Pongauer Perchtenlauf 2023 in Altenmarkt im Pongau

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Der Pongauer Perchtenlauf 2023 fand in Altenmarkt im Pongau als dem turnusmäßigen Veranstaltungsort des alljährlichen Pongauer Perchtenlaufs am 6. Jänner, dem Dreikönigstag, des Jahres 2023 statt.

Allgemeines

Aus Altenmarkt ist ein Perchtenumzug aus dem Jahr 1852 belegt; der Grundstein für die Teilnahme Altenmarkts am Pongauer Perchtenlauf wurde aber erst im Jahr 1959 gelegt, und zwar von dem legendären Volkskulturpionier Kaspar Fritzenwallner. Diesem folgte sein Sohn Bertl Fritzenwallner und, als erst der dritte Altenmarkter Perchtenhauptmann, der Tischler Manfred Steger.

Gestalten

Wesentlich für jeden Perchtenlauf sind die Perchten, die sich in die Schönperchten und die Schiachperchten gliedern. Diesmal waren es 26 Schönperchten und mehr als 40 Schiachperchten, dazu konnten die tausenden Zuschauer allerlei seltsame Gestalten – insgesamt mehr als 200 – von Hexen und Teufeln über Rösslreiter, Baumwerker, Sternträger und die Heiligen Drei Könige bis zu Habergeiß, Kohlerer und Hanswurst, Kapuzinerpater, Schneider oder Hausierer, Körblmandl und ‑weibl, Herodes, Jagdgesellschaft, Wilderer und Märchenwagen bewundern. Altenmarkt zeigt auch drei einzigartige Kreaturen, die es nur hier gibt: Den Lindwurm vom Tappenkarsee, den Teufelsbründljäger und den Rettenbachbock – ein finsteres Fabelwesen, das der Sage nach eine fesche Sennerin verführen wollte.

Insgesamt waren 280 Männer und Burschen – nach alter Überlieferung ist der Perchtenlauf dem männlichen Geschlecht vorbehalten – dabei. „Aber ohne unsere Frauen, jung und alt, könnten wir das niemals schaffen“, beeilte sich der Perchtenhauptmann hinzuzufügen.

Der Zug der Schönperchten

Die Gruppe der Schönperchten bildet den Kern des Perchtenlaufs. Die 26 Schönperchten marschierten durch Altenmarkt, eine prächtiger als die andere. In der Blumenpercht etwa sind die herrlichsten Blüten der Alpen verarbeitet, vom Edelweiß bis zum Enzian. Für die Schmuckpercht stellen viele heimische Familien wertvolle Geschmeide als Leihgaben zur Verfügung. Für heuer aufwändig restauriert wurden die Rote Almabtriebspercht sowie die Spiegel- und Turmpercht. Jeder Träger dieser Tafeln wird von einem starken Mann begleitet, der in Frauenkleider steckt.

Vor vielen Bürgerhäusern führte die Gruppe den Perchtentanz auf, ehe der Hauptmann den Bewohnern „an Fried, an G'sund und an Reim“ (das Mundartwort „Reim“ steht dabei für „Glück“) wünschte.

Der Umzug ist körperlich anstrengend. Zwischen 15 und 50 kg wiegen die Kappen der Schönperchten, die mit Spiegeln verziert und mit Blumen geschmückt sind. Rund 60 Mal verneigten sie sich an diesem Tag vor den Besuchern.

Quelle