Paris Gille

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Prof. Pater Paris Gille OSB (* 20. Jänner 1623 in der Stadt Salzburg;[1]1701) war ein Benediktiner in der Benediktinerabtei Michaelbeuern in Dorfbeuern und einer der hervorragendsten neulateinischen Dichter Salzburgs.

Leben

Paris Gille, Sohn des hochfürstlichen Sommeliers Andreas Gille, erhielt von seinem Taufpaten Fürsterzbischof Paris Graf Lodron seinen Vornamen.

Er unterrichtete als Professor an der Benediktineruniversität in der Stadt Salzburg. Als Seelsorger war in in Arnsdorf in der Wallfahrtskirche Maria im Mösl tätig, in seinem Stift in Michaelbeuern war er Prior. Daneben fand er Zeit für Komposition und Dichtung, wobei die „Symbola heroica“, Embleme auf berühmte Persönlichkeiten, als seine besondere Spezialität galten. Bei seiner Panegyrik ging es Gille stets um mehr als reine Courtoisie.

Nach den Schrecken des Dreißigjährigen Krieges setzte sich der Benediktiner bei den Fürsten – modern anmutend – für die Bewahrung der Schöpfung in Frieden sowie die Förderung der Wissenschaften und Künste ein. Viele Zeichner und Kupferstecher fassten seine Gedanken in Bilder, die er nahezu unerreicht in der lateinischen Sprache auszudrücken verstand. Zweifelsohne gehören seine prachtvollen Emblembücher zu den schönsten und anspruchsvollsten Publikationen, die an der Benediktineruniversität herausgegeben wurden.

Als 1653 der Universitätsgründer Fürsterzbischof Paris Graf von Lodron starb, würdigte P. Paris Gille seinen Taufpaten in 24 Emblemen.

Weblink

Quelle

Einzelnachweis