art eine Höhenverbreitung bis 2600 m (GBIF Austria 2026). Das Hauptvorkommen liegt aber im Bereich zwischen etwa 800 und 2100 m (Kurz & Kurz 2026). S. selaginoides bewohnt vor allem meist kalkreiche Magerweiden und Magerrasen, Zwergstrauchheiden, Moosgesellschaften, lückige Alpenrosenbestände, aber auch Geröll- und Schuttgesellschaften und vereinzelt auch Flachmoore und Quellfluren (Kurz & Kurz 2026). Die Art ist mehrjährig, die Sporenreife erfolgt im VII und VIII, nach Fischer et al. (2008) auch noch im IX.

Nachbarfloren

Nah Fischer et al. (2008) fehlt S. selaginoides im Burgenland und in Wien, kommt sonst aber in allen österreichischen Bundesländern vor. Allerdings gibt es auch kaum Fundangaben im bayrisch-österreichischen Alpenvorland, in der Böhmischen Masse und im Grazer Becken (GBIF Austria 2026).

Biologie und Gefährdung

Zur Lebensweise des Alpen-Moosfarns liegen aus Salzburg keine Informationen vor, die Art ist aber jedenfalls im Land ungefährdet (Einstufung LC nach IUCN 2012).

Weiterführende Informationen

Über das SALZBURGWIKI-Projekt Fauna und Flora
Das SALZBURGWIKI-Projekt Fauna und Flora möchte eine Übersicht über alle Pflanzen-, Pilz- und Tierarten des Landes Salzburg erstellen. Wer eine Art beschreiben will, kann sich die hier hinterlegte Formatvorlage kopieren und für einen neuen Artikel verwenden. Im Abschnitt "Material und Methoden" wird erklärt, wann deutsche und wann lateinische Namen als Artikelnamen verwendet werden sollen.


Bilder

  Selaginella selaginoides – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien auf Wikimedia Commons

Quellen

  • Fischer, M. A., K. Oswald & W. Adler 2008. Exkursionsflora für Österreich, Liechtenstein und Südtirol. 3. Auflage, Biologiezentrum der Oberösterreichischen Landesmuseen: 1-1396.
  • GBIF Austria 2026. Global Biodiversity Information Facility, participant node Austria. URL: https://www.gbif.at/ [online 2026.09.24].
    • International Union for Conservation of Nature and Natural Resources (ed.) 2012. IUCN Red List Categories and Criteria. Version 3.1. Second edition. IUCN, Gland (Schweiz) und Cambridge.
    • Kurz, M. A. & M. E. Kurz 2000–2026. Naturkundliches Informationssystem. – URL: http://www.nkis.info [online 2026.09.24].