Antonina Erharter
Sr. Antonina Erharter (* 15. November 1909 in Hopfgarten im Brixental in Tirol ; † 29. Oktober 2006 in der Stadt Salzburg) war Barmherzige Schwester des hl. Vinzenz von Paul und eine der prägenden Persönlichkeiten der Salzburger Pflege- und Pflegeausbildung im 20. Jahrhundert.
Leben
Nach der Volksschule in Hopfgarten besuchte sie die Lehrerinnenbildungsanstalt der Ursulinen in der Stadt Salzburg, wo sie 1938 maturierte. Im selben Jahr trat sie in die Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern des hl. Vinzenz von Paul ein. Nach ihrer pflegerischen Ausbildung war sie im Salzburger Landeskrankenhaus tätig.
Ihr Berufswunsch erfüllte sich nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs, als sie von 1946 bis 1948 als Lehrschwester an der Volksschule Bramberg am Wildkogel wirkte. Anschließend erhielt sie eine Stelle im Pinzgau, wurde jedoch von der führenden Ordensfrau Sr. Anna Bertha Gräfin Königsegg nach Salzburg zurückberufen. Sr. Königsegg wollte, dass Antonina Erharter beim Aufbau des Luisenheims sowie der dortigen Schwestern‑ und Ausbildungsstruktur eine zentrale Rolle übernimmt. Das Luisenheim war damals ein bedeutender Ort der Pflegeausbildung und der Gemeinschaft der Barmherzigen Schwestern am Landeskrankenhaus Salzburg.
Durch diese Rückberufung kam sie in jene Funktionen, die später ihr Lebenswerk prägen sollten: Lehrschwester, Internatsleiterin und Oberin im Luisenheim.
Von 1948 bis 1967 war sie Lehrschwester an der Krankenpflegeschule und Leiterin des Internats im Luisenheim. Gleichzeitig war sie Oberin der Luisenheim‑Schwesternschaft. Bis Oktober 1979 war sie Direktorin der allgemeinen Kinderkrankenpflegeschule am Landeskrankenhaus Salzburg. Danach leitete sie die Krankenpflegeschule in Schwarzach im Pongau.
Auszeichnungen
Sr. Antonina Erharter wurde für ihr jahrzehntelanges Engagement mehrfach geehrt. Zu den bekannten Auszeichnungen zählen unter anderem:
- die Goldene Nadel des Österreichischen Pflegeverbandes,
- die Bronzene Ehrenmedaille des Österreichischen Roten Kreuzes,
- 1967 die Goldende Verdienstmedaille des Landes Salzburg,
- 1976 das Silberne Verdienstzeichen des Landes Salzburg,
- 1980 das Goldene Verdienstzeichen der Republik Österreich,
- am 19. Mai 2000 der sogenannte "Pflege‑Oskar" für herausragende Leistungen in der Pflege,[1]
Quellen
- "Salzburger Nachrichten", 5. Mai 1980 sowie 20. Mai 2000
- stadt-salzburg.at, Gräbersuche