Salzburger Dom-Musikverein und Mozarteum
Der Dom-Musik-Verein und Mozarteum war die Vorgängereinrichtung des Mozarteums.
Der Verein wurde am 22. April 1841 mit Unterstützung von Erzbischof Friedrich VI. Fürst Schwarzenberg ins Leben gerufen und sollte vor allem dazu dienen, junge Musiker für den Dienst im Salzburger Dom und den anderen Salzburger Kirchen heranzubilden.
Wolfgang Amadeus Mozarts Witwe Constanze hätte sich gewünscht, dass ihr Sohn Franz Xaver Leiter des Ensembles werden sollte. Der Verein entschied sich jedoch für den Schlesier Alois Taux, da er auf dem Sektor sakrale Musik eine bessere Ausbildung genossen hatte. Franz Xaver Mozart wurde später Ehrenmitglied des Vereins.
Am 6. März 1842 musste der Verein zu einer ersten traurigen Pflicht ausrücken, Constanze war gestorben. Ein halbes Jahr später stand man bei der Enthüllung des Mozart Denkmals am 4. September 1842 erstmals international im Rampenlicht.
Nach Taux bewarb sich auch Anton Bruckner zweimal vergeblich um die Leitung des Vereins, 1861 wurde ihm Hans Schläger, 1868 Otto Bach vorgezogen. Erste Tendenzen, Dommusikverein und Mozarteum zu trennen, konnten von Erzbischof Maximilian Josef von Tarnóczy noch eingedämmt werden, allerdings verfolgte die 1869 gegründete Internationale Stiftung Mozarteum hartnäckig das Ziel, mit einem eigenständigen Mozarteum zu fusionieren und eine Hochschule zu Ehren Mozarts einzurichten.
Am 1. Jänner 1881 kam es zur Auflösung des Dom-Musik-Vereins und Mozarteums.
Der Dommusikverein bestand nach der Trennung als eigenständiger Verein weiter und widmete sich nun ganz der Kirchenmusik. 1941 wurde er im Zuge der Liquidierung aller kirchlichen Vereine von den Nationalsozialisten aufgelöst.
Heute existieren im Rahmen der Dommusik die Salzburger Domkapellknaben, der Salzburger Domchor, und das Orchester der Salzburger Dommusik.
Quellen
- Horst Erwin Reischenböck: Orchestergeschichte Mozarteum Orchester Salzburg
- Haslinger, Adolf, Mittermayr, Peter (Hrsg.): "Salzburger Kulturlexikon", Residenz Verlag, Salzburg-Wien-Frankfurt/Main 2001, ISBN 3-7017-1129-1