Salzburger Kalkvoralpen

Die Salzburger Kalkvoralpen sind Teil der Salzburger Kalkalpen und bestehen aus mehreren Kleinlandschaften, die geologisch, geomorphologisch und landschaftsökologisch zwar ähnliche Standortverhältnisse aufweisen, jedoch durch tief eingeschnittene Täler deutlich voneinander getrennt sind.
Allgemeines
Die bewaldeten Hänge im Bereich der Salzburger Kalkvoralpen werden in Form einzelner Rodungsinseln landwirtschaftlich und die Plateaubereiche und Gipfelbereiche almwirtschaftlich genutzt, während in Tal- und Beckenlandschaften Streusiedlungen vorherrschen.
Einteilung
Als Salzburger Kalkvoralpen bezeichnet man jene Teile der Kalkalpen, die einen weniger gebirgigen Charakter aufweisen, sich also geomorphologisch und landschaftsökologisch von den Kalkhochalpen unterscheiden, nicht aber geologisch. Sie bilden den Übergang vom Alpenvorland und erreichen Höhen bis zu 1 500 m ü. A.[1].
Von den Nördlichen Kalkalpen in Salzburg zählen die Salzkammergut-Berge dazu, die sich über Teile des Tennen- und Flachgaus erstrecken. Nach Norden schließt das Salzburger Alpenvorland. Im Westen werden sie vom Salzachtal begrenzt.
Geologie
Die Salzburger Kalkvoralpen bestehen aus dem nicht sehr widerstandsfähigen Hauptdolomit, Oberalmer Schichten und Dachsteinkalken[2]. Für diese Gesteine wird eine Alter von 200 Millionen Jahren angenommen.
Vor etwa 80 Millionen Jahren kam es am Nordrand der Alpen im Bereich der Stadt Salzburg zu einer West-Ost-Verschiebung, in deren Verlauf der Festungsberg und der Kapuzinerberg aus dem Gebiet des Gaisbergs in ihre heutige Position verschoben wurden. Zu den Salzburger Kalkvoralpen zählt geologisch der Bürglstein in der Stadt Salzburg.
Quellen
- Seydlitz, Geographie und Wirtschaftskunde 1, Oberösterreich und Salzburg, Verlag Ed. Hölzel, 1972
- Österreich, Geologie und Bergbau, Österreich Atlas für Höhere Schulen, Seite 38-39, Verlag Ed. Hölzel, 1962
- Geologische Forschung in Salzburg 1949 - 1946, Salzburger Kalkvoralpen Seite 111ff, Walter Del-Negro
Fußnoten
- ↑ Definition laut wikipedia.de, siehe Kalkalpen#Kalkvoralpen
- ↑ nach Erich Seefeldner in Salzburg und seine Landschaften, eine geographische Landeskunde, Seiten 414ff und 442ff