Johanneskapelle (Nonnberg)
Die Johanneskapelle ist eine Kapelle am Nonnberg in der Salzburger Altstadt.
Geschichte
Die sich über dem Erentrudistor befindliche Kapelle wurde anstelle einer älteren von 1448 bis 1451 neu errichtet. 1498 kam es zur neuerlichen Weihe und im selben Jahr entstand der geschnitzte Marien-Flügelaltar, der heute in dieser Kapelle steht. Er wird dem Bildhauer und Schnitzer Veit Stoß zugeschrieben. Der Altar Mittelschrein enthält eine Figurengruppe Anbetung der Hirten, die Flügelinnenseiten sind mit Reliefs aus dem Marienleben (Verkündigung, Anbetung der Könige, der auferstandene Christus erscheint Maria, Marientod) geschmückt.
Der Altar stand vermutlich ursprünglich in einer Kapelle eines früheren Salzburger Doms, nach dessen Abbruch ihn Fürsterzbischof Wolf Dietrich von Raitenau dem Stift Nonnberg schenkte.
Die Zuschreibung an Veit Stoß ist eine Entdeckung des Kunsthistorikers Heinrich Decker vom 25. November[1] 1949 (der Dehio Salzburg[2] schreibt nur „in der Art des Veit Stoß“).
Quellen
- Historischer Atlas der Stadt Salzburg, Abschnitt IV, Blatt 3, Kirchen und Klöster bis 1600
- Salzburgwiki-Einträge
Fußnoten
- ↑ *Vgl. die Artikel „1498“, „25. November“ und „1949“.
- ↑ DEHIO Salzburg. Die Kunstdenkmäler Österreichs. SALZBURG Stadt und Land. Verlag Anton Schroll & Co, Wien 1986. ISBN 3-7031-0599-2 (hier: S. 556)