Grand Hotel St. Wolfgang

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 Der hier beschriebene Betrieb oder die Einrichtung existiert in dieser Form nicht mehr. Dieser Beitrag beschreibt die Geschichte.

Das Grand Hotel St. Wolfgang war ein nicht mehr bestehendes Beherbergungsunternehmen auf der Rösslwiese in der oberösterreichischen Marktgemeinde St. Wolfgang im Salzkammergut.

Geschichte

1893 wurde das Hotel vom Großvater des Helmut Peter (Alt-Besitzer des Hotels Weißes Rößl in St. Wolfgang) das Hotel als Villa Schafberg erbaut. Er erweitete die Villa 1905 zu einem 100-Zimmer-Grand Hotel. Das Hotel erlebte seine Blütezeit bis 1919. Dann beendete eine Einreisesperre ins Salzkammergut diese Zeit.

In den 1920er-Jahren kam es nochmals zu einer Hochzeit des Hotels. Neben Frühstück und dreigängigem Mittagessen gab es auch einen Fünf-Uhr-Tee, bei dem die Gesellschaft tanzte. Das Grand Hotel war Treffpunkt der Reichen gewesen, die aus ganz Europa kamen. Der berühmteste Gast seinerzeit war Leo Perutz, einer der ganz großen Literaten. St. Wolfgang hat ihm ein Denkmal gesetzt.

1933 bescherte die 1000-Mark-Sperre einen ersten Einbruch, zum völligen Erliegen des Hotelbetriebs führte dann der Zweite Weltkrieg. 1941 wurde aus dem Luxushotel ein Lazarett, 1945 brannte das Dach komplett ab. Peters Vater begann dann 1947 mit dem Wiederaufbau und nutzte dazu Gelder des Marshall-Plans.

Die 1950er-Jahre waren wirtschaftlich schwierig und so entschied sich Peters Mutter 1961 das Grand Hotel zu schließen und abtragen zu lassen. Bis 2007 behielt sich die Familie Peter noch das Grundstück, dann verkaufte sie es.

Quelle